Neuigkeiten aus dem religiösen Paralleluniversum


 

Quelle: bruedergemeinde.de

Danke Herr Fussek, Sie, als Engel der Pflege, müssen es ja auch wissen
[…]Die Entscheidung der katholischen Kirche, eine Caritas-Altenpflegerin nach 33 Jahren zu feuern, weil sie aus der Kirche ausgetreten ist, nennt der bekannte Münchner Pflegekritiker Claus Fussek ‚verlogen‘. Zum SZ-Bericht über den Fall von ElisabethW., der nach dem Rauswurf auch noch das Arbeitslosengeld gekürzt werden sollte, sagt der Experte: ‚Es ist absurd, wenn die Verbände von christlicher Nächstenliebe, Zivilcourage und sozialen Werten reden, ihr Personal in Arbeitsverträgen und Selbstverpflichtungen darauf einschwören, aber dann völlig gegensätzlich handeln.‘ In den vergangen 25 Jahren hätten ihm verzweifelte Pflegekräfte aus christlichen Verbänden vertraulich über unmenschliche Arbeitsbedingungen und Pflege-Missstände berichtet. ‚Es herrscht aber eine Allianz des Schweigens – aus Angst vor arbeitsrechtlichen Konsequenzen‘, behauptet Fussek. ‚Viele Pflegekräfte müssen sogar Schweigeverpflichtungen unterschreiben und dürfen daher auch nicht über Missstände berichten.‘ Man hole Pflegekräfte aus Osteuropa und anderen Ländern, ‚auch Menschen mit anderer Religionszugehörigkeit‘, aber hier werde jemand entlassen, der aus der Kirche austrete. Fussek fordert die kirchlichen Heimträger auf, ‚endlich offen diese Probleme zu thematisieren‘ und sich so zum ehrlichen Anwalt der Pflegebedürftigen und Pflegekräfte zu machen.Ekkehard Müller-Jentsch[…]

Evangelikalen-Ober-Guru Steeb erwartet von Wulff Verweigerung der Unterzeichnung des PID Gesetzes
[…]Wissenschaftlich sei längst klar: Menschliches Leben beginne mit der Verschmelzung von Ei- und Samenzelle. Danach entwickle sich der Mensch als Mensch, nicht erst zum Menschen. „Und darum ist auch klar, dass für alle Menschen, ob im Mutterleib, in der Petrischale, im Alten-, Pflege- oder Behindertenheim, auf der Intensivstation oder im Sterbebett, die in Artikel 1 des Grundgesetzes festgestellte ‚Würde des Menschen‘ gilt“, schreibt Steeb. Deshalb habe er kein Verständnis dafür, dass der PID-Beschluss möglich sei. „Selbst dem juristischen Laien steht doch klar vor Augen, dass die Würde des Menschen nicht teilbar ist. Sie gibt es nur brutto. Die Verfassungsväter haben zudem klargemacht, dass dieser Artikel unabänderlich ist, mit der Absicht, das Deutsche Volk ein für allemal davor zu schützen, mit Mitteln demokratischer Entscheidungen neue Wege der Missachtung des Lebensrechts für alle Menschen zu gehen, auch nicht im Zeichen medizintechnischen Fortschritts.“ Steeb erklärt weiter, er halte deshalb schon die parlamentarische Beschlussfassung für unzulässig und hofft nun auf den Bundespräsidenten, der das Gesetz letztgültig abzeichnen muss. „Er sollte sich jetzt seiner Verantwortung bewusst sein und dieses menschenunwürdige Gesetz nicht unterschreiben. Denn auch er ist ein Teil der staatlichen Gewalt, die dem Artikel 1 und nicht der Mehrheit des Parlaments verpflichtet ist. Menschlich ist das zurzeit die letzte Hoffnung, das nötige Stoppschild dem weiteren Abwärtstrend der Unkultur des Todes entgegenzuhalten.“[…]

Kardinal Schönborn indoktriniert Jugendliche mit seinen Katholiban-Irrlehren
[…]Auch das Thema “Homo-Ehe” sprach der Kardinal an und erklärte, dass die Kirche nicht gegen Homo-Ehe sei. “Nein, die Kirche ist nicht gegen die Homo-Ehe, denn die Kirche ist nicht gegen etwas, was es nicht gibt. Es gibt keine Homo-Ehe.” Der Kardinal erinnerte daran, dass es nur eine Ehe zwischen einem Mann und einer Frau gäbe. Normalerweise, wenn die beiden fruchtbar seien, wenn die nicht zu alt seien, sei diese auch offen für Kinder. “Das ist die Ehe. Alles andere ist Etikettenschwindel. Es gibt homosexuelle Beziehung. Ja. Aber das ist keine Ehe. Das ist vielleicht eine Partnerschaft, aber es ist keine Ehe. Es gibt keine Homo-Ehe. Die Kirche ist daher nicht dagegen, weil es diese nicht gibt.” Der Kardinal erinnerte die junge Generation daran, dass sie die spannende Aufgabe habe, Klarheit zu schaffen. Man müsse die Dinge beim Namen nennen: “Die große Stärke der Kirche sei, dass sie die Dinge beim Namen nennt. Deswegen wird sie auch gehasst, deswegen wird sie auch verfolgt. Sie weiß: Nur wenn wir in der Wahrheit sind, kann Jesu Barmherzigkeit uns erreichen”. Auch das Thema “Geschiedene und Wiederverheiratete” sprach der Wiener Kardinal an. Für Schönborn ist das ist ein sehr sensibles Thema, das viele Leute betreffe. “Es ist eine ganz große Wunde. Meistens wird die Kirche angeklagt.” Das Thema gehöre zu den Themen, die er bei jedem Schulbesuch gestellt bekomme, verbunden mit dem Vorwurf, dass die Kirche hier unbarmherzig sei. Der Kardinal erklärte, dass er hier bei diesem Vorwurf manchmal richtig zornig werde. “Wer ist hier unbarmherzig. Die Kirche ist die einzige Einrichtung in diesem Land, die die Heiligkeit und Unauflöslichkeit der Ehe verteidigt. Was ist barmherzig? Ist es barmherzig, Kinder auseinanderzureißen, die zu Mutter und Vater gehören und die zum Spielball für die Eltern werden?” Schönborn erinnerte auch an das Leid der vielen Frauen, die zu Scheidungsopfern wurden: “Wie viele Frauen sitzen in Wien bei 62 % Ehescheidung alleine da? Wie viel Einsamkeit? Wie viel Leid? Und da ist die Kirche umbarmherzig, weil sie sagt: Die Ehe ist unauflöslich? Und Du hast Dich mit Deinem früheren Partner überhaupt nicht versöhnt. Und da ist die Kirche unbarmherzig, weil sie Dich daran erinnert?” Schönborn erklärte dann: “Ich wünsche uns allen den Mut, euch und auch den Bischöfen, solche Dinge klar zu sagen, nicht um anzuklagen, sondern weil nur die Wahrheit uns frei macht. Wo die Wahrheit ist, kann Gottes Barmherzigkeit hinkommen.” … Die Kirche sei weltweit eine “Großmacht der Barmherzigkeit und der Nächstenliebe” und schaue wie keine andere Organisation in der Welt dort hin, wo die Not sei. Die Kirche habe wie keine andere Organisation in der Welt große Gestalten hervorgebracht hat: die Heiligen[…]

Katholiban-Seelsorger im Ausland auf Touristenfang
[…]Um Menschen anzusprechen, die zu Hause nur einen lockeren oder gar keinen Kontakt zur Kirche haben, bedürfe es eines „besonderen Gespürs“ für die Situation der Urlauber. Deshalb würden nur Menschen mit „jahrzehntelanger seelsorglicher Erfahrung“ in der Urlauberseelsorge eingesetzt. Die Bedeutung der Tourismusseelsorge habe durch die Reisefreude der Deutschen in den vergangenen Jahrzehnten deutlich zugenommen, so der Bischof. Inzwischen gebe es 14 deutschsprachige Gemeinden und Seelsorgestellen, die „speziell auf Touristen ausgelegt“ seien, etwa auf den Balearen, auf den Kanaren, an der spanischen Ostküste und an der türkischen Riviera.[…]

Dubioser Kriminologe Christian Pfeiffer untersucht jetzt Missbrausfälle im Auftrag der Kirche, was dabei wohl insgesamt herauskommen wird?
[…]Trotz der öffentlichen Debatte um sexuellen Missbrauch in der katholischen Kirche, die sich an die Aufdeckung von Missbrauchfällen in katholisch geleiteten Schulen im vergangenen Jahr anschloss, ist dieses Phänomen unter Priestern nicht weiter verbreitet als in anderen Teilen der Bevölkerung. Das erklärt der Kriminologe Christian Pfeiffer in der aktuellen Ausgabe der Wochenzeitung “Die Zeit”. Es gebe sogar “Anhaltspunkte dafür, dass die Priester im Vergleich zu Männern ihrer Altersgruppe in Deutschland unterrepräsentiert sind”, sagte Pfeiffer, der jetzt im Auftrag der Kirche Missbrauchsfälle in deutschen Bistümern untersuchen soll, im Gespräch mit der “Zeit”. Ob der Zölibat, das Eheverbot für katholische Geistliche, Missbrauch begünstige oder ihn im Gegenteil sogar unwahrscheinlich mache, lasse sich gegenwärtig noch nicht sagen, meinte Pfeiffer.[…]

Klar, und das weiß Pfeiffer jetzt schon …
[…]Christian Pfeiffer vom Kriminologischem Forschungsinstitut Niedersachsen meint dazu gegenüber der Niedersächsischen Allgemeinen: „Das Zölibat ist nicht die Ursache für sexuellen Missbrauch.“ Er warnt ausdrücklich vor Pauschalverurteilungen der Institution Kirche. Sie trage aber „Mitverantwortung an sexuellem Missbrauch, wenn sie Täter nur versetzt hat und die sich später erneut an Kindern vergangen haben“. Bei den Nachforschungen sollen alle Hinweise zu sexuellen Übergriffen durchforstet werden. Auch erreichbare Opfer und Täter sollen befragt werden[…]

Polen: Diese elendigen katholischen Klerikal-Faschisten
[…]nach Jahren der Stagnation gewinnt der einflussreiche Privatsender „Radio Maryja“ in Polen wieder mehr Hörer. Das Programm steigerte seinen Marktanteil von 1,93 Prozent im Vorjahr auf 2,15 Prozent in diesem Jahr, berichtet die Tageszeitung „Rzeczpospolita“ am Dienstag unter Berufung auf ein Marktforschungsinstitut. Mit täglich mehr als einer Million Hörern liegt „Radio Maryja“ demnach weiter auf Platz fünf aller polnischen Sender … Mehr als 100.000 Menschen hatten am Wochenende an einer Wallfahrt des Senders nach Czestochowa (Tschenstochau) teilgenommen, darunter auch der polnische Oppositionsführer Jaroslaw Kacyznski. Erzbischof Mieczyslaw Mokrzycki aus dem ukrainischen Lwiw (Lemberg) lobte in seiner Predigt die Verdienste von „Radio Maryja“ um das religiöse Leben in Polen. Bischof Stanislaw Stefanek von Lomza im Nordosten Polens warf den Gegnern von „Radio Maryja“ vor, sie attackierten den Sender wie „Raubvögel“. Andere polnische Bischöfe sowie zahlreiche Politiker hatten in der Vergangenheit die politische Ausrichtung der Radiostation mehrfach kritisiert. Die oppositionellen Sozialdemokraten hatten vor wenigen Tagen eine Gesetzesinitiative für eine Änderung des Mediengesetzes angekündigt, die auf einen Lizenzentzug für „Radio Maryja“ hinausläuft. Demnach sollen nur solche Stationen eine kostenlose Lizenz erhalten, die ein unparteiisches und pluralistisches Programm ausstrahlen. „Radio Maryja“ stand wiederholt wegen angeblicher rassistischer und antisemitischer Äußerungen sowie offener Unterstützung rechtskonservativer Parteien in der Kritik. Zuletzt hatte Polens Außenministerium beim Vatikan gegen „Radio Maryja“ protestiert, nachdem Privatsenderbetreiber Rydzyk der liberal-konservativen Regierung „Totalitarismus“ und Diskriminierung vorgeworfen hatte. Vatikan-Sprecher Federico Lombardi musste daraufhin klarstellen, dass Rydzyks Aussagen Privatmeinungen sind. Die Sendelizenz für „Radio Maryja“ gehört der polnischen Provinz des Redemptoristenordens.[…]

Katholiban fühlt sich sooo diskriminiert, wenn ihr Homo-Hass nicht geduldet wird; „keine Homo-Stigmatisierung erlaubt, bedeutet Einschränkung der Religionsfreiheit und Theophobie“, was für ein Dreckspack
[…]Die Debatte über Homosexualität gefährde zunehmend die Religionsfreiheit, schreibt Timothy Dolan, Erzbischof in New York. In seinem Blog äußerte er die Sorge, dass die Kirche und die Gläubigen „bald verfolgt“ und „vor Gerichte gezerrt werden“. Dolan wies darauf hin, dass in Leitartikeln bereits gefordert werde, „das Recht auf Religionsfreiheit zu entfernen“. „Wenn die Erfahrung von jenen wenigen anderen Staaten und Ländern“, wo diese Aufhebung der Religionsfreiheit bereits Gesetz ist, „ein Hinweis ist, dann werden die Kirchen und die Gläubigen bald verfolgt, bedroht und vor Gerichte gezerrt werden“ wegen ihrer Überzeugung, dass die Ehe zwischen Mann und Frau geschlossen wird, „um Kinder auf die Welt zu bringen“. „Doch werden hier die wahren Kräfte der ‚Intoleranz‘ enthüllt“, erläuterte der Erzbischof weiter. „Die Karikatur behauptet natürlich, dass jene, welche die traditionelle Ehe verteidigen, Bigotte und Polterer aus dem rechten Lager seien.“ Dolan bemerkte, dass ein anerkannter Kommentator darauf hingewiesen habe, dass eigentlich nicht die Homophobie, sondern die Theophobie das Kernproblem sei, also der Hass mancher auf Gott, Glaube, Religion und die Kirche. „Die Kirche trat immer für die Ehe ein, wo und wann sie auch immer in Gefahr war – Ehe zwischen einem Mann und einer Frau, welche sich in lebenslanger und treuer Liebe verbinden, welche in neues Leben in den Kindern führt. Veteranen „meines Alters und darüber“ könnten sich, bemerkte Dolan weiter, daran erinnern, dass die Kirche die Ehescheidung ohne Klärung der Schuldfrage bekämpft habe. Damals habe man sich Sorgen darum gemacht, „den Wert der Eheverbindung herabzusetzen und den Kindern zu schaden (wissenschaftliche Studien weisen inzwischen nach, dass genau dies geschehen ist).“ Dann habe sich die Kirche der „Verhütungsmentalität“ widersetzt, „weil sie befürchtete, dass die geheiligte Verbindung zwischen Liebe und Fruchtbarkeit zerreißen würde. Dann, man möge sich erinnern, löste die Kirche den Alarm aus, weil sexuelle Freizügigkeit, Ehebruch, vorehelicher Geschlechtsverkehr, sowie Zusammenleben vor oder anstatt der Ehe zunahmen. Und jetzt lassen wir die Kirchenglocken wegen der nächsten Verwässerung des authentischen Eheverständnisses läuten, denn wir sind besorgt, dass der nächste Schritt eine weitere Neudefinition bringen wird, welche Partnerwechsel und Untreue rechtfertigen sollen.“[…]

Reform-Katholiken in Österreich lassen nicht locker
[…]Die „Katholische Aktion Salzburg“ (KA) unterstützt das umstrittene „Theologen-Memorandum“ mit den bekannten antikirchlichen Thesen. In einer via Pressestelle der Erzdiözese Salzburg verschickten Aussendung werden diese sogar als „verantwortungsvolle Vorschläge, der Kirchenkrise und dem Schrumpfungsprozess, mit dem Willen zu Veränderungen, mit kreativen Reformen und mit Gottvertrauen“ aktiv entgegen zu wirken bezeichnet. Dann wird sogar der Erzbischof Alois Kothgasser (vermutlich ohne sein Wissen) für die KA-Thesen missbraucht, indem man ein Zitat aus einem Interview aus dem „Rupertusblatt“ bemüht, wo Kothgasser gemeint hat: „Soll die Katholische Kirche gesundgeschrumpft werden, gleichsam auf eine Sekte, wo nur wenige, aber dafür linientreue Mitglieder dabei sind, oder soll die Katholische Kirche Kirche Jesu Christi bleiben, die Raum für Vielfalt bietet, offen ist und die Gesellschaft von innen her prägt? Die KA meint dazu ernsthaft nach 2000 Jahren Kirchengeschichte: „Es ist notwendig für die Kirche und not-wendend für die Gesellschaft, wenn sich die Kirche den Menschen zuwendet und ihre Werte bewahrt. Wenn das Vertrauen in die Ortskirche fehlt, wird auch das Vertrauen in die zentrale Autorität der Universalkirche schwinden.“ In Bezug auf die Pfarrgemeinden stellt die KA dann fest, dass das kirchliche Amt dem Leben der Gemeinden dienen müsse, nicht umgekehrt. Keine Rede ist übrigens in der KA-Aussendung von einem Gottesdienst.[…]

USA: Moralhüter starten Medien Kampagne gegen Pornographie
[…]In den USA hat eine vierwöchige Kampagne gegen Pornographie in den Medien begonnen. Vom 11. Juli bis zum 7. August soll über lokale Veranstaltungen bis hin zu Internet-Seminaren auf die schädliche Wirkung von Pornographie aufmerksam gemacht werden. Veranstalter der Kampagne „Be Aware: Porn Harms“ (Aufgepasst: Porno schadet), ist die Organisation „Morality in Media“ (Moral in den Medien) mit Sitz in New York. Präsident Patrick Trueman weist auf das Ausmaß und die Folgen von Pornographie hin: Die „Pandemie“ ruiniere Ehen und Familien und habe bereits die kulturellen Normen Amerikas abgetragen. Sie zerstöre im Stillen und weitgehend unbemerkt das Leben von Männer, Frauen und Kinder[…]

Bundeswehr: Muslime fordern Militär-Imamen
[…]Das hätte eine hohe integrative Bedeutung», sagte Aiman Mazyek, Sprecher des Koordinationsrates der Muslime, dem Internet-Nachrichtenportal «news.de» laut einem am Dienstag veröffentlichten Beitrag. Bereits heute gebe es freiwilligen Befragungen zufolge in der deutschen Armee weit mehr als 1.200 muslimische Soldaten ohne eine entsprechende seelsorgerische Betreuung. Bei der Bundeswehr hält man die Zahl der Muslime allerdings für zu gering, um eigens Imame einzusetzen. Besonders in den Einsatzländern, wo der Bedarf für Seelsorge am größten sein dürfte, lohne sich ein eigener Militär-Imam einfach nicht, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums dem Internetportal. Die Bundeswehr sei durchaus offen für die Forderung der Islamverbände nach einem muslimischen Militärseelsorger. Allerdings benötige man dafür einen Ansprechpartner. Die muslimischen Verbände sehen in der Einführung von Imamen im Militär hingegen eine Frage der Gleichbehandlung der Religionen. Um ihr Ziel zu erreichen, hält Mazyek eine Neuauflage der aus seiner Sicht festgefahrenen Deutschen Islamkonferenz für denkbar. Die Militärseelsorge sei einer von wenigen Bereichen, sagte Mazyek, in denen der Bund in Sachen Integration etwas erreichen könne[…]

Österreich: Feiertagszuschläge bei Kirchenaustritt streichen??
[…] Wien (OTS/ÖGB) – Wer aus der Kirche ausgetreten ist, soll keine Zuschläge mehr bekommen, wenn an christlichen Feiertagen gearbeitet wird. Dies will die steirische Wirtschafskammer scheinbar sogar in den Kollektivverträgen festschreiben. „Dieser absurde Vorstoß kann wohl nur mit der sommerlichen Hitzewelle erklärt werden. Feiertage gelten für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Eine Abschaffung des Feiertagszuschlags für aus der Kirche Ausgetretene kommt nicht in Frage“, sagt Rainer Wimmer, Bundesvorsitzender der Produktionsgewerkschaft (PRO-GE). Der steirische WKÖ-Obmann für Handwerk und Gewerbe findet es laut Zeitungsberichten ungerecht, wenn ArbeitnehmerInnen für ihre Leistung an Feiertagen Zuschläge erhalten. „Auch wenn diese Lohnkürzungs-Fantasien völlig absurd sind: An Ideen, wie man hart arbeitenden Menschen Lohn wegnehmen kann, fehlt es einigen Wirtschaftsvertretern anscheinend nicht. Und dies sogar dann, wenn der Wirtschaftsmotor brummt und die Unternehmen hervorragende Ergebnisse erzielen. Für die PRO-GE jedenfalls geht es nicht um Lohnkürzungen, sondern um Lohnerhöhungen. Wir werden daher bei der kommenden Herbstlohnrunde deutliche Lohnzuwächse für die Beschäftigten einfordern“, kündigt Wimmer an.[…]