Chefexorzist: „Mit Ratzinger sind wir endlich wieder in den besten Händen“


Quelle: katholisches.info

„Der Teufel fühlt sich wohl, wo man nicht an ihn glaubt“
Rom – Padre Gabriele Amorth, 86, gilt als Chefexorzist der Katholischen Kirche. Seine Autobiografie „Memorie di un esercista“ sorgte für Aufsehen. Wir trafen ihn im Haus des Paulinerordens in Rom, wo Padre Amorth seit Jahren lebt.

Von Thomas Miggem Stuttgarter Nachrichten

Padre Amorth, Sie beklagen, dass sich die Kirche zu wenig um den Teufel kümmere.

Die Kirche hat eine lange Zeit der Krise in Sachen Teufel durchlaufen. In der Frühzeit der Kirche durfte jeder Christ einen Exorzismus durchführen. Dabei bezog man sich auf Markus 16,17. Wer an mich glaubt, heißt es dort, treibe den Teufel aus. Im vierten Jahrhundert führte die Kirche offiziell die Figur des Exorzisten ein. Im Mittelalter dann übertrieb man es. Die Kirche sah den Teufel überall, und es kam zu den unschönen Hexenverbrennungen und Folterungen. Seit einigen Jahrhunderten ignoriert die Kirche den Teufel. Nur so kann er sich hervorragend ausbreiten. Der Teufel fühlt sich dort sauwohl, wo man nicht mehr an ihn glaubt und wo er die Menschen ungestört steuern kann.

Auch im Vatikan glaubt man immer weniger an die Präsenz Belzebubs?

Auch im Vatikan! Wir hatten fast drei Jahrhunderte ohne Exorzisten! Das Problem ist, dass man in der Kirche nur noch selten über den Teufel spricht. Das liegt vor allem daran, dass die meisten jüngeren Geistlichen überhaupt nichts wissen vom Belzebub.

Sie kritisieren die Priesterausbildung?

Genau! Früher unterrichtete man auch jenen Teil der Theologie, der dieses Thema behandelt. Man lehrte die Geschichte der Engel, die vom rechten Weg abkamen und zu Handlagern des Bösen wurden. Man sprach von Exorzisten, von Besessenen. Jetzt geschieht gar nichts mehr. Es gibt immer mehr Geistliche, die nichts vom Teufel wissen, die noch nicht einmal an seine Präsenz glauben.

Welche Verantwortung haben die Bischöfe?

Sie weihen die jungen Priester und sollten stärker darauf achten, dass in der Priesterausbildung auch das Wirken des Teufels thematisiert wird. Die meisten Bischöfe meiner Kirche, vor allem in Europa, haben keine Ahnung vom Teufel und von Exorzismen!

Hat sich mit Benedikt XVI. etwas verändert?

Ich antworte Ihnen mit den Worten des Teufels. Mit Worten, die er mir während verschiedener Exorzismen entgegenschleuderte. „Johannes Paul II. fügte uns großen Schaden zu!“ Wenn wir Exorzisten seinen Namen benutzten, schreit der Teufel laut auf. „Aber der deutsche Papst ist viel schlimmer!“, sagen die Teufel, wenn ich sie auf Benedikt XVI. anspreche. Mit Ratzinger sind wir endlich wieder in den besten Händen.

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3 Comments

  1. Oh. Ich wusste gar nicht, dass es vor 13.000 Jahren bereits Internet und Digitalphotographie gab.

    Oder träume ich gerade?

    Oder ist da jemand per Zeitreise im Jahr 2011 gelandet?

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  2. Kein Zweifel ! Dieser Pfaffe hat einen an der Klatsche. Dass der Papst den Exorzismus unterstützt, belegt die Tatsache, dass für die Vernunft im Vatikan kein Raum vorhanden ist. Dieser Raum wird für exorzistische Handlungen genutzt. Da muß die Vernunft eben außen vor bleiben !

    Was ist das nur für eine total bescheuerte, religiotische, vom Vatikan beherrschte Wahnwelt !? Und ausgerechnet dieser vom Exorzismuswahn besessene Oberpfaffe soll im deutschen Bundestag eine Rede halten !? Ich faß es nicht ! Wollen wir diesen Obernarren wirklich reinlassen ?

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