„PID Gesetz ist Diktatur“


Quelle: thinkoutsideyourbox.net/

Zulassung der PID: Christen in der Diktatur des Relativismus
Es reicht nicht mehr aus, nur bei Wahlen seine Ansicht kund zu tun. Dieser Kampf ist auch eine spirituelle Auseinandersetzung. – Gedanken nach der Zustimmung des Bundestags zur Präimplantationsdiagnostik.

Von Stefan KirchnerKath.net

Berlin (kath.net) Am Donnerstag dem 7. Juli 2011 hat der Deutsche Bundestag den Weg frei gemacht für die Präimplantationsdiagnostik. Wie können gläubige Christen hierauf reagieren?

Sicherlich wird der Weg zum Bundesverfassungsgericht beschritten werden, aber über die verfassungs- und grundrechtliche Dimension des Problems hinaus stellen sich grundlegendere Fragen. Häufig wurde von PID-Befürwortern geltend gemacht, dass PID dazu beitrage, Spätabtreibungen zu vermeiden. Es versteht sich von selbst, dass aus katholischer Sicht Abtreibungen grundsätzlich unzulässig sein müssen, da ein unschuldiger Mensch getötet wird. Nichts anderes kann für die Vernichtung von Embryonen gelten, die im Rahmen der PID „aussortiert“ worden sind.

Der Mensch ist Mensch zum Zeitpunkt der Zeugung und von diesem Augenblick an kommen ihm Menschenwürde und das Recht auf Leben zu – nicht aufgrund eigener Leistung sondern aufgrund des Menschseins. Jeder Mensch hat ein Recht auf ein menschenwürdiges Leben von der Zeugung bis zum natürlichen Tod. Behinderte haben dieselbe Würde, dasselbe Recht auf Leben wie jeder andere Mensch. Im Rahmen der Menschenwürde gibt es keine Abgrenzung zwischen „behindert“ und „normal“, denn der Normalfall ist der Mensch – jeder Mensch! Die Zulassung der PID zur Vermeidung von Behinderungen, die Abtreibung wegen drohender Behinderung, die Euthanasie zur Vermeidung vermeintlich unertragbarer Leiden sind eine Abkehr vom Geschenk des Lebens, das Gott uns gemacht hat, ja, eine Abkehr von Gott selbst, der unser Fleisch angenommen hat.

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8 Comments

  1. PS.: Taubheit auf dem linken Ohr auf der rechten seite sind es 60 % Hörvermögen. Allein was mir von den Behörten für Steine in den Weg gelegt werden , sei es Arbeitsamt sei es Krankenkasse.

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  2. Ich find es Klasse – Ein kleiner Hoffnungsschimmer am Horizont für mich.
    Ich bin 33 Jahre und habe einen Gendefekt .Liebe war der Auslösser dafür ,man nennt es auch Manie. Da zu kommt eine Taubheit von Geburt her sowie eine veränderte Aussprache die sich von anderen etwas abhebt .
    Ich habe den Realschulabschluss und eine Berufsausbildung locker und leicht gepackt. Dazu arbeite ich sehr hart wo andere mit sicherheit schon längst das weite gesucht hätten !
    Ich bin Christ und für mich ist es die Erlösung endlich eine Frau zu finden und ein Kind zu haben!
    Und alle die dagegen sind: Geht die Wege die ich gegangen bin und dann können wir weiter reden !

    VG

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  3. Jeder, der schwerst behinderte Kinder erlebt hat, weiß, was es für die Kinder bedeutet. Sie sind auf eine rundum Versorgung für ihr ganzes Leben angewiesen und wenn die Eltern nicht mehr können, landen sie in einem Heim. Die Kirche will damit das Leiden manifestieren, das zum Christentum gehören soll und je mehr Menschen leiden, desto höher die Wahrscheinlichkeit an Gott zu glauben als letzten Notnagel, that’s it !!!

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  4. @Uwe Lehnert
    Vielen Dank für Deinen sachlichen Kommentar der mich sehr berührt hat.
    Ich neige in meinen Kommentaren eher zu zynischem Sarkasmus, da ich an eine echte Diskussion mit klerikalen Menschenverführern nicht mehr glaube. Religioten werden zum Thema hier nicht zustimmen, da sie eine einmal gefasste Aussage – und sei sie noch so falsch und alt hergebracht – revidieren müßten. Das hat der Vatikan immer erst nach Jahrhunderten ansatzweise getan um sicher zu sein, dass die Betroffenen schon lange tot sind und nicht mehr über ihr Recht triumphieren können.

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  5. Lassen wir doch mal die Wirklichkeit sprechen, die so gern versteckt wird, weil wir sie gar nicht ertragen könnten.

    Wer einmal ein Heim für schwerstbehinderte Menschen besucht hat und dort – man muss es leider so ausdrücken – diese Menschen dahin vegetieren sah, manchmal lallend, manchmal nur stumpfsinnig vor sich hin starrend, oft unter schwer einschätzbaren Schmerzen leidend, sich einnässend und einkotend, offenkundig unfähig, die Umwelt überhaupt wahrzunehmen, dem fällt es schwer, hier von menschlicher Würde zu sprechen, oder will man darin gar die Ebenbildlichkeit Gottes erkennen, die Gläubige so gern im Munde führen. Sie haben selbstverständlich alle Rechte, die ein Mensch sinnvollerweise in Anspruch nehmen kann. Aber wer will denn ernsthaft, dass noch mehr solcher armseligen Wesen geboren werden, um dann – für die Öffentlichkeit praktisch unbemerkt – in solchen Heimen wieder versteckt zu werden?

    Diese bedauernswerten, schwerstbehinderten Menschen verdienen alle Fürsorge und Zuwendung von jenen, denen ein solches Schicksal erspart geblieben ist, und mein größter Respekt gilt jenen, die diese Betreuung leisten. Mir drängte sich damals dennoch der Gedanke auf, dass Nichtgeborenwerden auch eine Gnade sein kann.

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  6. Quote: ….sind eine Abkehr vom Geschenk des Lebens, das Gott uns gemacht hat, ja, eine Abkehr von Gott selbst, der unser Fleisch angenommen hat“.

    Ja von welchem Gott redet denn der Blindflansch. Das ist doch alles nur gesalbeter Mist. Dass auch diese „DurchdieRippenSchwitzer“ beim Onanieren Millionen hochlebendige Samenzellen in den Abfluß jagen, davon reden sie nicht.

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  7. Moral kann jeder für sich selbst entscheiden. Im Staat zählt aber nur der kleinste gemeinsame Nenner der Ethik. Zumindest solange wir noch so etwas wie eine Demokratie sind.

    Dies ist ein freies Land,
    bis zur nächsten Wahl.

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  8. Wann endlich begreifen diese religiös umnebelten Christen, dass es in diesem Falle darauf ankam, sich an den realen Fakten zu orientieren. Dies erforderte eine Güteabwägung zwischen einer vorbeugenden PID oder einer späteren, risikoreichen Abtreibung. Es ist wohl keine Frage, welche dieser beiden Alternativen die logische und somit die humanere ist. Aber um mehr als eine Ecke herum können Religioten eben nicht denken. Der spirituelle Nebel läßt logisches Denken eben nicht zu.

    Dass die katholische Kirche generell gegen Abtreibungen ist, hört sich scheinbar sehr menschenfreundlich an. Es genügt aber nicht, die Forderung nach einem generellen Recht auf Leben für alle Embryonen zu erheben und Abtreibung prinzipiell zu verbieten, wenn man nicht willens und in der Lage ist, jedem neugeborenen Erdenbürger ein Leben im Licht der Sonne zu ermöglichen. Die katholische Kirche wäre zwar durchaus in der Lage, mit ihrem Reichtum einen großen Beitrag zur Bekämpfung des Hungers in der Welt zu leisten, aber dazu fehlt es ihr offensichtlich am Willen. Das ist kennzeichnend für ihre Scheinheiligkeit und typisch für die katholische Doppelmoral.

    Übrigens: Im Oktover 2011 soll der siebenmilliardste Mensch das Licht unserer Welt erblicken. Es wird allem Anschein nach ein Chinese oder ein Inder sein.

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