Schlaue Jungs auf der Suche nach der Weltformel


Wichtige Informationen versprechen sich die Physiker von den Experimenten mit dem Protonenbeschleuniger LHC am Forschungszentrum Cern bei Genf. (© AFP)

Während die Kosmologen auf den Spuren der großen Strukturen des Universums sind, suchen die Quantenphysiker nach den kleinsten Bausteinen. Und es will einfach nicht gelingen, die mathematische Beschreibung des Makrokosmos mit den Formeln des Mikrokosmos zu vereinigen.

Von Patrick Illinger sueddeutsche.de

Die Zugehörigkeit zu ihrem Orden dokumentieren Jesuiten, indem sie ihrem Namen das Kürzel SJ hinzufügen. Eigentlich bedeutet es „Societas Jesu“, innerhalb der Kirche wird es jedoch mitunter scherzhaft – aber durchaus respektvoll – mit „Schlaue Jungs“ übersetzt. Schließlich gelten die Jesuiten als kluge Cheftheoretiker des Katholizismus.

Eine ähnliche Gemeinschaft schlauer Jungs gibt es auch unter Physikern. Das sind nicht jene, die mit Detektoren oder Messgeräten hantieren, sondern die Theoretiker, die mit mathematisch eleganter Formelsprache versuchen, die Zusammenhänge alles Seienden zu erklären.

Doch sind die Physiker seit rund einhundert Jahren in zwei Fraktionen gespalten. Da gibt es zum einen die Kosmologen auf den Spuren der großen Strukturen des Universums. Die anderen sind die Quantenphysiker, auf der Suche nach dem Fundament des Ganzen, also den kleinsten Bausteinen und dem Mörtel.

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