Zweifel am angepassten Jesus-Bild


Quelle: people.viginia.edu

Ohne Tabus und Denkverbote müssen vermeintliche Selbstverständlichkeiten hinterfragt werden.

Von Marcus Bauerkath.net

Gerne berufen sich Protestkatholiken bei ihren Attacken gegen die Römisch Katholische Kirche auf Jesus, an dessen Handeln die „erstarrte“ Institution wieder Maß nehmen und sich damit wie von selbst „reformieren“ solle – im säkularistischen Sinne versteht sich. Wer wagte es zu widersprechen? Gut protestantisch verfügt diese Fraktion immerhin über unmittelbare Zugänge und weiß exklusiv, was Jesus heute tun würde. Zudem dürfte die historisch-kritische Methode machtvoll genug sein, den biblischen Text so lange zu verhackstücken, bis das gewünschte Ergebnis zutage tritt. Dennoch sei gestattet, an dem mittlerweile schon gar nicht mehr hinterfragten Gemeinplatz Zweifel anzumelden, demnach der biblische Jesus 1:1 dem linkskatholischen Profil entspricht und vollends kompatibel ist mit den „gesellschaftlichen Standards“ im post-68er-Deutschland der grün-roten Mehrheiten.

Jesu Handeln! Von welchen Handlungen reden wir eigentlich? Handlungen Jesu sind u. a. Wasser in Wein verwandeln, Brot und Fische vermehren, Lahme zum Laufen bringen, Tote auferwecken – alles in allem nicht leicht reproduzierbar und kaum alltagstauglich. Wer aber die Wundergeschichten ohnehin nicht glaubt und diesen einen rein profanen Gehalt einräumt, dem gereichen sie, das geben wir zu, durchaus zu Handlungsvorbildern. Die Verklärung am Berge Tabor wäre dann – beispielsweise – zu deuten als ein Vorverweis auf das öffentliche Glänzen predigender Laien in autonomen Wortgottesdiensten.

weiterlesen

1 Comment

  1. Wasser in Wein zu verwandeln oder beliebige Dinge vor den Augen des staunenden Publikums zu vermehren, schafft heutzutage jeder durchschnitliche Unterhaltungszauberer. Klar, es wird dabei getrickst. Jeder weiß das und möchte gerne wissen, wie diese Tricks funktionieren. Da die Zauberer aber von diesen Tricks leben, verbietet es der Ehrenkodex der Zauberer-Gilde, diese „Geheimnisse“ zu verraten.

    Die Pfaffen wiederum leben davon, indem sie dem staunenden Publikum solche „Geheimnisse“ als Fakt verkaufen. Einige gutgläubige Menschen fallen darauf herein, andere eben nicht. Es stellt sich jetzt nur noch die Frage: Wer zum Teufel ist dieser Jesus, von dem die Pfaffen andauernd reden ? Zu der Zeit als dieser gelebt haben soll, liefen doch Tausende seiner Sorte predigend durch die Lande. Einen von diesen Predigern sollen die Römer geköpft haben, einen anderen sollen sie an ein Holzkreuz genagelt haben. Aber wie gesagt: Bewiesen ist diese Story leider nicht, denn nix Genaues weiß man bis heute nicht.

    Dessenungeachtet streiten sich die Katholen offenbar in den eigenen Reihen vehement darüber, welcher dieser streitenden Parteien den dieser Jesus wohl näher stehe ? Wenn es diesen Jeus aber in Tat und Wahrheit nie gegeben hat, dann ist dies wohl nur viel Lärm um nichts und ein Streit um des Kaisers Bart.

    Gefällt mir

Kommentare sind geschlossen.