Neuigkeiten aus dem religiösen Paralleluniversum


Quelle: bruedergemeinde.de

Irlands Ministerpräsident Enda Kenny greift durch, klasse
[…]Irland will offensichtlich das Beichtgeheimnis abschaffen. Irlands Ministerpräsident Enda Kenny kündigte ein Gesetz an, das das Zurückhalten von Beweisen über Kindesmissbrauch strafbar macht und solle selbst für Informationen gelten, welche ein Priester während der Beichte erfährt. Dies berichtete der „Standart“. Die Ankündigung erfolgte nach der Veröffentlichung eines Untersuchungsberichts über die Vertuschung von Kindesmissbrauch durch katholische Priester. Enda Kenny erklärte, dass es „absolut schändlich“ sei, dass der Vatikan sein Kirchenrecht über das irische Strafrecht stelle. Das Irland des 21. Jahrhunderts werde sich nicht länger katholischer Macht fügen. Auch der Justizminister Alan Shatter äußerte, dass kein ausländischer Staat irgendeiner Organsiation Vorgaben machen sollte, wenn es um den Schutz von Kindern gehe, dies gelte vor allem für die katholische Kirche. Die irische Regierung hatte gestern (Donnerstag) den vatikanischen Botschafter einbestellt, damit er Stellung nehme zu dem Vorwurf, dass 1997 der Vatikan irischen Bischöfen davon abgeraten habe, pädophile Priester der Polizei zu melden.[…]

Was für ein halbgebildeter Idiot …
[…]PID: St. Pöltener Bischofsvikar Helmut Prader: „Eltern von behinderten Kindern werden künftig gesellschaftlich in Rechtfertigungsnot geraten, warum sie ihr Kind nicht rechtzeitig töten lassen haben“ … Das Ergebnis der Untersuchung führt dazu, dass ein für gesund befundenes Kind in die Gebärmutter eingepflanzt wird. Andernfalls wird der Mensch „verworfen“. das heißt er wird getötet. Eine Heilung gibt es nicht. Hierbei handelt es sich um eine Selektion. Man darf durchaus von Eugenik sprechen. Auf diese Weise soll verhindert werden, dass Kinder mit Behinderungen geboren werden. Was aber gilt als Behinderung? Was ist „normal“? Eine Beeinträchtigung der Augen, etwa Weit- oder Kurzsichtigkeit, ist eine „Sehbehinderung“. Welcher Mensch hat das Lebensrecht und wer entscheidet darüber? … Das Recht auf Leben steht dem Menschen nicht mehr als natürliches Menschenrecht zu, sondern es wird jemandem aufgrund bestimmter gesundheitlicher Qualitätsstandards zugesprochen. Erfüllt ein Kind die vorgegebenen Kriterien nicht, darf es „verworfen“ werden. Insbesondere Eltern von behinderten Kindern werden künftig gesellschaftlich in Rechtfertigungsnot geraten, warum sie ihr Kind nicht rechtzeitig töten lassen haben[…]

Magdeburger Bistumsleitung verzockt 45 Millionen Euro
[…]Das Bistum Magdeburg hat nach Informationen der Tageszeitung «Die Welt» Millionenverluste durch Unternehmensbeteiligungen und Finanzmarktgeschäfte erlitten. Wie die Zeitung in ihrer Freitagsausgabe berichtet, kosten die wirtschaftlichen Aktivitäten die Katholiken der Diözese nach derzeitigem Stand seit dem Jahr 2004 mindestens 45 Millionen Euro. Für die finanziellen Einbußen habe die Bistumsleitung bislang allein ihre Tochtergesellschaft Gero AG und deren früheres Management verantwortlich gemacht. Tatsächlich seien jedoch die geistlichen Würdenträger an den verlustträchtigen Geschäften maßgeblich beteiligt gewesen. So resultieren nach Recherchen der «Welt» allein 15 Millionen Euro an Verlusten aus einer Beteiligung an der gescheiterten Biotech-Firma Meltec in Magdeburg. Dieses Engagement sei entgegen früheren Darstellungen von Kirchenseite nicht die Gero AG eingegangen. Vielmehr habe im Jahr 2000 das Bistum selbst investiert. Erst 2004 seien die Anteile an die Gero übertragen worden. Das gehe aus Aufsichtsratsprotokollen hervor, die der Zeitung nach eigenen Angaben vorliegen. Die Gero habe in den Jahren 2007 bis 2009 Verluste von insgesamt rund 26 Millionen Euro erwirtschaftet. Hauptursache seien Beteiligungen und Finanzmarktgeschäfte gewesen, die Magdeburger Kirchenkreisen zufolge zumindest zu einem maßgeblichen Teil ebenfalls auf Initiative des Bistums zurückgingen. Außerdem hätten Vertreter des Ordinariats den Investitionen im Aufsichtsrat zugestimmt.Der Generalvikar und Stellvertreter des Magdeburger Bischofs, Raimund Sternal, räume eine Mitverantwortung der Kirchenvertreter für die Verluste ein. «Selbstverständlich haben auch die Bistumsvertreter eine Verantwortung, auch ich persönlich», sagte er der «Welt»: «Aber in besonderer Weise der Vorstand und die Geschäftsführung.» Damit sind laut «Welt» der frühere Alleinvorstand der Gero, Norbert Diehl, und der Geschäftsführer der Beteiligungstochter BTV, Dirk Nowak, gemeint. Beide hätten sich zu den Vorwürfen nicht äußern wollen. Sie hätten auf ihre Verschwiegenheitsverpflichtungen sowie laufende Schadenersatzklagen verwiesen.[…]

Ein Wissenschaftler, der seit Jahren für die katholische Kirche arbeitet, soll die Täter des Missbrauchs analysieren, na klar
[…]Das zweite Projekt befasst sich mit den Tätern. Der Direktor des Instituts für Forensische Psychiatrie der Universität Essen-Duisburg, Norbert Leygraf, soll hierzu zusammen mit anderen Experten die psychiatrischen Gutachten von rund 50 Tätern analysieren, die wegen sexuellen Übergriffen vor Gericht standen. Hieraus sollen die Forscher Präventionsmöglichkeiten für die Zukunft ableiten. So viel zur Theorie. Kritik: Zu sehr an Einzelschicksalen orientiert
Doch die Kritik ließ nicht lange auf sich warten. „Es muss auch um die tieferen Zusammenhänge von Macht, Sexualität und Missbrauch in der Kirche gehen“, sagte Christian Weisner, Sprecher der Reformbewegung „Wir sind Kirche“, der taz. Es sei ein komplexes System, das zu sexualisierter Gewalt und der oft jahrzehntelangen systematischen Vertuschung führe. Die Betrachtung der strukturellen Ursachen sieht Weisner durch die beiden Forschungsaufträge jedoch nicht ausreichend berücksichtigt. „Die Wissenschaftler sind honorige Experten, keine Frage“, so der Initiator der Kirchenvolksbewegung. Doch sei der Ansatz zu kriminalistisch, zu technokratisch, zu sehr an den einzelnen Fällen orientiert, um der wahren Problemlage gerecht zu werden … Die Bischofskonferenz rühmt sich derweil mit der Unabhängigkeit der beauftragten Forscher. Doch Norbert Leygraf arbeitet bereits seit 2004 als Wissenschaftler für die Katholische Kirche. Nicht unbedingt ein Zeichen der Transparenz, wie Weisner findet. „In Irland etwa ist der Forschungsauftrag von der Regierung gekommen, das wäre wirkliche Unabhängigkeit“, sagt Christian Weisner[…]

Kondomwerbung auf dem Madrider Weltjugendtag verboten, neben Aids gibt es jetzt auch noch einen resistenten Tripper-Virus, da kommt Freude auf, denn mindestens 440.000 Kids werden dort sein
[…]Die pseudo-katholische Organisation „Catholics for Choice“ darf im Madrider Verkehrssystem während des Weltjugendtags 2011 keine Werbung für Kondome machen. Die zuständige Madrider Werbeagentur Publimedia hat den Werbeauftrag abgelehnt. „Catholics for Choice“ nennt dies „Zensur“. Die Organisation hatte schon bei den Weltjugendtagen in Köln und in Toronto ihre von der katholischen Lehre abweichende Meinung verbreitet und unter den jungen Pilgern Kondome ausgeteilt. Dies berichtete Lifesitenews. Die katholische Bischofskonferenz der USA hatte schon vor längerem bekanntgegeben, dass diese abtreibungsbefürwortende Organsition nicht „für die katholische Kirche“ spricht. Der Vorsitzende der „Catholics for Choice“, Jon O´Brien, behauptete in einer Pressemeldung, „es scheint Druck ausgeübt worden zu sein“, um diese Werbungen zu verhindern. Egal ob „dieser Druck von der kirchlichen Hierarchy, von konservativen Politikern oder von anderen Kräften“ komme, es handle sich um „haarsträubenden Übergriff auf das Recht auf freie Rede“, so O´Brien … Die Organsisation „Catholics for Choice“ wurde 1973 gegründet. Nach eigenen Angaben verstehen sie sich als „eine Stimme für Katholiken, welche glauben, dass die katholische Tradition das moralische und legale Recht einer Frau unterstützt, in den Angelegenheiten von Sexualität und Fruchtbarkeit ihrem eigenen Gewissen zu folgen.“ Die Organisation mit Sitz in Washington DC arbeitet bei UN-Konferenzen mit und hat Kontakt zum Europäischen Parlament.[…]

Nichts ist wichtiger als Volksverdummung …
[…]Die Evangelische Kirche von Westfalen unterstützt in Weißrussland eine Initiative für die Einführung eines schulischen Religionsunterrichts. Auf Einladung der weißrussisch-orthodoxen Kirche nahmen unter anderem der Ökumenedezernent der westfälischen Kirche, Ulrich Möller, und Landesschulpfarrer Wolfram von Moritz an einer dreitägigen Fachtagung in Belarus teil, bei der auch die staatlichen Schulverwaltungen vertreten waren, wie die westfälische Kirche am Donnerstag mitteilte. In dem osteuropäischen Land gibt es eine öffentliche Diskussion über die Einführung von orthodoxem Religionsunterricht als ordentliches Lehrfach. „Gerade in der angespannten Lage in Weißrussland war es uns wichtig, die Kommunikation mit dem ökumenischen Partner nicht abreißen zu lassen“, sagte Ökumenedezernent Möller am Donnerstag mit Blick auf die jahrzehntelange Partnerschaft der westfälischen Kirche mit der orthodoxen Kirche in Weißrussland. Bei der Tagung sei auch das Schulmodell in Deutschland und das Verhältnis von Staat und Kirche bei der Verantwortung für den Religionsunterricht erörtert worden, hieß es. „Mit dem fachlichen Austausch über den Religionsunterricht hoffen wir, einen Beitrag zur Stärkung der zivilgesellschaftlichen Kräfte zu leisten“, betonte Schulpfarrer von Moritz. Die religiöse Bildung an deutschen Schulen solle Jugendliche darauf vorbereiten, das Grundrecht auf freie Religionsausübung verantwortlich wahrzunehmen. Der Religionsunterricht schärfe das Gewissen und helfe, einen eigenen Standpunkt zu finden und zu begründen.[…]

Filesharing als Religion gescheitert
[…]Filesharer in Schweden sind auch im zweiten Versuchen gescheitert, ihr Tun als Religion anerkennen zu lassen. Hintergrund war der Grundsatz, dass, wer seine Religion ausübt deshalb nicht verfolgt werden darf. Die schwedische Regierung lehnte mit Hinweis auf fehlende Formalismen die Anerkennung der „Kirche des Kopierens“ als Religion ab. Filesharing als Lebensstil und politisches Statement ist in der Szene weit verbreitet. Filesharer in Schweden hatten die Idee, eine Anerkennung als Religion könne anhand des Prinzips der Religionsfreiheit ihr strafbewehrtes Handeln legalisieren. Der oberste Glaubensgrundsatz der Gemeinschaft lautet: „Niemand kann Informationen besitzen. Niemals. Nirgends.“ In einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung hat Gründer und Philosophiestudent Isak Gerson sein Gedankengebäude erläutert. Rund tausend Mitglieder der, aus dem schwedischen übersetzt, Kirche des Kopierens lautenden Namens der Glaubensgemeinschaft stellten im April Antrag auf Anerkennung als Religion bei der schwedischen Regierung. Dieser Antrag wurde abgelehnt mit der Begründung, eine Religion beinhalte zwingend formalisierte Handlungen wie Gebete oder Meditationen. Hier besserten die „Missionerande Kopimistsamfundet“ für ihren zweiten Antrag nach. Nun wurde auch dieser offiziell abgelehnt, ohne dass bisher eine Begründung vorliegt. Aufgeben will die „Missionary Church of Kopimism“ ihr Bestreben jedoch deswegen noch lange nicht.[…]

Rheinland-Pfalz will Sonntagsflohmärkte wieder zulassen, natürlich gegen die Kirchen
[…]In Rheinland-Pfalz sollen Flohmärkte an Sonntagen künftig in begrenztem Umfang wieder erlaubt werden. Das Wirtschaftsministerium arbeite zurzeit an einem neuen Landesgesetz über Messen und Märkte, heißt es in einer am Montag verbreiteten Presseerklärung. Ministerin Eveline Lemke (Grüne) bestätigte damit einen Pressebericht aus der vergangenen Woche. Für Flohmärkte werde eine Lösung angestrebt, die einerseits das Freizeitverhalten der Bevölkerung berücksichtige, andererseits aber den verfassungsrechtlich gebotenen Schutz des Sonntags beachte. Der in Arbeit befindliche Gesetzentwurf soll nach Aussage Lemkes bestehende Rechtsunsicherheiten beseitigen. Rheinland-pfälzische Gerichte hatten in der Vergangenheit in zwei Fällen Klagen von Flohmarktveranstaltern abgewiesen, denen die Genehmigung für einen Sonntagsflohmarkt verweigert worden war. Die bisherige SPD-Alleinregierung im Land hatte keinen Anlass gesehen, die Bestimmungen zu ändern. Noch Ende 2010 hatten die Spitzenvertreter der evangelischen Kirchen in Rheinland-Pfalz das Land für seine konsequente Haltung beim Sonntagsschutz ausdrücklich gelobt. Die rechtliche Notwendigkeit eines neuen Gesetzes sei nicht erkennbar, sagte Wolfgang Schumacher, Sprecher der pfälzischen Landeskirche dem epd. „Niemand hat etwas dagegen einzuwenden, wenn die Mitglieder eines Heimatvereins am Sonntag bei einem Sommerfest alte Spielsachen verkaufen“, erklärte er. Die Kirche bleibe aber nach wie vor bei ihrer grundsätzlichen Ablehnung gewerblicher Flohmärkte an Sonn- und Feiertagen. Diese könnten genauso gut an Samstagen stattfinden.[…]

2 Comments

  1. @Chris
    ich habe das aus Kath.net nur kopiert. Wenn es ein Fehler war, kommt er von dort. Die haben das nachträglich verbessert.

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  2. Die Organsisation „Catholics for Faith“[etwa: Katholiken für Entscheidungsfreiheit]
    Wurde das von Hand abgetippt? Weiter oben hießen die noch „Catholics for Choice“, genau wie im Original-Artikel, oder wurde das dort nachträglich korrigiert?

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