Jesuitenpater kritisiert „großes Schweigen“ in der Kirche


Klaus Mertes, Quelle: wikipedia

Der Jesuitenpater und langjährige Leiter des Berliner Canisius-Kollegs, Klaus Mertes, übt in einem “Spiegel”-Gespräch scharfe Kritik am Umgang der katholischen Kirche mit der Missbrauchsdebatte und an der Angst der Kirchenhierarchie vor “pöbelnden Dunkelkatholiken”. Dabei handle es sich um eine laute, selbstgerechte Minderheit in der Kirche, die “jede Kritik als Illoyalität begreifen” und Kritiker “immer frecher überfallen”, insbesondere “wenn sie sich in Verbänden, Gremien oder gar im Zentralkomitee der deutschen Katholiken engagieren”. Mertes: “Bitter ist vor allem, dass Rom Denunziationen annimmt. Da sie meist anonym bleiben, könnten sie “im Dunkeln agieren.” Leider würden vor diesen Dunkelkatholiken “Teile der Hierarchie kuschen, aus Angst davor, selbst beschimpft zu werden”. Mertes erwarte deswegen vom Papst im September bei seinem Besuch in Deutschland ein klärendes Machtwort. Zur Missbrauchsdebatte meint der Jesuitenpater, der Anfang 2010 sexuelle Gewalt am Canisius-Kolleg öffentlich gemacht hatte, da “sind wir einige Schritte weiter, aber noch lange nicht am Ende”.

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5 Comments

  1. @ Dorothee Janssen

    Ich würde mich zutiefst schämen, mich zu einer Organisation zu bekennen, deren Geschichte mit Blut – viel Blut ! – geschrieben worden ist. (Ausrottung ganzer Völker und Stämme in Südamerika und in Afrika. Sie nannten es Missionierung ! Verehrung von Heiligen, wie z.B. den heiligen St. Martin, der nachweislich 20.000 Sklaven für sich arbeiten ließ. Der Platz reicht nicht aus, um die gesamte Kette von unmenschlichen Verbrechen der Vergangenheit bis in die Gegenwart aufzuführen. Stichworte: Inquisition, Hexenverbrennungen usw.)

    Vielleicht hätte ich noch eine Liste von Päpsten aufführen sollen, die sich aller nur denkbarten Verbrechen (Stichwort Pornokratie) schuldig gemacht haben, die ein Mensch sich nur ersinnen kann ! Wenn die katholische Kirche alle diese Verbrechen als „christliche Leitkultur“ und vorbildhaft definiert, dann muß es doch jedem ehrlichen und aufrichtigen Menschen den Magen umdrehen ! Dir etwa nicht ? Hast du das alles – mir nichts, dir nichts – verdrängt ? Wie soll angesichts dieser Fakten bei einem Dialog mit euch verbohrten – und mit unzähligen Brettern vernagelten – Katholen überhaupt etwas Brauchbares herauskommen ? Das fragt dich der notorische Störenfried Argus7 !

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  2. Es hindert mich, das es meine Kirche ist. Sie ist nicht menschenverachtend, verbrecherisch äääh, na gut, so ganz demokratisch ist sie nicht, aber das hat Gründe. Die katholische Kirche beherrscht die Welt? Rubbish.
    Wär schön, wenn möglichst alle Kritiker, die es wirklich interessiert, am Dialogprozess teilnehmen würden: http://frischfischen.de/dialogprozess-aber-wo.html
    und
    wenn alle rumnörgelnden Störenfriede sich mal für einige Zeit woanders austobten, damit beim Dialogprozess was Brauchbares rauskommt.

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  3. Was hindert denn die innerkatholischen Kritiker daran, diese verbrecherische, menschenverachtende, undemokratische Kirche zu verlassen ? Es hat sich doch am grundlegenden System dieser Weltbeherrschungs-Organisation nie wirklich etwas zum Besseren gewendet.

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