Gott zockt nicht


Das Bistum Magdeburg wollte seine Kassen aufbessern. Das ging gründlich schief. Ein Lehrstück darüber, wie die Kirchenmänner sich selbst im Weg standen

Von Sebastian Jost und Lucas WiegelmannWELT ONLINE

Die katholische Kirche witterte das große Geld und gründete eine Beteiligungsfirma. Viele der Investments floppten allerdings.

Schuld an der Misere sollen die ehemaligen Chefs sein. Dabei waren die geistlichen Würdenträger maßgeblich an den Geschäften beteiligt

Wenn man nach der Bibel geht, könnte man das Bistum Magdeburg vorbildlich nennen. „Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher in das Reich Gottes gelangt“, heißt es im Markus-Evangelium. Dass die Magdeburger Kirchenmänner zu reich fürs Seelenheil wären, wird ihnen niemand vorwerfen. Im Gegenteil: In den vergangenen Jahren haben die Lenker des Bistums durch fatale Geschäfte ihre Chancen auf das Himmelreich nachhaltig verbessert. Aber da die Bibel ja selten wörtlich ausgelegt wird, auch nicht in der Kirche, mag sich derzeit niemand so richtig darüber freuen. Die Würdenträger nicht. Und die Gläubigen, deren Geld verspielt wurde, erst recht nicht.

weiterlesen

2 Comments

  1. „Der Herr hat’s gegeben, der Herr hat’s genommen !“ In diesem Falle ist es mir ein Herzensanliegen, den Spekulationsgewinnern von ganzem Herzen zu gratulieren.

    Gefällt mir

Kommentare sind geschlossen.