Dunkel-Deutschland: Mission auf Teufel komm raus


Die Dresdner Kreuzkirche mit Baugerüst im April 1981, im Vordergrund das DDR-Emblem. Foto: epd-bild / Bernd Bohm

In der DDR mussten die Kirchen ihren eigenen Weg finden, um in der sozialistischen Gesellschaft ihrem Auftrag gerecht zu werden. Die Politik der SED führte auch zu einer Entkirchlichung im Osten Deutschlands. Der hohe Anteil Konfessionsloser in den neuen Bundesländern stellt die Kirchen heute vor eine missionarische Herausforderung, die auch für den Westen Deutschlands ein Beispiel sein kann.

Von Johannes Bertholdevangelisch.de

Die Kirchen Ostdeutschlands erlebten nicht nur die Diktatur des Nationalsozialismus, sondern auch vierzig Jahre lang die „Diktatur des Proletariats“ in Form des SED-Regimes mit seinem Wahrheits- und Totalitätsanspruch. Auch wenn hier Zeiten der offenen Konfrontation mit Phasen der Diplomatie wechselten, es blieb das erklärte Ziel des SED, die Kirche gesellschaftlich zu marginalisieren; eine offene Beteiligung der Kirche am gesellschaftlichen Leben war nicht gewünscht.

Kirche im Sozialismus

Der Mauerbau im Jahre 1961  bedeutete dann auch die Isolation der ostdeutschen Kirchen von der EKD, auch wenn es bis zur Gründung des Bundes der Evangelischen Kirchen der DDR noch Jahre dauern sollte (1969).

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5 Comments

  1. Gibt es eigentlich Zahlen zur Kirchentreue (zb Kircehnbesuch, usw.) in Ostdeutschland _vor_ dem Sozialismus?

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  2. Es ist aber schon erstaunlich, wie sich dieser Irrglaube über die Jahrzehnte gehalten hat und jetzt wieder aufblüht. Ich muss allerdings zugeben, dass viele jüngere Menschen in den östlichen Bundesländern nicht mehr allzuviel damit anfangen können. Gott sei Dank!

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  3. @Argus7: Es wurde eine Ideologie mit einer anderen ausgetauscht. Der Glaube an Gott und das Paradies wurde durch den Glauben an eine bessere Zukunft ausgewechselt. Beides ist zum Scheitern verurteilt, wenn die Leute ihren Kopf einschalten. Dann sehen sie, wie sie verblendet werden und dass, egal welcher Glaube ihnen vorgehalten wird, jeder wie ein Opium wirkt. 😉

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  4. Naja. Eine Diktatur duldet eben keine weitere im eigenen Territorium. Die Hyänen sind abgezogen, jetzt trauen sich die Geier wieder näher. Es könnte ja noch was zu holen sein.

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  5. Es gibt sicher nicht vieles, was im real existierenden Sozialismus ein Lob verdient hätte. Aber die Entkirchlichung in der DDR stellt eine löbliche Ausnahme dar.

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