Neuigkeiten aus dem religiösen Paralleluniversum


 

Quelle: bruedergemeinde.de

Der absolute Wahnsinn, Ausreden über Ausreden und die Opfer sind shit egal
[…] Wie Kath.Net berichtet hat, plant Irland ein Gesetz zum Bruch des Beichtgeheimnisses. Tony Flannery, ein Sprecher einer katholischen Priestervereinigung, kündigt aber an, dass Priester sich dem Gesetz widersetzen werden. Wenn dies geltendes Recht werde, könnten in Zukunft jedem Priester, welcher in der Beichte von sexuellem Missbrauch erfährt und dies nicht an staatliche Organe weitermeldet, bis zu fünf Jahre Haft drohen. Nach Einschätzung von Flannery sei ein solches Gesetz aber von vornehrein nicht praktikabel. „Wenn jemand im Beichtstuhl beichtet, weiß der Priester normalerweise nicht, um wen es sich handelt, er ist unfähig, ihn zu sehen. Wie soll er ihn also anzeigen?“ Außerdem ist es „unwahrscheinlich“, dass Menschen, die missbrauchen, beichten gingen. „Ich kann mich nicht erinnnern, in meinen vierzig Jahren als Priester ein einziges Mal von jemandem das Bekenntnis gehört zu haben, dass er aktuell jemanden missbrauche.“[…]

Die neuen radikal-fundamentalistischen Schwestern, Hoffnungsträger für die Neuevangelisierung
[…]Die von Sr. Veronica Maria Berzosa in Lerma (Erzdiözese Burgos) gegründete Kongregation „Iesu Communio“ ist weltweit der „Boom-Orden“ schlechthin. Erst im Februar dieses Jahres wurde die Gemeinschaft „Iesu Communio“ als Institut päpstlichen Rechts errichtet. Die 200 in Jeans-Habits gekleideten Schwestern fallen durch zwei Dinge auf: ihr jugendliches Alter und ihre akademische Bildung. So finden sich unter ihnen Ärztinnen, Ingenieurinnen, Architektinnen und Dolmetscherinnen, aber auch Fotografinnen und sogar frühere Models. Die „Hermanas Iesu Communio“ wollen an die Ideale des Franz von Assisi und der Clara von Assisi anschließen. Einen derartigen Berufungs-Boom habe die spanische Kirche seit dem 16. Jahrhundert nicht mehr gesehen, als das Charisma der heiligen Teresa von Avila den Karmelitinnenklöstern zur Blüte verhalf, hieß es in den Medienkommentaren zur Ordensgründung.[…]

Schweizer Bischöfe mischen sich in politische Debatte ein
[…] Die katholische Kirche setze sich für jene ein, die keine Stimme hätten, namentlich für das ungeborene Leben, für Behinderte und Ausländer, heisst es in dem Brief. Sie engagiere sich auch für die Familie und für den nachhaltigen Umgang mit Ressourcen. Rechenschaft darüber lege sie nicht den Wählern ab, sondern dem Evangelium, heisst es in dem Hirtenbrief. Die Bischöfe verlangen aber, den Mensch in Zentrum der politischen Debatte zu stellen. Wirtschaftswachstum allein genügen nicht. Der Hirtenbrief wird normalerweise zum eidgenössischen Buss- und Bettag im September veröffentlicht. Erstmals erscheine er nun zum Nationalfeiertag im Hinblick auf die Wahlen vom Oktober, sagte Laure-Christine Grandjean, Sprecherin der Bischofskonferenz, der Nachrichtenagentur sda. Die kirchlichen Würdenträger sind damit auch gleich im digitalen Zeitalter angekommen. Auf der Website der Bischofskonferenz werden mit dem Hirtenbrief Videos in drei Landessprachen veröffentlicht. Martin Werlen, Abt von Einsiedeln (SZ), erklärt darin vor der Kulisse von Bundeshaus und Nationalbank die grossen Linien des Hirtenbriefs.[…]

Der Südsudan, das gefundene Fressen für die Katholiban
[…]„Im Südsudan ist die Kirche jetzt ganz auf Neuevangelisierung ausgerichtet. Das bedeutet: Die Christen und die Bürger überhaupt müssen nach zwanzig Jahren Krieg lernen, mit Vergebung und Versöhnung die tiefen Wunden zu schließen. Das ist genauso wichtig wie soziale, Gesundheits- und Wirtschaftsprojekte. Die sieben Bistümer im Südsudan müssen jetzt bald einen Aktionsplan, eine Strategie ausarbeiten, damit die Katholiken beim Aufbau des neuen Staates auch wirklich präsent sind.“ Anders sei die Lage im Norden, wo der Nuntius residiert: Die dortige Kirche sei zahlenmäßig geschrumpft, damit müsse sie jetzt zurechtkommen. „In den letzten Tagen haben sich die Bischöfe des Nordens in Khartum getroffen. Dabei wurde klar, dass sie jetzt auf direkteren Kontakt zu den kleinen Basisgemeinden setzen. Es geht darum, den Glauben lebendig zu halten, damit er weiter Zeugniskraft behält… in einem Umfeld, das vielleicht oder sicherlich arabischer und islamischer sein wird als zuvor.“[…]

Katholiban und PID, es nimmt kein Ende …
[…]Nachdem der Bundestag am 7.Juli die PID in bestimmten Grenzen zugelassen hat, regt nun der Augsburger Weihbischof Anton Losinger im Bayernkurier eine Klage vor dem Bundesverfassungsgericht an. „Die Entscheidung des Bundestages zur Zulassung der PID berührt die Kernfrage nach dem Wert des Lebens eines Embryos und nach seinem Schutz“, argumentiert Losinger, der Mitglied im Deutschen Ethikrat ist. Für den Bürger, aber auch für Juristen stelle sich die Frage der Vereinbarkeit des Gesetzes „mit unserer Verfassung und den Grundrechten“ … Losinger selbst könnte mit großer Wahrscheinlichkeit alleine keine zulässige Klage in Karlsruhe einreichen. „Für eine Verfassungsbeschwerde müsste er persönlich betroffen sein“, erklärt Sebastian Mielke, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Verfassungsrecht an der Universität Augsburg. Erfolgversprechender sei eine sogenannte abstrakte Normenkontrolle. Dazu müsste ein Verfassungsorgan klagen, dass das PID-Gesetz gegen das Grundgesetz verstößt. Dies könnte beispielsweise eine Landesregierung sein oder ein Drittel der Mitglieder des Bundestags, nicht aber die Kirche, die kein Verfassungsorgan ist. Letztlich gibt es die Möglichkeit, dass ein Gericht im Rahmen einer konkreten Normenkontrolle einen Fall dem Bundesverfassungsgericht vorlegt.[…]

Für die Kirchen geht alles
[…]Zurzeit sehen sich die evangelisch-reformierte und die römisch-katholische Kirche des Kantons Glarus mit einem grossen Problem konfrontiert: dem Datenschutz. «Es kann doch nicht sein, dass wir im Zeitalter von Facebook nur noch spärlich Daten über unsere Mitglieder bekommen», ärgert sich Ulrich Knoepfel, Präsident der evangelisch-reformierten Landeskirche des Kantons Glarus. Aber so ist es. Probleme seit der Fusion. Schuld daran seien die neuen Gemeinden, welche zum Teil bis heute nicht dazu bereit seien, den Kirchgemeinden die erforderlichen Schülerlisten zu liefern. Aufgrund der verschärften Weisungen der kantonalen Datenaufsichtsstelle hätten die Gemeinden reagiert, heisst es in einer Mitteilung. «Früher hat alles problemlos funktioniert, doch seit Anfang Jahr ist der Datenfluss sehr rudimentär», sagt Knoepfel. Doch nun scheint es, als ob man eine Lösung gefunden habe. Noch in diesem Monat sollen die Daten wieder zur Verfügung gestellt werden, sagt Martin Laupper, Gemeindepräsident von Glarus Nord[…]

Kirche ist kein Biertisch 😀
[…]Nach der Aufregung rund um den Münchner Stadtpfarrer Rainer Maria Schießler und seiner Biertischaktion in seiner Kirche hat es jetzt offensichtlich ein Nachspiel gegeben wie KATH.NET erfahren konnte. Die Pressestelle des Erzbistums München teilte nach einer KATH.NET-Anfrage mit, dass Schießler es zutiefst bedaure, wenn er durch diese TV-Stammtischrunde religiöse Gefühle verletzt habe. Er wolle angesichts der Reaktionen, die er nach seinen Fernsehauftritt erhalten habe, Aktionen dieser Art nicht mehr wiederholen. Laut der Pressestelle wollte Schießler die Gläubigen nicht verärgern sondern die Menschen aufrütteln, damit diese Kirche als Lebensraum begreifen. Das Erzbistum München teilte gegenüber KATH.NET weiters mit, dass der Sachverhalt vom Ordinariat eingehend untersucht wurde. Die kirchenrechtliche Prüfung haben ergeben, dass „keine Schändung des Kirchenraums“ vorliege.[…]

2 Comments

  1. Das Beichtgeheimnis ist eine der Grundsäulen des Katholizismus. Es gibt kein besseres System zur Überwachung und Beherrschung der Menschen. Da die Belohnung zur Teilnahme an dieser Kulthandlung die
    Absolution ist, wird Scheinheiligkeit geradezu produziert. Die Beichte führt ja nicht dazu, dass die gebeichteten Sünden künftig unterlassen werden, denn selbst mehrfachen Wiederholungstätern wird wieder und wieder die Absolution versprochen und auch erteilt. Diesen verschwenderischen Absolutions-Luxus erlaubt sich die kath. Kirche deshalb, weil diese Praxis ja zum Erhalt des Beherrschungssystems beiträgt.

    Liken

  2. Im Grunde bin ich totaler Irlandfan, und das einzige, was ich schon immer befremdlich fand ist diese für mich nicht nachvollziehbare Hingabe an die katholische Kirche. Auch wenn man sagen muss, dass dort im religiösen Rahmen wundervolle Kulturdenkmäler entstanden sind. Was ich mich jedoch frage ist, ob diesem Priester klar ist was er da eigentlich über das Selbstverständnis dieser Kirche aussagt, wenn er folgendes zum besten gibt:

    „Außerdem ist es „unwahrscheinlich“, dass Menschen, die missbrauchen, beichten gingen. „Ich kann mich nicht erinnnern, in meinen vierzig Jahren als Priester ein einziges Mal von jemandem das Bekenntnis gehört zu haben, dass er aktuell jemanden missbrauche.“

    Ach ja, und der Münchner Pfarrer, der gedisst wird weil er die Braukunst Bayerns in seinem Tempel Einzug halten lässt… Was soll diese Aufregung? Aus langjähriger Erfahrung als Ministrant weiß ich, dass dort am Altar ausgerechnet im Höhepunkt der katholischen Kulthandlung sich diese Priester einen guten Schluck Wein genehmigen. (Und ich rede hier nicht von dem Zeug aus Tetrapacks. Das ist richtig guter Stoff!)

    Liken

Kommentare sind geschlossen.