Wenn das Gehirn ausmistet


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Die alten Griechen deuteten ihre Träume als Botschaften der Götter. Auch viele andere Kulturen und Religionen sahen in ihnen Einflüsterungen von Geistern, Dämonen oder dem Satan persönlich.

Von Stanislaw DickBerliner Zeitung

Auch heute noch messen viele Menschen ihren Träumen große Bedeutung zu. Carey Morewedge von der Carnegie-Mellon-Universität in Pittsburgh und Michael Norton von der Harvard-Universität befragten Studenten in den USA, Indien und Südkorea zu ihren persönlichen Traumtheorien.

Die überwältigende Mehrheit in allen drei Kulturen war der Auffassung, dass Träume verborgene Wahrheiten über sie persönlich und über die Welt enthalten. Eine repräsentative Meinungsumfrage in den Vereinigten Staaten kam zu demselben Ergebnis.

Prophetische Qualitäten

Viele begegnen ihren Träumen mit einer Art magischem Denken und schreiben diesen geradezu prophetische Qualitäten zu. Morewedge und Norton baten 182 Probanden, sie sollten sich vorstellen, sie hätten eine Flugreise gebucht. In Gedanken sollten sie vier unterschiedliche Szenarien durchspielen, die sich in der Nacht vor dem Flug ereignet hätten.

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