Neuigkeiten aus dem religiösen Paralleluniversum


 

Quelle: bruedergemeinde.de

Pfarrer gesteht mehr Missbräuche von Jungen
[…]Der neue Missbrauchsfall in der katholischen Kirche ist gravierender als anfangs angenommen. Ein am Samstag unter dem Vorwurf des Missbrauchs eines Jungen verhafteter Pfarrer (46) aus Salzgitter hat den Missbrauch zweier weiterer Jungen zugegeben. Zunächst war das Geständnis des 46-Jährigen zu dem 2004 begonnenen Missbrauch an einem damals Zehnjährigen bekanntgeworden. Der Staatsanwaltschaft teilte er weitere Namen mit; zwei Jungen bestätigten daraufhin die Angaben des Priesters, wonach er sich an ihnen seit 2004 und 2007 jeweils etwa zwei Jahre lang vergangen hatte. An einem von ihnen zuletzt im Juni. Die Polizei in Braunschweig sprach von einer „Vielzahl regelmäßiger Fälle“. Das Bistum Hildesheim beurlaubte den Pfarrer vorläufig von seinen Ämtern. Ob der 46-Jährige für immer aus dem Priesteramt entfernt wird, müssten kirchenrechtliche Ermittlungen ergeben, sagte Weihbischof Heinz-Günter Bongartz[…]

Irische Orden verweigern geregelte Beteiligung an der Entschädigung der Missbrauchsopfer
[…]Dublin (kath.net/KAP) Gleich an mehreren Fronten muss die irische Kirche sich derzeit im „Troubleshooting“ in Folge des Missbrauchsskandals üben. Dabei verschärft sich aber auch die Auseinandersetzung zwischen Regierung und Orden. So berichtet die Tageszeitung „Irish Times“ am Montag, dass einige der Orden, die sich an der Abfindung von Opfern sexuellen Missbrauchs beteiligen, ein geplantes Treffen mit Bildungsminister Ruairi Quinn am Freitag boykottieren wollen. Quinn hatte in den vergangenen Tagen gefordert, die Orden müssten sich zur Hälfte an den Entschädigungs- und Gerichtskosten von 1,36 Milliarden Euro beteiligen. Dagegen machen die Orden laut dem Zeitungsbericht nun geltend, eine entsprechende Vereinbarung sei nie getroffen worden. Entgegen den Worten des Ministers sei davon auch im Untersuchungsbericht der Ryan-Kommission von 2009 keine Rede. Die „Irish Times“ zitiert einen unbenannten Ordensmann, der Quinn vorwirft, die Bedürfnisse der Opfer aus den Augen verloren zu haben und eine ideologische Position einzunehmen: „Er weiß ganz genau, dass wir nicht in der Lage sind, die Hälfte der Entschädigungssumme zu bezahlen.“ Für das Treffen am Freitag gebe es nicht einmal eine Tagesordnung. „Man kann uns nicht einfach so einberufen und auf diese Art und Weise belehren“, so die Quelle. Weiter sagte er laut der Zeitung, die Orden hätten einer gleichwertigen Beteiligung an den Kosten nie zugestimmt und seien nicht zu Nachverhandlungen bereit. „Wir haben lediglich einer freiwilligen Beteiligung zugestimmt, und uns wurde gesagt, dass wir so viel wie irgend möglich beisteuern sollen. Nun heißt es, das sei nicht genug.“ Die Ordensgemeinschaften wollten zudem sicherstellen, dass das Geld auch wirklich direkt an die Opfer ausgezahlt werde und nicht an den Staat[…]

Wunder am laufenden Band
[…]Das für die Heiligsprechung notwendige zweite Wunder der seligen Franziskanerin Marianne Cope wurde von der Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungsprozesse anerkannt. Eine Gruppe von Medizinern hatte im Auftrag der vatikanischen Kongregation die Heilung einer Frau untersucht, und hatte festgestellt, dass es keine medizinische Erklärung für diese Heilung gibt. Die Geheilte lag mit Lepra im Sterben und wurde auf unerklärliche Weise wieder gesund. Dies berichtete „Rome Reports“. Die Heilung wird nun weiter überprüft, möglicherweise folgt der Seligsprechung (durch Papst Benedikt persönlich im Jahr 2005) nun bald die Heiligsprechung[…]

Kotz …
[…]Graz (KAP) Als „große Kraftwerke“, von denen jungen Menschen viel Lebens- und Glaubensenergie zuteil werden, hat der Grazer Diözesanbischof Egon Kapellari die Weltjugendtage bezeichnet. Von ihnen gehe Energie aus, die vor allem der Jugend helfe, „wirklich lebendige Menschen und Christen zu sein und zu bleiben“ … Kirche dürfe sich nicht damit abfinden, dass manch ein junger Mensch in Europa nur eine schwache Beziehung zu Gott habe. Deshalb habe Papst Johannes Paul II. auch die Weltjugendtage eingeführt, erinnerte der Grazer Bischof. „Kirche ist ein Haus für alle Lebensalter“, so Kapellari. Sie dürfe niemanden auf Kosten anderer massiv bevorzugen. In jungen Menschen aber sehe sie „grundsätzlich so etwas wie eine Ikone Jesu Christi“. Die Kirche dürfe sich jungen Menschen nicht „anbiedern“ und keinen Kult mit der Jugend betreiben. „Aber die Kirche weiß, dass jeder junge Mensch, jedes Kind eine Hoffnung ist, die Gott ihr und der ganzen Gesellschaft anvertraut hat“, so Kapellari.[…]

Ratzes Sorgenkind China
[…]Peking/Vatikanstadt – Der Vatikan hat ein weiteres Mal einen Bischof exkommuniziert, der von den chinesischen Behörden ohne Zustimmung des Papstes geweiht worden war. Die Beziehungen zwischen der römisch-katholischen Kirche und China haben sich damit weiter verschlechtert … Es ist dies bereits der dritte Fall einer Bischofsweihe ohne päpstliche Zustimmung durch die chinesischen Behörden in den vergangenen Wochen. Der Vatikan vertritt die Meinung, dass ausschließlich der Papst über die Weihe von Bischöfen entscheiden darf, China sieht dies als ausländische Einmischung und besteht darauf, das letzte Wort in Weiheentscheidungen zu treffen. Zwischen acht und zwölf Millionen Katholiken sollen in China leben. Die katholische Kirche ist offiziell verboten, nur die staatliche KPV wird anerkannt. Der Vatikan wiederum erkennt manche, aber nicht alle Bischöfe der KPV an.[…]

Ökumenische Träume …
[…]Der bayerische evangelische Landesbischof Johannes Friedrich wünscht sich von der katholischen Kirche eine «kritisch-konstruktive Würdigung» des Reformators Martin Luther (1483-1546). Katholische wie evangelische Christen litten darunter, dass die «Einheit der Kirche zerbrochen» sei, sagte Friedrich dem «Münchner Merkur» (Dienstagsausgabe). Er hoffe, das die Ökumene bis zum Lutherjubiläum 2017 einen «wesentlichen Schritt» vorankomme und sich der Papst bei seinem Deutschlandbesuch im September zur Reformation äußere. Ökumene bedeute, zu akzeptieren, dass der Andere anders sei als man selbst: «Ich will den Papst ja nicht evangelisch machen», sagte Friedrich. Die evangelisch-lutherische Kirche sei nicht so Kirche, wie es sich die römisch-katholische Kirche vorstelle. Sie brauche die Anerkennung aus Rom nicht. «Mir reicht es, dass ich weiß, dass wir Kirche sind. Wenn es der Papst nicht weiß, ist mir das eigentlich egal», sagte Friedrich, der auch Leitender Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands ist.[…]

Pius-Faschisten unerwünscht
[…]Altötting (kath.net) Rund 200 Pilger der Piusbruderschaft wollten nach 3 Tagen Fußwallfahrt in der Gnadenkapelle von Altötting eine Andacht halten. Doch an der Kapellentür wurden sie von Prälat Ludwig Limbrunner informiert, dass sie nur zu stillem Gebet in die Gnadenkapelle dürften und außerdem ihre Fahnen draußen bleiben müssten. Daraufhin hielten die Pius-Pilger ihre Andacht, trotz strömendem Regen, auf dem Vorplatz der Gnadenkapelle ab. Kurzfristig habe es deshalb tumultartige Szenen vor der Gnadenkapelle gegeben. Dies berichtete die Passauer Neue Presse.[…]

Wie man mit B16-RatzeBene gutes Geld verdient
[…]Schon Wochen bevor der Papst seine Deutschlandtournee beginnt, sind viele Auftritte so gut wie ausverkauft. Für den Domplatz in Erfurt ist keine Karte mehr erhältlich, auf dem Schwarzmarkt bezahlt man zwischen 200 und 500 Euro für einen Stehplatz. Der Besuch des Oberhaupts der katholischen Kirche hat zu beinahe hysterischen Reaktionen geführt. Allerdings sind viele Fans auch einfach schlecht über das aktuelle Programm des Papstes informiert. Benedikt XVI. plant nach Informationen des Vatikans keineswegs, Wasser in Wein umzuwandeln. Er hat auch nicht vor, in Freiburg gegen den Teufel oder den Dalai Lama zu kämpfen. Plakate mit der Aufschrift „Hier boxt der Papst“ sind eindeutig Fälschungen. Wer dafür 2500 Euro bezahlt hat, wird das Geld kaum wiedersehen[…]