Die unerträgliche, katholische Verblödung eines Halbgebildeten


Matthias Matussek und sein Buch „Das katholische Abenteuer“, Quelle: Cicero

Der Papst kommt nach Deutschland, und wird nicht nur auf Fans treffen. Der Katholik Matthias Matussek im Interview über Reformkatholiken, Schwulenproteste, sein Gebetsleben und die Frage, ob er mit oder ohne Brille auferstehen wird.

Cicero

Herr Matussek, seit ihrem Buch „Das katholische Abenteuer“ tingeln sie von einem Interview zum nächsten, von einer Talkshow zur anderen, und haben seitdem wahrscheinlich so viel über Ihre Religion gesprochen wie noch nie vorher. Verändert so etwas eigentlich den eigenen Glauben?
Tja, das Schwierige dabei ist ja vor allem, den Kern der Sache nicht aus den Augen zu verlieren. Wenn man in so Talkshows sitzt, will man schon das bessere Argument haben und gewinnen. Man will sein Buch verkaufen, man will glänzen, und der Witzigere sein. Aber irgendwie habe ich mich ja nicht für ein Buch in die Schlacht geschmissen, sondern für meinen Glauben und die Kirche. Darum bete ich, dass ich das nicht vergesse.

Was genau meint ein Kulturjournalist wie Sie, wenn er sagt, er schmeißt sich für die Kirche in die Schlacht?
Das habe ich eigentlich immer schon für die Sachen getan, die zwar unpopulär waren, von denen ich jedoch überzeugt war. Ob es um Rechte für Väter ging, also Männer in feministisch dominierten Familiengerichten, oder ob es um einen anstrengungslosen Patriotismus, ein modernes Nationalgefühl ging, wo viele den Psychiater oder den Bewährungshelfer riefen, wenn einer das Wort „Nation“ überhaupt aussprach. Nun hatte ich während der ganzen Missbrauchsdebatte in den letzten zwei Jahren das Gefühl, dass jeder über die Kirche hinwegtrampeln durfte. In einer Talkshow rief einer: „Die Kirche steckt voller Päderasten “ Und das stimmt gerade nicht.  Nur 0,1 Prozent der seit 1995 des Missbrauchs Beschuldigten stammten aus den Reihen der katholischen Kirche. Schlimm genug. Aber wenn nun über den Glauben gesprochen wurde, bekam das so etwas Gehässiges, Grinsendes. Dagegen habe ich mich jetzt zur Wehr gesetzt. Der Glauben ist das Innigste, das ein Mensch mit sich herumträgt. Das religiöse Gefühl ist sehr verletzbar. Und dann nur noch dieses abfällige Gekichere, dieser halbgebildete Atheismus, der sich so himmelweit von dem Mut Nietzsches unterscheidet, ich hab diese rohe Verblödung nicht mehr ertragen.

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3 Comments

  1. „Diese Verblödung „ist“ unerträglich……“

    Matussek’s phantasievolle Geschichte im „Cicero“-Interview über die Wandlung von „Brot und Wein“ zu Jesu „Fleisch und Blut“ löste seit 2000 Jahren bei den Menschen ungläubige Reaktionen aus: In der zivilisierten Antike wurde Christen Kannibalismus an ihrem Gott unterstellt…..und sie wurden damals als Rechtsbrecher legal verfolgt….

    Trotzdem scheint „Herz-Jesu-Matussek“  von dieser unglaublichen Geschichte immer noch fasziniert: „Die Wandlung war schon als Kind für mich der dramatischste Moment überhaupt. Man hat sich hingekniet, die Glocken läuteten, und dann fand dieses Geheimnis, die so genannte Transsubstantiation statt.“ 

    Interessant scheint, die Wandlung klappt nur bei „Schellengebimmel“. Denn nach katholischer Lehrmeinung – seit dem frühen Mittelalter -stören sonst lokale Dämone, teuflische Engel und oder der allgegenwärtige Teufel diese „heilige Wandlung“…. 😉

    Vielleicht klappte es wegen des fehlenden „Gebimmels“ oder wegen der falschen „russisch-orthodoxen“ Fraktion des Katholizismus keine wissenschftliche Überprüfung der wilden Hypothese zur „Wandlung“…  😉

    Der humorvolle russisch-amerikanische Astrophysiker George Gamow (1904-1968) erzählt ( Simon Singh, Big Bang, ..die Erfindung der modernen Naturwissenschaft, S.315, dtv) wie er Anfang des 20. Jahrhunderts in Odessa als Kind dieser von Matussek bewunderten „Transsubstantiation“ wissenschaftlich auf die Spur kommen wollte: Nach der „heiligen Kommunion“ von Hostie und Wein in einer nahen russisch-orthoxoxen Kirche – die „heilige Gabe“ als Probe in den Backentaschen bewahrend – stürmte er nach Hause um diese unter seinem Mikroskop mit normalem „Brei aus Brot und Wein“ zu vergleichen…Das wissenschaftliche Ergebnis der überprüften „Hypothese der Transsubstiation“: sie war falsifizert… die „Wandlung“ war also allein heiliger Schein. Gamow meinte, dieser frühe Versuch habe ihn zum neugierigen Wissenschaftler werden lassen. 😉

    Die makabere Geschichte Matussek’s mit den geweihten KriegsHostien und der Kommunion in den Schützengräben   ..passt zum deutschen Koppelschloß : „Mit Gott „….und passt auch zur „Vorsehung“  (der Führer); wollte man doch ganz  Europa unterjochen…“…. polnischen, französischen…. Katholiken wird es bei dieser Heilssicht ganz warm ums Herz? 

    Solange sich Herr Matussek sich in seiner spukhaften Welt wohlfühlt..jeder soll nach seiner Facon selig werden….sagte schon der alte Fritz…

    Aber so unterhaltsam Matussek auch im deutschen Medienzirkus  ist, warum sollen „unchristliche“ Bürger, für diesen Spuk blechen  …? 😉

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  2. Ehrlich gesagt, kann man doch froh sein, daß so ein Extremist und Ideologe zur anderen Seite gehört, wäre er noch Kommunist, würde er am Ende noch den Atheismus so vertreten und das möchte ich nicht.

    Leute wie Matussek machen die Opposition in seiner Kirche stärker und sorgen für mehr Zusammenhalt bei den vernünftigeren Katholiken, was uns doch freuen sollte, wenn Leute, die zwar glauben wollen, aber denken, aufbegehren.

    Vielleicht ist Matussek auch nur einer, der weiß wie wichtig und lohnend eine gute Show ist und den Eiferern aus den USA folgen möchte, um Ansehen, Jünger, Ruhm, Einfluss und natürlich Geld zu sammeln, vielleicht hofft er auch darauf, daß er, wenn er brav den Erzkatholiken spielt, von Murdoch sein eigenes Fox-News bekommt.

    Menschen wie Matussek leben für die Extreme und werden, wenn sie sich ändern, nicht vernünftig, sondern nur auf eine neue Art Extremist.

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  3. Matussek ohne Ende !
    Sein Glaube , für den er sich so selbstlos aufopfert und der samt seiner Kirche sein Innerstes ist, ist nichts weiter als seine Sorge um gesicherte, klerusunterstützte, wirtschafliche Versorgung. Ohne seinen deppischen, von der Kirche abgesegneten, religiösen Schmus, würde selbst ein psychisch abhängiger Religiot die bekloppten Schwafeleien in Wort und Schrift, nicht über sich ergehen lassen. Dieser schamlose Herr Matussek merkt nicht einmal, dass er mit seinem, sich selbst erniedrigendem Benehmen, seiner eigenen, religiösen Sache schadet (Gott sei (ausnahmsweise mal) Dank) . Junge, Junge, einfach nur peinlich!

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