„Nicht wundern, wenn wahnsinnige Christen das Waffenarsenal der Heiligen Schrift einsetzen“


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Gewalt im Christentum
Der norwegische Terrorist Anders Behring Breivik hat sich als konservativer Christ bezeichnet und auch damit seine Gewalttat begründet. Das hat Tradition.

Von Gerd LüdemannFrankfurter Rundschau

Die ältesten Christen waren Juden und betrachteten das „Alte Testament“ als heilige Schrift und Wort Gottes. Den darin bezeugten Gott Israels, Jahwe, hielten sie für Jesu himmlischen Vater, der auch ihr Vater war. Innerhalb weniger Jahrzehnte schlossen sich zahllose Griechen der christlichen Bewegung an. Zwar hatten Juden viele Berührungspunkte mit der griechisch-römischen Welt, doch besaßen sie durch den Glauben an Jahwe, der Israel als sein Volk erwählt hatte, eine eigene Identität. Daher wird eine sachgemäße Beschäftigung mit dem frühen Christentum stets einen Blick auf das Judentum werfen.

Das erste Gebot mit seiner Forderung, allein Jahwe anzubeten, prägt – ebenso wie die Androhung und Durchführung von schweren Strafen im Falle des Ungehorsams – über weite Strecken das „Alte Testament“, so wie es uns heute vorliegt. Als Mitte des Alten Testaments gilt vielen das 5. Buch Moses. Seine priesterlichen Verfasser sehen sich als Werkzeuge Jahwes und fordern strenge Kultzentralisation, die Reinheit des Kultus sowie die rigorose Abgrenzung von anderen Völkern. Gekoppelt mit dem Gedanken der Einheit und Reinheit ist die Doktrin der Erwählung. Als Kehrseite davon herrscht nach außen die Abgrenzung und ein rituell begründeter Hass gegen alles vor, was nicht zu Israel gehört.

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2 Comments

  1. Ich glaube nicht, dass das ein Christ war. Der Terroranschlag trägt eine eindeutige Handschrift. Sowas hat noch niemals ein Christ getan. Aber andere sehr wohl. Und durch das gut durchorganisierte Terrornetzwerk geht das gerade nicht mehr. Also benutzt man eine christliche Tarnung. Hat den Vorteil, dass man wunderbar Atheisten gegen Christen aufwiegeln kann. Wenn es zu einem Bürgerkrieg kommt, brauchen die Drahtzieher nur noch abräumen.

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  2. „Als Kehrseite davon herrscht nach außen die Abgrenzung und ein rituell begründeter Hass gegen alles vor, was nicht zu Israel gehört.“

    Na toll ! Die meisten Christen wissen zwar den Zusammenhang nicht so richtig. Die sollten sich einfach mal ihre heilige Schrift gründlich zur Brust nehmen. Möglicherweise merkt dann der Ein oder Andere wie gewaltig er veräppelt wird. Eigentlich ist es seltsam, die Juden dürfen ungestraft alle Anderen hassen. Aber wehe es ist umgekehrt. (Ist dies das gottgegebene Privileg des auserwählten Volkes ? Wohl kaum, eher die überheblich schlaue, leider auch oft menschenverachtende Vorgehensweise der einstigen Autoren des „Buches der Bücher“.

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