Neuigkeiten aus dem religiösen Paralleluniversum


 

Quelle: bruedergemeinde.de

Religionslehrer quält Schüler – Diözese findet nichts dabei
[…]Der Religionslehrer Branko Kornfeind hat einen Volksschüler gezwungen, mit seinem Mund Schuhe aus dem Mistkübel zu holen. Ein einmaliger Ausrutscher, sagt sein Dienstherr, die Diözese Eisenstadt zu dieser menschenunwürdigen Erniedrigung. Und weigert sich, den Religionslehrer zu kündigen. Der Landesschulrat kann den Lehrer nicht kündigen, da Religionslehrer aufgrund des Konkordates einer eigenen Gesetzgebung unterliegen. Die ausgesprochene Suspendierung wird gerade vor dem Arbeitsgericht bekämpft. „Was muss ein Religionslehrer eigentlich anstellen, um entlassen zu werden?“, fragt Niko Alm, Mit-Initiator des Volksbegehrens gegen Kirchen-Privilegien. „Deutlicher kann man die absurden Folgen der
Kirchenprivilegien nicht aufzeigen.“ Der Staat zahlt, die Kirche schafft an … Der Fall ist auch bezeichnend für das weltfremde pädagogische Verständnis der
katholischen Kirche: „In der Steiermark durfte eine Religionslehrerin drei Jahre lang nicht unterrichten, weil sie sich scheiden ließ. Das ist leider gesetzlich gedeckt – die Entscheidung liegt alleine bei der Kirche. Und im Burgenland quält ein Religionslehrer Schüler. Was macht die Kirche? Nichts. Also: Kinder quälen ist OK, aber wehe, es lässt sich wer scheiden. Das ist ein weiterer Grund, die
Kirchenprivilegien in der Schule zu beenden.“[…]

Die leidige Sexualmoral der Katholiban …
[…]Ein erneuter Missbrauchsfall trifft die katholische Kirche. Dabei sollen strengere Regeln so etwas seit kurzem verhindern helfen. Die kirchliche Basis fordert, dass auch die katholische Sexualmoral auf den Prüfstand kommt … „Der aktuelle Fall zeigt, dass sexuelle Gewalt trotz der Leitlinien nach wie vor vorkommt“, sagt Weisner. Etliche der Täter seien selber Opfer der katholischen Sexualmoral und setzen sich nicht mit dem Thema Sexualität auseinander. „Man denkt, mit der Zölibatsverpflichtung bekomme ich das in den Griff.“ Tatsächlich müsse die katholische Kirche noch ganz viel aufarbeiten. „Die ganze Kirche muss jetzt so etwas wie eine Psychoanalyse machen, das wird ein langer schmerzhafter Prozess.“ „Wo Kinder sind, wird es auch in Zukunft Missbrauch geben, nicht nur in der Kirche, aber leider auch in der Kirche“, erklärte der Hildesheimer Weihbischof Heinz-Günter Bongartz. Weisner reicht diese Feststellung nicht aus: „Das Bistum muss sich fragen lassen, ob die Kirche nach den Leitlinien von 2002 ausreichend gehandelt hat“, sagt er. „Es gibt Misstrauen, aber Seelsorge lebt auch von Nähe“, hatte Bongartz gesagt. Da der Vorwurf des Missbrauchs nicht konkret im Raum gestanden habe, habe es keine Gründe gegeben, den nun verhafteten Priester in seiner Arbeit einzuschränken. Die Beamten nahmen ihn nun kurz vor dem Aufbruch zu einer Jugendfreizeit in Taizé (Frankreich)[…]

Was Pfeiffer schon wieder wissen will
[…]Der Fall des wegen sexuellen Missbrauchs verhafteten Priesters aus Salzgitter ist nach Ansicht des Kriminologen Professor Christian Pfeiffer möglicherweise untypisch. Es könne sich hier um einen Mann mit echten pädophilen Neigungen handeln, sagte der Leiter des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen am Dienstag im epd-Gespräch. Forschungsergebnisse aus den USA zeigten jedoch, dass Missbrauchsfälle durch Priester zu 90 Prozent Ersatzhandlungen seien: „Weil sie an ihre eigentlichen Wunschpartner nicht herankommen können.“[…]

Unglaublich …
[…]Ein evangelischer Geistlicher hat in den 80er Jahren in Vilshofen ein damals minderjähriges Mädchen sexuell missbraucht. Der inzwischen nicht mehr in Niederbayern tätige Pfarrer ist dafür bereits 2003 disziplinarisch belangt worden. Obwohl inzwischen neue und schlimmere Vorwürfe gegen den damaligen Vilshofener Pfarrer erhoben werden, wurde das neue Disziplinarverfahren gegen den Geistlichen jetzt eingestellt. Denn die frühere, vergleichsweise milde Strafe ist bereits rechtskräftig. Gemäß dem Rechtsgrundsatz, dass niemand zweimal für die gleiche Tat bestraft werden kann, droht dem Pfarrer damit keine neue Strafe. Auch die Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen wegen Verjährung der Tat eingestellt. Als Konsequenz aus der damaligen mangelhaften Aufklärung des sexuellen Missbrauchs bittet die evangelische Landeskirche um Entschuldigung und hat eigenen Angaben nach ihre Verfahren überprüft. Rein rechtlich dürfte der Pfarrer jetzt wieder seinen Dienst aufnehmen. Eine Entscheidung darüber soll in den nächsten beiden Monaten fallen.[…]

Wen der „Scheinhelige Vater“ in Deutschland so alles trifft???
[…]Samstag, 24. September 2011: 16.50 Uhr Begegnung mit Bundeskanzler a. D. Dr. Helmut Kohl im Priesterseminar … Sonntag, 25. September 2011: 16.20 Uhr Begegnung mit den Bundesverfassungsrichtern im Priesterseminar[…]

Schon wieder Verbrecher gegen das Kirchenrecht
[…]Mit scharfer Kritik hat der Vatikan auf die Gründung der „Internationalen Organisation der Katholiken in den Medien“ (ICOM) reagiert. Der päpstliche Medienrat und der päpstliche Laienrat missbilligten die Gründung der ICOM, heißt es in einem Schreiben der Kurienbehörden, dessen Wortlaut am Dienstag in Rom bekannt wurde. Der Vatikan erkenne die Organisation nicht an. Die ICOM war im April als Nachfolgeorganisation der „Katholischen Weltunion der Presse“ (UCIP) gegründet worden, nachdem der päpstliche Laienrat dieser im März die kirchenrechtliche Anerkennung als katholische Vereinigung entzogen hatte. Er untersagte ihr, weiterhin das Wort „katholisch“ im Namen zu führen. Als Grund für diese Entscheidung nannte die Kurienbehörde damals mangelnde Transparenz und Klarheit in der Vereinsführung sowie Verstöße gegen die Statuten. Der aus Österreich stammende UCIP-Präsident Bernhard Sassmann war daraufhin von seinem Amt zurückgetreten … Das katholische Kirchenrecht sieht vor, dass jeder öffentliche kirchliche Verein auf internationaler und gesamtkirchlicher Ebene, der im Namen der Kirche tätig sein will, sich nur mit Zustimmung des Heiligen Stuhls „katholisch“ nennen darf. Die Statuten eines solchen Vereins müssen den Vorgaben des kanonischen Rechts entsprechen.[…]

Häretiker Artur Waibel, Mitarbeiter am Deutschen Liturgischen Institut
[…]Er betonte, dass er froh sei, dass das Zweite Vatikanische Konzil den Gebrauch der Volkssprache in der Liturgie zugelassen habe. Dass es immer noch Kreise gebe, die „den früheren Formen nachtrauern, ist psychologisch verständlich und – als Auslaufmodel – tolerierbar“, sagte Waibel: „Aber, wie viele können denn noch so gut Latein, dass sie die Botschaft verstehen und mit dem Herzen mitbeten können. Darauf käme es aber an!“Wichtig sei, dass die Texte, die im Gottesdienst frei formuliert werden könnten, „zielgruppengerecht“ seien. Zudem, so betonte der Theologe weiter, sollte in den Gottesdiensten eine kommunikative Atmosphäre herrschen. „Alles, was gesprochen wird, muss verständlich gesprochen werden“, sagte er. Das setze Sprecherziehung und Vortragsschulung voraus. Zudem müsse es auch bessere Texte geben.[…]

Bischöfe sollen zurücktreten, weil sie brav gemacht haben, was B16-RatzeBene angeordnet hat …
[…]Der bekannte katholische Theologe, P. Vincent Twomey, möchte, dass in Irland alle Bischöfe, die vor 2003 ernannt wurden, zurücktreten. Twomey, ein ehemaliger Schüler von Papst Benedikt XVI. und Professor am Seminar in Maynooth, verbreitete diese Ansicht am Dienstag im irischen Fernsehen. Der Pater sagte, dass er nach dem Lesen des Missbrauchsreport in der Diözese von Cloyne vor Wut koche. Um das öffentliche Vertrauen der Kirche wiederherzustellen sollten daher die meisten Bischöfe zurücktreten.[…]

Erfurt verschandelt alles mit Fahnen
[…]Noch sind über zwei Monate Zeit, bis Papst Benedikt XVI. im September das Bistum Erfurt besucht. Als sichtbares Zeichen ihrer Vorbereitung hissen die Katholiken im Bistum schon jetzt Fahnen, um auf den Besuch von Papst Benedikt XVI. auch über die Kirchtürme hinaus aufmerksam zu machen … Die Fahnen werden in den nächsten Tagen und Wochen in über 100 Kirchengemeinden und Einrichtungen des Caritasverbandes im gesamten Bistum aufgehängt. Sie haben die Maße 1×3 Meter. Die auf den Fahnen abgebildeten Motive werden auch eine zentrale Rolle bei den Gottesdiensten mit Papst Benedikt XVI. im Bistum Erfurt spielen.[…]

Immer diese Pseudo-Katholiken, tzzzz …
[…]Fast zeitgleich zur bundesweiten Eröffnung des kirchlichen Dialogprozesses in Mannheim haben auch die Katholiken im Landkreis Ludwigsburg begonnen, über den Erneuerungsbedarf in der katholischen Kirche zu beraten. Im Dekanatsrat, der die Katholiken im Kreis vertritt, sind jetzt die Ergebnisse einer Erhebung unter den Kirchengemeinderäten vorgestellt und diskutiert worden. Demnach sprechen sich 82 Prozent der Kirchengemeinderäte für die Abschaffung des Pflichtzölibats aus, 72 Prozent setzen sich dafür ein, dass auch Geschiedene, die wieder heiraten, die Sakramente gespendet bekommen, und 64 Prozent sähen es gerne, wenn Priester mehr Zeit für die Seelsorge aufwenden könnten[…]

Ungarn: Es lebe der Gottesstaat
[…]Der Präsident der Europäischen Humanistischen Föderation (EHF, David Pollock, hat an Ungarns rechtskonservativen Präsidenten Victor Orbàn in einem Protestschreiben seine Besorgnis über das neue „Gesetz zum Recht auf Freiheit des Gewissens und der Religion und der Rechtsstellung der Kirchen, Religionen und religiöse Gemeinschaften“ ausgedrückt. Es verstoße in seiner aktuellen Fassung gegen Artikel 9 der Europäischen … Die letzte Fassung des Gesetzentwurfs sieht die Neu-Registrierung von Religionsgemeinschaften als Kirchen vor. Während jedoch 14 traditionelle Kirchen, darunter u.a. die Katholische und Evangelische Kirche, einige jüdische Organisationen, zahlreiche Orthodoxe Kirchen sowie die Babtisten, ihren Religionsstatus behalten und sich nicht erneut registrieren müssen, sind hunderte Organisationen nun gezwungen, sich neu zu registrieren. Um als Religionsgemeinschaft anerkannt zu werden, müssen sie einige Bedingungen erfüllen. Beispielsweise müssten die Religionsgemeinschaften seit 20 Jahren in Ungarn aktiv sein und dürfen keine Gefahr für „Moral und menschliche Würde“ darstellen. Das zuständige Ministerium soll das künftig prüfen. EHF-Präsident Pollock verurteilte den Gesetzentwurf, da er einzelne Kirchen gegenüber allen anderen Organisationen privilegiere und ihnen einen übermäßigen Einfluss auf das öffentliche Leben und den Alltag der Menschen gebe. Im Namen der EHF fordert Pollock den ungarischen Präsidenten auf, den Beschluss des Gesetzes zu vertagen und zunächst alle Einwände zu prüfen, die gegen das Gesetz vorlägen. Es müsse sichergestellt werden, dass Ungarn seine Vertragsverpflichtungen einhalte und die Religionsfreiheit garantiere. Zuvor hatte die ungarische Bürgerrechtsorganisation Társaság a Szabadságjogokért (TASZ) auf die Missstände im aktuellen Gesetzentwurf hingewiesen. Das von der rechtskonservativen Fidesz-Partei dominierte ungarische Parlament hatte erst im April eine neue Verfassung verabschiedet, in der eine Präambel mit Gottesbezug eingefügt war. Weder in der Verfassung noch in dem nun vorliegenden Gesetz ist die negative Religionsfreiheit, also die Freiheit, nicht zu glauben, verankert.[…]

Über 1.500 ehemalige Scientology-Mitglieder outen sich auf Anonymous-Liste
[…]Will man mehr über Scientology erfahren, als deren Propagandisten zulassen, steht man schnell vor verschlossenen Türen. Nur wenige ehemalige Scientology-Mitglieder, die aus der selbst ernannten Kirche austreten, tun dies in aller Öffentlichkeit. Die meisten hüllen sich in Schweigen. Umso bemerkenswerter ist es, dass die vor zwei Jahren gestartete Anonymous-Liste inzwischen über 1.500 ehemalige Scientology-Mitglieder aufführt, die über ihre Erfahrungen berichtet und ihre Beweggründe zum Austritt dargelegt haben. Auf der Liste stehen u.a. Personen, die sich nach jahrzehntelanger Mitgliedschaft von Scientology distanziert haben. So verschieden wie die Hintergründe dieser Menschen sind, so ähnlich klingen zuweilen ihre Geschichten, die in vielen Fällen direkt verlinkt sind[…]