Neuigkeiten aus dem religiösen Paralleluniversum


 

Quelle: bruedergemeinde.de

Irland: Dublins Erzbischof schließt sich Vatikan- Schelte an
[…]Nach den ungewöhnlich harschen Vorwürfen des irischen Premierministers Enda Kenny gegen den Vatikan wegen dessen Umgang mit sexuellem Missbrauch hat sich auch Dublins Erzbischof der Schelte angeschlossen. Es gebe Gruppen in der katholischen Kirche, die sich den Maßnahmen zum Schutz von Kindern widersetzten, sagte Erzbischof Diarmuid Martin im irischen Fernsehen RTE. Er sei „verärgert, beschämt und erschrocken“ über diejenigen, „die glauben, sie könnten tricksen“. „Ich bin sehr enttäuscht und genervt. Was soll man tun, wenn man Systeme installiert hat und jemand ignoriert sie?“, sagte er. „Was soll man tun, wenn man Gruppen hat, entweder im Vatikan oder in Irland, die versuchen, das zu unterminieren, was getan wird, oder sich schlicht weigern zu verstehen, was passiert ist?“[…]

Kondome gehören sicherlich nach wie vor zum Verbot …
[…]Der neue Sekretär der päpstlichen Gesundheitsrates, Jean-Marie Mupendawatu, hat Regierungen und internationale Organisationen zu einem verstärkten Einsatz im Kampf gegen Aids aufgerufen. Diese müssten mehr Geld in jene afrikanischen Länder investieren, in denen die Immunschwächekrankheit besonders verbreitet sei, sagte Mupendawatu der vatikanischen Tageszeitung „Osservatore Romano“ (Donnerstag) anlässlich einer am Mittwoch in Rom zu Ende gegangenen Konferenz der „Internationalen-Aids-Gesellschaft“. Zugleich forderte er eine kostenlosen Zugang zu Aids-Medikamenten für Bedürftige. Eine wirtschaftliche Unterstützung von Ländern mit einer hohen Aidskrankenrate durch Investitionen sei bislang oft vernachlässigt worden, hob der Kurienmitarbeiter hervor. Der größte Teil der Aidskranken in Afrika müsse mit weniger als einem Dollar am Tag auskommen und sei außerstande, eine medizinische Behandlung zu bezahlen. Zugleich sprach sich Mupendawatu für eine enge Zusammenarbeit von Kirche und Wissenschaft im Kampf gegen Aids aus. Eine medikamentöse Versorgung der HIV- Infizierten und Aidskranken allein sei ungenügend, aus kirchlicher Sicht sei auch eine psychologische, soziale und spirituelle Unterstützung der Betroffenen erforderlich. Schwerpunkt der kirchlichen Aktivitäten im Kampf gegen Aids seien vor allem Bildungsprogramme, die auf einen verantwortlichen Umgang mit Sexualität zielten. Ohne diese würden viele medizinische Erfolge wie die verhinderte Mutter-Kind-Ansteckung wieder zunichte gemacht.Jean-Marie Mupendawatu ist 56 Jahre alt und stammt aus dem Kongo. Vergangene Woche war er von Papst Benedikt XVI. zum Sekretär des „Päpstlichen Rates für die Pastoral im Krankendienst“ ernannt worden[…]

Obama will mit Verhütung unerwünschte Schwangerschaften und damit Abtreibungen verhindern, geht für die Katholiban gar nicht
[…]n den USA beunruhigen neue Vorschläge zur Gesundheitsreform Lebensrechtler und Familienorganisationen. Verhütungsmittel sollen künftig in den verpflichtenden Leistungskatalog aller Krankenkassen aufgenommen werden, regt das Medizinische Institut – ein Zweig der Nationalen Akademie der Wissenschaften – in einer Empfehlung für das Gesundheitsministerium an. Zur sogenannten „Notfallverhütung“ soll auch die „Pille danach“ zur Verfügung gestellt werden. Dazu gehören die Produkte „Plan B“ und „Ella One“. Letzteres verhindert die Einnistung einer befruchteten Eizelle in die Gebärmutter und soll bis zu fünf Tage nach ungeschütztem Sex wirken. Schwere Bedenken erhebt unter anderem die katholische Kirche. „Schwangerschaft ist keine Krankheit, und Fruchtbarkeit ist kein pathologischer Zustand, den man unterdrücken müsste“, erklärte Deirdre A. McQuade, Sprecherin des Lebensrechtssekretariats der Bischofskonferenz. Auch die christlich-konservative Organisation „Family Research Council“ (Familien-Forschungsrat) lehnt die Aufnahme der „Pille danach“ in die Pflichtleistungen der Krankenkassen ab, weil dabei ein ungeborener Mensch getötet werde.[…]

Ängste als Mittel zum Bevölkerungswachstum ???
[…]In Russland wurde ein Gesetz verabschiedet, wonach jegliche Werbung für Abtreibung mit einer Warnung zum Todesrisiko der Mutter versehen werden muss. Diese Warnung soll deutlich auf die Gesundheitsrisiken hinweisen, welche mit einer Abtreibung einhergehen können, einschließlich des Verlustes der Fruchtbarkeit. Dies berichtete „Rome Reports“. Befürworter dieses Gesetzes sagten, dass die Werbungen bisher irreführend gewesen seien und den Eindruck hinterlassen hätten, Abtreibung sei nur ein leichter Eingriff. Das neue Gesetz ist eine Reaktion auf den bevorstehenden eklatanten Bevölkerungsrückgang[…]

Liturgie-Missbrauch, was für eine Todsünde
[…]Die katholische Bischofskonferenz von Nicaragua kündigte Sanktionen gegen katholische Geistliche, die aus Anlass des 32. Jahrestages des sandinistischen Umsturzes am Dienstag liturgisch unzulässige Messen feierten. Managua (kath.net/KAP) Die Bischofskonferenz in Nicaragua prüft nach Informationen des Internetportals „Pastran“ Sanktionen gegen katholische Geistliche, die aus Anlass des Jahrestages des sandinistischen Umsturzes am Dienstag „Gottesdienste der Revolution“ gefeiert haben. Erst am Wochenende hatte Weihbischof Silvio Baez die sandinistische Regierung von Staatspräsident Daniel Ortega kritisiert, weil sie mit der Verwendung religiöser Elemente den Glauben für Propagandazwecke missbrauche. Am 19. Juli 1979 waren die Truppen der von Ortega geführten Sandinistischen Befreiungsfront in Nicaraguas Hauptstadt Managua eingezogen. Damit endete die Diktatur der Familie Somoza nach mehr als vier Jahrzehnten. Dieses Ereignis feiern die Sandinisten mit einem jährlichen Sternmarsch in der Hauptstadt.[…]

„Papst, der Anti-Christ“ 😀
[…]„Das Papsttum beansprucht mit Autorität, sogar mit Unfehlbarkeit“, dass es „höher steht als das Wort Gottes“. So begründet der lutherische Geistliche Mark Schroeder die Kritik seiner kirchlichen Gemeinschaft am katholischen Papsttum. „Damit setzt es sich selbst in die Position ‚anti‘ Christus bzw. ‚anstelle von‘ Christus.“ Schroeder, Vorsitzender der US-amerikanischen „Wisconsin Evangelical Lutheran Synod“ (WELS), nimmt damit Stellung zum Austritt der Präsidentschaftskandidatin Michelle Bachmann (Republikaner) aus einer der Teilkirchen seiner Synode. Dies berichtete die protestantische „Christian Post“. Wie kath.net bereits berichtet hatte, wirbt Bachmann auch um die Stimmen der amerikanischen Katholiken und bekam Schwierigkeiten, als sie mit diesen Aussagen in Zusammenhang gebracht worden war. Schroeder schrieb in einem Kommentar zu den aktuellen Vorgängen, dass er sich nicht für den Glauben seiner Kirche entschuldigen werde, dass das römisch-katholische Papsttum den biblischen Kriterien des Antichristen entspräche. Er behauptete weiter, dass die Mitgliedskirchen der WELS ihre Lehren ausschließlich aus der Heiligen Schrift entnähme. Trotzdem hege seine Konfession keinerlei „Animositäten gegen Christen des katholischen Glaubens“, stellte Schroeder weiter fest. „Wir freuen uns, dass es sogar in der Katholischen Kirche – wenngleich wir glauben, dass das Evangelium dort deformiert ist – viele Katholiken gibt, welche einen einfachen Glauben an Jesus Christus als ihren Erlöser haben und welche am Ende erlöst werden.“ Außerdem respektiere WELS das Recht von Menschen, einen anderen Glauben zu vertreten.[…]

Umsatzsteigerung bei religiöser Verblödungs-Literatur
[…]Im ersten Halbjahr 2011 sind die Umsätze in der Warengruppe „Religion und Philosophie“ um 7,7 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum gestiegen, wie das «Börsenblatt für den deutschen Buchhandel» am Donnerstag in Frankfurt mitteilte. Die Fachzeitschrift stützt sich dabei auf neue Marktdaten, die media control GfK International im ermittelt hat. Für das Plus ist vor allem der Anstieg im Bereich «Christliche Religionen» in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres um nahezu 50 Prozent verantwortlich, wie sich aus der Erhebung ergibt. Mit einem Anteil von 44,6 Prozent ist der Bereich «Christliche Religionen» mit Abstand größter Umsatzbringer in der Warengruppe Religion und Philosophie. Abgesehen von «Weiteren Weltreligionen» verzeichneten die übrigen Untergruppen Umsatzrückgänge. Besonders Biografien und Lexika verkauften sich den Angaben zufolge schlechter.[…]

Ganz klar, wenn es ums Geld verdienen geht, kennt die Katholiban keine Moral
[…]Darmstadt: Massagepraxis in Schuchardstraße soll „bordellähnlicher Betrieb“ sein – Kirchlicher Fonds ist Hauseigentümer … Pikant: Der Komplex Schuchardstraße 5, 7 und 9 wurde zum 1. Oktober 2008 von der Heag Holding AG an die Aachener Grundvermögen Kapitalanlagegesellschaft verkauft. Sie wurde laut Eigendarstellung 1973 unter Beteiligung kirchlicher Stellen gegründet und bietet Immobilien-Spezialfonds „auch außerhalb des Anlegerkreises der Katholischen Kirche“ an. Dem Vernehmen nach stehen dahinter die Diozösen Aachen und Köln, die mit der Kapitalgesellschaft die priesterliche Alterssicherung gewährleisten wollen. Eine Unternehmenssprecherin verweigert eine Stellungnahme zur Darmstädter Massagepraxis und verweist darauf, dass die Sache dem Rechtsbüro übergeben worden sei … Im Internet bietet „Amor Massage“ chinesische Wellness- und sinnlich-erotische Entspannungsmassagen an und wirbt: „Begeben Sie sich auf eine sinnliche Reise, lassen Sie sich treiben und durch zierliche Hände auf einer Woge von Glücksgefühlen den alltäglichen Ärger und Stress vergessen.“ Aufschlussreicher sind Erfahrungsberichte von Kunden in Internetforen. Danach würden als Zusatzleistung auch Massagen des Intimbereichs angeboten[…]

Geht’s noch aufdringlicher??
[…]Mit „starken Sätzen aus der Bibel“ will die Diözese St. Pölten in den kommenden Wochen Passanten an öffentlichen Plätzen neugierig auf die Botschaften im „Buch der Bücher“ machen. „Wenn manche Menschen nicht zur Bibel kommen, dann kommt die Bibel eben zu ihnen“, sagte Bischof Klaus Küng am Freitag zum Start der „Sommer-Kommunikationskampagne“ der Diözese St. Pölten. Mehr als 700 Plakate und Inserate mit markanten Bibelsprüchen werden im Juli und August affichiert. Sie sollen möglichst vielen Niederösterreichern vor Augen führen, „dass die Worte der Bibel, manchmal vielleicht auf überraschende Weise, mit dem alltäglichen Leben zu tun haben“, so Bischof Küng. Besondere Bedeutung bekommen die Bibelzitate durch die ausgesuchten Standorte von Plakatwänden. So findet man bei Jugend-, Veranstaltungs- und Kinozentren den Satz „Ich bin das Licht der Welt“ aus dem Johannesevangelium. Drei weitere Sprüche stammen aus dem Matthäusevangelium: „Der Mensch lebt nicht nur von Brot“ wird bei Großmärkten und Gastronomiezentren plakatiert, „Alles, was ihr von anderen erwartet, das tut auch ihnen“ soll sich in der Nähe von Rathäusern oder Gemeindezentren wiederfinden. „Kommt zur Hochzeit!“ wird direkt bei Kirchen und Pfarrzentren stehen. „Wir wollen damit sagen: Gott will dich ansprechen, und zwar jetzt, vor dem Supermarkt, dem Rathaus oder der Kirche“, so Bischof Küng. Er hofft, dass sich viele Menschen von den Worten aus der Heiligen Schrift überraschen und zum Innehalten anregen lassen. „Der Weg zu den Menschen geht bei diesem Kampagnendurchgang über Plakate und Anzeigen, die garantiert nicht übersehen werden“, erklärte der diözesane Projektleiter der „Aufbruchskampagne“, Fritz Brunthaler. Das „Buch der Bücher“ komme damit gleichsam zum Menschen, „und zwar in einer relevanten Situation“, wie Brunthaler betonte.[…]