Neuigkeiten aus dem religiösen Paralleluniversum


 

Quelle: bruedergemeinde.de

Klerikal-Reaktionäre sind sich einig, Homo-Stigmatisierung ist Menschenrecht
[…]Straßburg (kath.net/idea) Gegen eine Diskriminierung von Menschen, die der Homosexualität kritisch gegenüberstehen, hat sich der Vertreter des Moskauer Patriarchats der Russisch-Orthodoxen Kirche beim Europa-Parlament, Igumen Filipp (Straßburg), ausgesprochen. Internationale Organisationen sollten aufhören, Dokumente anzunehmen, in denen insbesondere Kritiker der „Homo-Ehe“ als „homophob“ abgestempelt würden, erklärte Filipp einem Bericht der Zeitschrift „Orthodoxie Aktuell“ (Dortmund) zufolge. Wenn von Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung die Rede sei, habe man sich bereits daran gewöhnt, dass damit die Verletzung der Rechte von Homosexuellen gemeint sei. Diskriminiert werden könnten aber auch Menschen, „die Heterosexualität als Norm und Homosexualität als eine Abweichung von der Norm betrachten“, betonte Filipp. Das Christentum, der Islam, das Judentum und andere Religionen sähen praktizierte Homosexualität als Sünde an, so der Geistliche.[…]

Ungläubige = das Böse = Unkraut: „Sammelt zuerst das Unkraut und bindet es in Bündel, um es zu verbrennen“
[…]Ohne die Sehnsucht nach dem Himmelreich gleichen wir Bergsteigern, die von der Mühe des Aufstiegs gelähmt sind, weil uns das Grandiose es Gipfels nie vor Augen geführt wird, bzw. vorenthalten wird. Der Mensch wird nicht nur von der Gegenwart und Vergangenheit geprägt, sondern vor allem auch von der Zukunft, für uns Christen ist die Zukunft: das Himmelreich … „Immer wenn ein Mensch das Wort vom Reich hört und es nicht versteht, kommt der Böse und nimmt alles weg, was diesem Menschen ins Herz gesät wurdet“ (Mt 13,19). Wie sehr der Böse bei unserem Weg zum Himmel die Finger im Spiel hat, erleben wir im heutigen Evangelium im Gleichnis vom Unkraut unter dem Weizen; es ist ein Sondergut des Matthäus. Der Same ist das Wort. „Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Mann, der guten Samen auf seinen Acker säte“ (Mt 13, 24) … Der Menschensohn bringt der Welt Gutes: die Söhne seines himmlischen Reiches. Während die Leute schliefen, kam der Teufel und streut die Söhne des Bösen in die Welt. Die Söhne des Menschensohnes merken es und fragen den Menschensohn: „Sollen wir gehen und es ausreißen? Er entgegnete: Nein, sonst reißt ihr zusammen mit dem Unkraut auch den Weizen aus. Laßt beides wachsen bis zur Ernte“ (Mt 13, 28-29). Dem Menschensohn ist das Gute so wertvoll, daß er das Unkraut nicht ausreißen läßt, da vielleicht beim Ausreißen des Unkrauts auch der Weizen ausgerissen werden könnte. So wichtig ist jedes Weizenkorn inmitten einer Welt des „Unkrauts“. Dies ist ein Aufruf an uns: inmitten einer Umwelt des Bösen „Weizenkorn“ zu sein. Vielleicht sollte man das Evangelium überschreiben: Die Geduld Gottes in dieser Welt. Man spürt genau: der Menschsohn steht souverän über der Welt. Durch das Eindringen des Bösen findet kein Besitzerwechsel statt. Die Söhne des himmlischen Reiches stehen den Söhnen des Bösen in dieser Welt gegenüber, wobei dieser Kampf, diese Kampfarena oft auch im Menschen selber stattfindet … So sehr in dieser Welt die Geduld Gottes hervorgehoben werden muß, ge­nauso klar hebt der Menschensohn die klare Scheidung der Kinder des Reiches und der Kinder des Bösen hervor. „Wenn dann die Zeit der Ernte da ist, werde ich den Arbeitern sagen: Sammelt zuerst das Unkraut und bindet es in Bündel, um es zu verbrennen; den Weizen aber bringt in meine Scheune“ (Mt 13, 30). Jesus gibt die Erklärung: „Die Ernte ist das Ende der Welt; die Arbeiter bei dieser Ernte sind die Engel. Wie nun das Unkraut aufgesammelt und im Feuer verbrannt wird, so wird es auch am Ende der Welt sein: Der Menschensohn wird seine Engel aussenden, und sie werden aus seinem Reich alle zusammenholen, die andere verführt und Gottes Gesetz übertreten haben, und werden sie in den Ofen werfen, in dem das Feuer brennt. Dort werden sie heulen und mit den Zähnen knirschen. Dann werden die Gerechten im Reich ihres Vaters wie die Sonne leuchten. Wer Ohren hat, der höre!“ (Mt 13, 39-43)[…]

Weltfremde Idiotie, ein Grundpfeiler des Christentums, wie wahr
[…]“Ökumenischen Sommerakademie“ in Stift Kremsmünster: Christen hätten eine „Ahnung von einer Welt, die eben anders funktioniert“, sagte der Bibelwissenschaftler Prof. Christoph Niemand der Katholisch-Theologischen Privatuniversität Linz in seinem Vortrag. Das „Herausfordernde des Fremden“ lasse sich darin erkennen, dass der biblische Gott „vertraut und befremdlich“ zugleich sei. So heiße es schon im Neuen Testament, Christen seien „in der Welt, nicht von der Welt“. Christen seien daher „notwendig weltfremd“. Der Christ müsse sich somit als „Nomade“ und Pilger und damit als Fremder auf Erden begreifen. Die kulturellen Aspekt des Fremdseins beleuchtete der Salzburger Theologe Prof. Franz Gmainer-Pranzl. Europa habe das Fremde über Jahrhunderte verdrängt oder aber zu beherrschen versucht. Nun begleite die Angst vor dem Fremden „das westliche Denken wie ein Schatten“. Auf der anderen Seite habe sich das Fremde immer auch als „Stachel der Beunruhigung“ im kulturellen Fleisch des Kontinents erwiesen. Heute sei Europa daher gehalten, sich dem Fremden zu stellen, da nur so auch die eigene Identität begriffen werden könne. Zu einem solchen positiven Zugang zum Fremden könne die Religion beitragen, ist Gmainer-Pranzl überzeugt. Denn Religion trage durch die Idee der Transzendenz die Erfahrung des Fremden in sich: „Religion leitet dazu an, sich am Unverfügbaren, am Fremden zu orientieren. Deshalb ist dies einer der wichtigsten Beiträge, die Religionen im 21. Jahrhundert leisten können.“[…]

Belgien: Burkaverbot tritt in Kraft
[…]Als zweites europäisches Land nach Frankreich verbietet Belgien die Vollverschleierung muslimischer Frauen. Das Gesetz ist im Amtsblatt erschienen und tritt am 23. Juli in Kraft. Die Befürworter verweisen darauf, dass der Schleier ein Symbol für die Unterdrückung der muslimischen Frau sei und ihre Würde verletze. In Belgien darf künftig niemand mehr sein Gesicht im öffentlichen Leben so verhüllen, dass er nicht mehr zu identifizieren ist. Muslimischen Frauen ist das Tragen von Ganzkörperschleiern wie Burka und Nikab in der Öffentlichkeit daher untersagt – keine Busfahrt, kein Spaziergang und kein Besuch in Museen oder im Kino. Bei Zuwiderhandlung drohen Strafen bis zu 137,50 Euro oder bis zu sieben Tage Gefängnis. Nach Schätzungen tragen rund 270 Frauen in Belgien eine Burka. Auch die Niederlande und Spanien planen ein gesetzliches Verbot der Vollverschleierung. Auch in Deutschland gibt es immer wieder Forderungen nach einem Verbot. Zuletzt hatte sich die FDP-Europapolitikerin Silvana Koch-Mehrin dafür ausgesprochen. Strenggläubige Muslime leiten die Pflicht zum Tragen einer Burka oder eines Nikab aus dem Koran ab. Frauen sollen dadurch vor den Blicken der Männer geschützt werden. Die betreffenden Stellen im Koran werden aber von zahlreichen Theologen und Religionswissenschaftlern anders gedeutet.[…]

Stammzellforscher werfen katholischer Kirche Fortschrittsfeindlichkeit vor
[…]Der Stammzellforscher Jürgen Hescheler hat der katholischen Kirche Fortschrittsfeindlichkeit vorgeworfen. In einem Beitrag für die Zeit-Beilage „Christ & Welt“ widersprach der Forscher der katholischen Lehrmeinung, wonach das menschliche Leben mit der Vereinigung von Ei- und Samenzelle beginnt. „Es gibt keinen Hinweis aus der Bibel, der dies belegt“, so Hescheler.
Die Definition sei erst durch das Erste Vatikanische Konzil 1869 für bindend erklärt worden. Der Katholik Hescheler, der an der Uni Köln das Institut für Neurophysiologie leitet, zeigte sich enttäuscht von der mangelnden Gesprächsbereitschaft auf den Führungsebenen der katholischen Kirche mit der Wissenschaft. Selbst bei so wichtigen Thema wie Lebensschutz und Klonverboten „schotten sich die Hierarchien gegen Wissenschaftler ab, und damit letztlich auch gegen die Welt, die sie umgibt,“ erklärte er. Der Vatikan ziehe sich immer mehr in sich selbst zurück. Hescheler forderte die Kirche auf, ihre Einsichten im Kontakt mit der Wissenschaft weiter zu entwickeln. „Die Kirche würde gut daran tun, mit der wissenschaftlichen Entwicklung mitzugehen anstatt sie zu ignorieren“, erklärte er. Er wünsche sich eine Kirche, die auch einmal zum Motor neuer Therapieformen würde. Dies könnte ihre gesellschaftliche Akzeptanz enorm steigern.[…]

Das sollte jedem klar sein …
[…]FREIBURG Erzbischof Zollitsch warnt vor zu großen Erwartungen im Hinblick auf die Ökumene Der Freiburger Erzbischof Robert Zollitsch hat vor zu großen Erwartungen an den Deutschland-Besuch des Papstes im Hinblick auf die Ökumene gewarnt. Benedikt XVI. werde sicherlich ein Zeichen setzen, dass die Kirche der Ökumene verpflichtet sei und dass das auch ihm ein großes Anliegen sei, sagte Zollitsch der Nachrichtenagentur dpa Offen sei aber, ob er sich bei seinem Besuch vom 22. bis 25. September zu konkreten Fragen wie dem gemeinsamen Abendmahl für Verheiratete unterschiedlicher Konfession positionieren werde.[…]

B16-RatzeBene spricht auch noch das Wort zum Sonntag in der ARD
[…]Am Samstag 17. September, unmittelbar vor seiner Deutschlandreise wird Papst Benedikt XVI. in der ARD „Das Wort zum Sonntag“ sprechen. Schon sein Vorgänger Johannes Paul II. war 1987 in der traditionsreichen Sendung aufgetreten. Über die Einzelheiten seiner Ansprache sei noch nichts bekannt, sagte Uwe Bork, der Geschäftsführer der ARD-Kirchenkoordination, dem Münchner Kirchenradio. Man gehe jedoch davon aus, dass der Heilige Vater über seine Reise und die Aufgaben vor denen die katholische Kirche stehe eingehen werde. Die Zusage von Benedikt XVI. werte man als Ausdruck seiner Wertschätzung der ARD, so Bork weiter. Der Auftritt von Prominenten in „Das Wort zum Sonntag“ ist eine Ausnahme, denn das Konzept der Sendung sieht vor, dass ganz normale Geistliche aus den Gemeinden ihr Wort an die Gläubigen richten[…]

Lärmbelästigung: B16-RatzeBene Handy-Klingelton
[…]Freiburg. Die Musikproduktion greife das Leitwort des Papstbesuchs „Wo Gott ist, da ist Zukunft“ auf, teilte die Erzdiözese am Mittwoch mit. Lied und Klingelton sollen dem Motto des Papstbesuchs einen unverwechselbaren Klang geben und könnten kostenlos im Internet heruntergeladen werden. Das Lied soll am 24. und 25. September bei den Veranstaltungen mit dem Papst in Freiburg gesungen werden. Komponiert wurde das Stück vom Jazz-Trompeter Luis Reichard, getextet vom Kirchenmusiker Meinrad Walter. Der 22-jährige Reichard hat das Lied gemeinsam mit der Band „SaxoBeat“ und einem Chor eingespielt. Die Klänge sind den Angaben zufolge im Internetportal des Erzbistums Freiburg zu hören, dort stehen auch die Noten zum freien Download bereit[…]

Studie Aargau: Frauen glauben eher an ein Leben nach dem Tod
[…]47 Prozent glauben im Aargau, dass es ein Leben nach dem Tod gibt. 43 Prozent glauben das nicht, 10 Prozent wissen es nicht. Interessanterweise glaubt eine Mehrheit der Frauen (57 Prozent), aber nur 38 Prozent der Männer, dass nach dem Tod noch etwas kommt. Erstaunlicherweise unterscheiden sich die Antworten der 15- bis 34-Jährigen, 35- bis 54-Jährigen und über 55-Jährigen nur marginal. Die Umfrage zeigt zudem deutlich: je höher die Bildung, desto kleiner der Glaube an ein Leben nach dem Tod[…]