Bayern: Streit um Konkordatslehrstühle vorerst gescheitert


Quelle: http://www.linke-sh.de

Darf ein katholischer Bischof bei der Besetzung eines Lehrstuhls für Philosophie sein Veto einlegen? In Bayern darf er das bei rund einem Drittel der Lehrstühle in diesem kleinen Fachbereich. Der Versuch diese Praxis abzuschaffen ist vor dem Verwaltungsgericht Ansbach vorerst gescheitert.

Nürnberger Zeitung

Zum eigentlichen Streitpunkt, dem so genannten Konkordatslehrstuhl, ist das Verfahren erst gar nicht gekommen. Aus formalen Gründen wurde die Klage nicht zugelassen. Eine Professorin hatte gegen die Besetzung eines entsprechenden Lehrstuhls an der Universität Erlangen-Nürnberg geklagt, sie vermutete, dass sie nicht in die engere Wahl gekommen sei, da sie nicht der katholischen Kirche angehöre. Deshalb fühlte sie sich diskriminiert und begründete ihre Klage mit dem Grundgesetz, wonach die Besetzung eines öffentlichen Amtes nicht von der Konfession abhängen dürfe.

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2 Comments

  1. Da bleibt einem die Spucke weg!
    Das Verwaltungsgericht in Ansbach scheint eine Zweigstelle der „Rota romana“ zu sein. Da deren Chefrichter ein Herr Ratzinger ist, stellt sich die Frage, ob es sich hier mal wieder um die bewährte bayerisch-römische Vetternwirtschaft handeln könnte ? 😉

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  2. Das darf doch nicht wahr sein !!! Mir war bisher nicht bekannt, dass die Pfaffen auch im Universitätsbereich soviel Einfluß ausüben können. Für mich ist das ein Skandal ersten Ranges, der ohne Zweifel einen nicht hinnehmbaren Verstoß gegen das Grundgesetz darstellt.

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