Ohne Glauben und gottgewollte staatliche Gesetze, gibt es keine Demokratie!


Quelle: i43.tower.com

Der Raum der Neuevangelisierung: Die katholische Aufklärung
Vernunft, Glauben und Säkularismus. Wege in die Zukunft, die allein die Kirche eröffnen kann

Von Armin Schwibach Kath.net

Rom (kath.net/as) Keinem Zeitalter wie dem heutigen ist es gelungen, sein Wissen um den Menschen und um seine Angelegenheiten derart schnell und leicht zu präsentieren. Dies geht in eins mit der Tatsache, dass kein Zeitalter wie das heutige so wenig weiß, was der Mensch ist. So diagnostizierte bereits der Philosoph Martin Heidegger im Jahr 1929. Der Mensch ist die stille und zunehmend lauter werdende Frage, der auf der einen Seite nicht auszuweichen ist, der auf der anderen Seite eine eindeutige Antwort verweigert wird. Das Schwierige der Frage verleitet zur Zerstreuung in der einfachen Hinnahme von dem, was die so genannte Kultur und der jeweilige Zeitgeist vorschlagen. Verschiedene Fässer werden aufgemacht, deren Inhalte ohne Ordnung verrinnen. Das Verrinnen als solches wird schon zu einem Ziel, zu einem Sinn ohne Sinn, die es sich lohnt zu diskutieren. Nur die Bedingung der Unbedingtheit scheint Thema zu sein.

Wissen wäre angesagt, aber das Handeln um des Handelns willen dominiert. Es herrschen die Hingabe an die Langeweile, der Konsumismus im Vorhandenen. Der Geist schweift im Labyrinth des Universums. Das Labyrinth wird Selbstzweck. Gleichzeitig ist die moderne Welt unfähig geworden, die Frage des Apostels Thomas zu stellen: „Herr, wir wissen nicht wohin du gehst. Wie sollen wir dann den Weg kennen?“ (Joh14, 5) Um gar davon zu schweigen, was die Antwort des Herrn ist: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben“ (Joh14, 6). Diese kann er, wie schon der heilige Augustinus lehrt, nur dann verstehen, wenn die Antwort, die Christus ist, schon in ihm ist. Wenn dieses Innerste der eigenen Innerlichkeit verschüttet ist, kann sich der Mensch nur Fragmenten ergeben und muss sich auf relatives Rätsellösen beschränken. Die Modernität ist das Problem. Die Modernität quält sich mit sich selbst. Sie sucht sich zu definieren, ihre Herkunft zu erforschen, ihre Zukunft auszumachen, sollte sie denn eine haben. Wie ist die säkulare Modernität in diese Falle der Einsamkeit geraten?

Die Philosophie unserer Zeit hat versucht, die Unmöglichkeit jeder absoluten Wahrheit, jedes Gottes, jeder Grundlegung zu zeigen, die sich dem zeitlichen Werden und Geschehen entzieht. Dieser Relativismus auf die eigene zeitliche Situation ist Grund des Säkularismus, der zum geschichtlichen Wesen der Geschichte der abendländischen Kultur erklärt wurde. Der Säkularismus ist, wie Papst Benedikt XVI. immer wieder warnt, die große Herausforderung unserer Zeit. Säkularismus bedeutet für den Papst: „eine Lebensart und Weise, die Welt zu präsentieren ‚si Deus non daretur’, als ob Gott nicht existierte.“ Die Transzendenz, Gott und das religiöse Streben werden in die Privatsphäre der Gefühle verbannt und nicht als objektive Wirklichkeit erfahren, akzeptiert und gelebt. Wissenschaft und Technik übernehmen die äußere Macht und lassen das Individuum in seinem Innern allein. Verschiedene Lebensentwürfe stehen einander unvermittelt gegenüber und schaffen eine Gesellschaft der Oppositionen, die sich am Ende als nicht lebbar erweist.

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3 Comments

  1. Was „gottgewollt“ ist oder nicht, wurde doch schon immer ausschließlich von Menschen definiert, wozu also gottes Existzenz als „objektive Wahrheit“ angenommen werden muss, leuchet mir nun gar nicht ein … ausser natürlich, dass sich die Pfaffen und Popen damit ihre authoritäre Sonderstellung sichern wollen. Wo war der christliche Gott als die ollen Griechen anfingen, Demokratie zu definieren? Ich kann einfach nicht verstehen, dass es Leute gibt, die diesem ganzen Schwachsinn zustimmen.

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  2. Die Vertreter einer absolutistischen Monarchie geben vor zu wissen, was Demokratie unter einer christlichen Vorherrschaft bedeutet. Es bedeutet Diskriminierung Anders,- und Nichtgläubiger, von Frauen, massive Eingriffe in die Meinungs,- und Pressefreiheit und eine Anpassung der Grundrechte an den christlichen Glauben. Wenn all dies berücktsichtig würde, dann hätte wie einen christlichen Gottesstaat, mit den selben sozialen und wirtschaftlichen Problemen wie der Iran. Die Bürger dieses Staat gehen immer mehr auf Distanz zur Religion und dies würde auch in einem christlichen Gottesstaat geschehen.

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