Neuigkeiten aus dem religiösen Paralleluniversum


 

Quelle: bruedergemeinde.de

Italienisches Parlament lässt Anti-Homophobie-Gesetz abblitzen
[…]Der lange Arm der römisch-katholischen Kirche ist in Rom offenbar allgegenwärtig: Das italienische Parlament hat ein Gesetz zur Bekämpfung von Homophobie abgelehnt. So hat die Abgeordnetenkammer den Entwurf mit Mit 293 Stimmen gegen 250 und 21 Enthaltungen einen Entwurf abgelehnt, nach dem „sexuelle Intoleranz“ bei Verbrechen gegen eine Person als erschwerender Umstand gewertet worden wäre. Das Gesetz wurde von Paola Concia von der oppositionellen Demokratischen Partei (PD) eingebracht. Die Ministerin für Chancengleichheit, Mara Carfagna, unterstützte den Oppositionsentwurf. Anlass für die Initiative waren mehrere Angriffe gegen Lesben und Schwule in der italienischen Hauptstadt. Dementsprechend kritisiert Concia auch, dass das Gesetz abgeblitzt ist: „Italien hat die Chance verpasst, sich im Kampf gegen Homophobie europäischen Standards anzupassen“, ärgert sich die Parlamentarierin. Doch der Entwurf war nicht einmal in ihrer eigenen Partei unumstritten. So kritisierte der katholische Flügel der PD rund um die Abgeordnete Paola Binetti den Entwurf scharf. Auch die katholische Oppositionspartei UDC lehnte den Entwurf ab. Sie behauptete, das Gesetz verletzte das in der italienischen Verfassung verankerte Gleichheitsprinzip. Der linke Flügel der PD unterstützte das Gesetz hingegen aktiv. Concia vermutete gegenüber der italienischen Presse, dass der Entwurf am starken Druck katholischer Kreise im Parlament gescheitert ist. Paolo Patane, Chef der Lesben- und Schwulenorganisation Arcigay möchte nun, dass die EU „uns hilft, diesem extrem gefährlichen Anstieg an Homophobie, Fremdenfeindlichkeit und Rassismus entgegenzustehen, den das italienische Parlament beschlossen hat, zu legitimieren“.[…]

Katholiban piss off …
[…]Der neugewählte Vorstand des Familienbundes der Katholiken im Bistum Regensburg hat am vergangenen Freitag Bischof Gerhard Ludwig Müller besucht. Erst kürzlich war Rechtsanwältin Katharina Seltenreich an die Spitze des Verbandes im Bistum Regensburg gewählt worden, der die Interessen der Familien gegenüber der Politik und der Gesellschaft vertritt. Große Einigkeit herrschte in der Kritik an der Ideologie des „Gender-Mainstreaming“, das im Gleichstellungsdurchsetzungsgesetz verwirklicht werden soll. Dieses Gesetz sei nicht im Bundestag verabschiedet worden, wurde bemängelt. Kritisiert wurde die familienfeindliche Einstellung, die dahinter steht. Weiters betonte Katharina Seltenreich die Bedeutung der kirchlichen Schulen sowie der hohen Nachfrage danach. Außerdem forderte sie dazu auf, den Bereich der Senioren nicht zu vergessen: „Familie ist nicht nur da, wo kleine Kinder sind.“ Bischof Gerhard Ludwig Müller nannte die Arbeit des Familienbundes der Katholiken „nicht nur wichtig, sondern fundamental und entscheidend“. Die christliche Familie sei die Wirklichkeit, die in Verbindung sowohl mit der Schöpfungs- als auch mit der Erlösungsordnung steht. Die überwältigende Mehrheit der Menschen in Deutschland lebe nach dieser Auffassung, auch wenn eine kleine, aber wortstarke Minderheit versuche, dies in der Öffentlichkeit ganz anders darzustellen[…]

NRW-Atheisten fordern weltanschaulich neutrale Schule
[…]Der Internationale Bund der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA) Nordrhein-Westfalen verurteilt den Verweis einer muslimischen Drittklässlerin von einer evangelischen Grundschule in Mönchengladbach „Der IBKA fordert die Abschaffung der staatlichen Konfessionsschulen zugunsten eines flächendeckenden Angebotes weltanschaulich neutraler Schulen“, sagt IBKA-NRW-Sprecher Rainer Ponitka. „Schülerinnen und Schüler an staatlichen Bekenntnisschulen in NRW werden aus ihrem gewohnten sozialen Umfeld geworfen, sobald sie sich gegen die Teilnahme am Religionsunterricht entscheiden. Religion und religiöse Unterweisung haben nur noch einen geringen Stellenwert in der Gesellschaft. Die Werte des modernen Zusammenlebens wie Demokratie, Meinungsfreiheit und Menschenrechte sind gegen Religion und Kirche erstritten worden. Die Ablehnung von Schülerinnen und Schülern aufgrund ihres Glaubens ist ein Relikt aus der Zeit der Glaubenskriege und hat an Schulen des demokratischen Staates nichts verloren.“[…]

Staatsleistungen an die Kirchen längst erbracht, Ablösung damit hinfällig
[…]Die Kirchen haben nach Angaben der Humanistischen Union seit 1945 in Deutschland Staatsleistungen in Höhe von insgesamt rund 14 Milliarden Euro erhalten. Die evangelischen Kirchen haben laut der Untersuchung der Humanistischen Union, die der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung” vorliegt, 7,5 Milliarden Euro erhalten, die katholische Kirche 6,4 Milliarden Euro. Im Jahr 2010 seien 460 Millionen Euro gezahlt worden. Die DDR zahlte nach Angaben der Humanistischen Union in den 40 Jahren ihres Bestehens insgesamt etwa 630 Millionen DDR-Mark an die Kirchen. Aufgrund der heterogenen Strukturen in Kirchen und Ländern war es bisher kaum möglich, einen Überblick über die bisher gezahlten Staatskirchenleistungen zu erhalten. Die Humanistische Union verbindet ihre Untersuchung laut dem Bericht der FAZ mit der Forderung nach ersatzloser Aussetzung der Staatsleistungen an die Kirchen. Der Staat zahle “in verfassungswidriger Weise jährlich 460 Millionen Euro an zwei Kirchen”. Bisher sei die in der Verfassung geforderte Ablösung der Staatsleistungen mit Verweis darauf abgelehnt worden, dass der Staat nicht in der Lage sei, die für eine Ablösung fälligen Entschädigungen zu zahlen. Die Humanistische Union möchte hingegen die geleisteten Zahlungen als bereits erbrachte Ablöseleistung verstanden wissen. Die Zahlung einer einmaligen Ablösung erübrige sich damit.[…]

Scientology muss nicht zahlen
[…]Die „Scientology Kirche Bayern e.V.“ muss für das Jahr 1993 keine Ausgleichsbeiträge nach dem Schwerbehindertenrecht zahlen. Der Freistaat forderte damals 19.000 Mark, weil Scientology Bayern nach Auffassung des Sozialministeriums keine Schwerbehinderten beschäftigt hatte. Die mündliche Berufungsverhandlung fand am Mittwoch (27.07.11) an der Außenstelle Ansbach des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs statt. Das Urteil wurde nicht direkt nach der Verhandlung verkündet, sondern erst am Abend über die Pressestelle des Gerichts mitgeteilt. Zur Urteilsbegründung heißt es, es sei nicht hinreichend belegt, dass der klagende Verein Scientology Bayern e.V. im Jahr 1993 mehr als 15 Personen in einem Arbeitsverhältnis im Sinne des Schwerbehindertengesetzes beschäftigt hatte. Das Gericht sah auch nach der mündlichen Berufungsverhandlung keine Möglichkeiten, den rund 18 Jahre alten Sachverhalt weiter klären zu können[…]

Volle diplomatische Beziehungen zwischen Scheinheiligem Stuhl und Malaysia
[…]Der Heilige Stuhl und Malaysia haben die Aufnahme voller diplomatischer Beziehungen beschlossen. Künftig werden Botschafter in beiden Ländern residieren. Wie das vatikanische Presseamt am Mittwoch mitteilte, werde man die diplomatischen Beziehungen auf der Ebene von Apostolischer Nuntiatur und Botschaft führen. Vergangene Woche hatte Papst Benedikt XVI. in Castelgandolfo Malaysias Ministerpräsidenten Najib Razak in Audienz empfangen. Malaysia ist der 179. Staat, mit dem der Heilige Stuhl diplomatische Beziehungen aufnimmt. Laut einem Informationsschreiben des Vatikan wurden die ersten Bande 1969 mit der Errichtung einer Apostolischen Delegation für Laos, Malaysia und Singapur geknüpft. Seit 1998 bestand in dem südostasiatischen Land eine eigene Apostolische Delegation. Die katholische Kirche ist in dem Land seit 1511 präsent, als die ersten portugiesischen Missionare in Malakka ankamen. 60 Prozent der rund 28 Millionen Einwohner sind Muslime, dem Buddhismus gehören 19 Prozent an, neun Prozent sind Christen. Danach folgen Hindus (sechs Prozent) und mit je etwa 2,5 Prozent Animisten und Anhänger chinesischer Religionen. Die rund 919.000 Katholiken machen etwa drei Prozent der Bevölkerung aus.[…]

Katholiban Familien müssen die Gottlosen, ergo den Teufel bekehren, was für ein Dreck
[…]Was aber machen wir, wenn einem Menschen „der Appetit vergangen“ ist nach Gott, ja er fragt gar nicht nach Gott? Was machen wir? Wir müssen uns fragen: wie kann ein Mensch Gott begegnen, bzw. wo begegnen heute Menschen Gott, dem Göttlichen, dem Guten? Im Gleichnis über das Himmelreich und dem Unkraut auf dem Acker gibt uns Jesus einen Hinweis: Wir begegnen in der Welt nicht nur Gott, sondern auch dem Widersacher Gottes: „das Unkraut sind die Söhne des Bösen; der Feind, der es gesät hat, ist der Teufel“ (Mt 13, 38-39). Erschwerend kommt hinzu, dass das Unkraut so getarnt ist, dass es nicht ohne weiteres als Böses, eher als „Köstliches“ erkenntlich ist, wie wir aus der heiligen Schrift wissen, wo über den Sündenfall berichtet wird: „Da sah die Frau, dass es köstlich wäre, von dem Baum zu essen, dass der Baum eine Augenweide war und dazu verlockte, klug zu werden. Sie nahm von seinen Früchten und aß“ (Gn 3, 6). Genau das machen viele Menschen in unserer Wohlstandsgesellschaft und stürzen sich ins Vergnügen und zwar ohne Gott, obwohl Gott alles so geschaffen hat, dass er nach jedem Tag der Erschaffung der Erde sprach: „Gott sah, das es gut war“ (Gn 1,4.10.12.18.21.25), bzw. „Gott sah alles an, was er gemacht hatte: „Es war sehr gut“ (Gn 1,31). An uns Christen liegt es, dass wir das „Abbild Gottes“ (Gen 1, 26.27) in uns frei legen, so dass die Menschen Gott, dem Göttlichen, dem Guten, wieder begegnen können und die Menschen wieder einen Appetit auf Gott bekommen. Wir müssen umkehren zu Gott, dem Urgrund unseres Seins. Wir sollen die Schuld bei uns suchen, wenn Menschen nur das Vergnügen suchen und zwar ohne Gott, weil wir diesen Menschen ein Leben aus dem Glauben nicht lebendig und glaubwürdig vorleben, so dass diese Menschen das „Abbild Gottes“ (Gen 1, 26.27) in uns nicht erkennen und folglich Gott nicht begegnen können. Bei der Erneuerung der Kirche heute haben die christlichen Familien, wie es früher die Orden hatten, die entscheidende Aufgabe: christliches Leben so zu verwirklichen, dass selbst die Kinder in Schule und Kindergarten sich wünschen, in einer solchen christlichen Familie zu leben. Dieses Tun ist Zeugnis geben von Christus im beginnenden dritten Jahrtausend. Gott muss wieder sichtbar werden in der Welt! Die Menschen brauchen die wärmende Umgebung der Abbilder Gottes, sie brauchen vor allem Gott. Gott muss durch seine „Abbilder“ (Gen 1, 26.27) sichtbar gemacht werden, dass die Menschen Gott begegnen können … In der ersten Lesung hören wir: Wenn wir auf Gott hören und seine Gebote halten, dann sind Voraussetzungen geschaffen, wo uns das Essen schmeckt und wir uns in der Mahlgemeinschaft mit Gott wohl fühlen, wenn er uns „das Beste zu essen“ (Jes 55, 2.3) gibt. So sind wir Zeugen für das Göttliche und die Menschen können dem Göttlichen wieder begegnen. Wir müssen als Christen Christus bezeugen in unserer Welt; wir brauchen vor allem in den Familien Vollblutchristen, keine Teilzeit-Christen mit einer Sparflamme, bzw., um es in der Sprache der Jugendlichen zu sagen: Null-Bock-Christen, die nichts auf dem Hut haben. Wenn wir am Sonntag die hl. Messe mitfeiern, so soll dies nicht eine sauber ausgeschnittene, isolierte Zeit in der Woche sein, sondern die Eucharistiefeier muss Ausdruck und Höhepunkt eines gelebten Christentums sein: die hl. Messe als Höhepunkt der Woche, nicht sauber isolierte Sonderaktion[…]

Österreich: Klasse Aktion der Pastafaris 🙂
[…]Warum sollen nur die anerkannten Kirchen ihre Lehren auf Staatskosten in Schulen weitergeben? Dieses Recht beanspruchen fortan auch die Jünger des Spaghettimonsters. „Die Gehälter diverser ReligionslehrerInnen werden aus Steuergeldern bezahlt, das soll in Zukunft auch für Pastafaris gelten!“ fordert Niko Alm, Mitinitiator des Volksbegehrens gegen Kirchenprivilegien sowie charismatischer österreichischer Pastafari: Pastafaris sind Anhänger der „Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters“, die in den USA von Bobby Henderson gegründet wurde. Alm hatte sein Coming Out vor knapp 3 Wochen im Zuge der Nudelsieb-Affäre, als er sein Führerscheinfoto mit Nudelsieb am
Kopf der Öffentlichkeit präsentierte. Seither melden sich immer mehr
Pastafaris, die ihren Glauben nicht mehr länger im Verborgenen ausüben wollen. Jeder Pastafari kann nun ein Antragsformular ausfüllen Daher hat die neue Kirche ein Antragsformular aufgelegt, in das sich Gläubige eintragen können. Es soll auch der Missionierung, also der Rekrutierung neuer Mitglieder dienen: „Ab 300 bekennenden Gläubigen sind wir eine eingetragene Bekenntnisgemeinschaft“, gibt sich Alm hoffnungsfroh. „Als erste Maßnahmen werden wir beantragen, dass auch unsere Seelsorger von der Stellungs- und Wehrpflicht befreit werden.“ Weitere Privilegien, die Pastafaris nach dem Vorbild der katholischen Kirche anstreben: Zugriff auf die Meldedaten der
Bürger zur Eintreibung des Pastafari-Kirchenbeitrags, die Gründung einer universitären Fakultät zur Weitergabe des einzigen Dogmas, nämlich keine Dogmen zu befolgen -und natürlich Passfotos mit Nudelsieb am Kopf – der sichtbarsten Religions-Insignie. Niko Alm ist zuversichtlich, dass zahlreiche Bürgerinnen und Bürger das Antragsformular ausfüllen werden. „Gemeinsam werden wir mit dieser Aktion aufzeigen, wie absurd Kirchenprivilegien im 21. Jahrhundert sind. Diese konfessionellen Sonderrechte müssen als Zeichen
zivilisatorischen Fortschritts endlich abgeschafft werden.“ Antragsformular auf http://www.venganza.at[…%5D