Kirche oder Porno: Der Mythos Jungfrau


«Volle geschlechtliche Beziehungen haben ihren Ort in der Ehe», schreibt der katholische Katechismus vor. Dass Maria allerdings «Jungfrau» war, als sie zur Gottesmutter wurde, ist erst der Übersetzung der Bibel aus dem Hebräischen ins Griechische zu verdanken. In der Urfassung war von einer «jungen Frau» die Rede.Foto:dapd

Was ist das eigentlich, Jungfrau sein? Für viele Muslime bedeutet es Blut in der Hochzeitsnacht. Wer es nicht mehr ist, lässt sich das Jungfernhäutchen wieder herstellen. Aber auch im Westen schwelt der Mythos Jungfrau weiter. In Kirche und Pornoindustrie.

Von Isabelle Wiedemeiernews.de

Das Jungfernhäutchen kann beim Sport reißen. Manche Frauen haben gar keins. Und bei anderen bleibt es trotz Geschlechtsverkehr ganz. Mit «Jungfrau sein» hat das wenig zu tun. Dennoch titelte die Bild-Zeitung am vergangenen Montag: «Ich habe 400 Frauen zu Jungfrauen gemacht!»

Der dort zitierte Chirurg aus Düsseldorf hat sich auf die Wiederherstellung des Hymens, des Jungfernhäutchens, spezialisiert – ein Eingriff, den hierzulande fast ausschließlich muslimische Mädchen und Frauen durchführen lassen. Auch der plastische Chirurg Paul Edelmann aus Frankfurt gehört zu den wenigen Ärzten in der Deutschen Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie, die diese Operation beherrschen und durchführen. Er lebte eine Zeit lang in Dubai. «Da kamen viele. Allerdings ist es in den Vereinigten Arabischen Emiraten verboten, was ich damals nicht wusste. Dort gilt das quasi als Urkundenfälschung.»

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2 Comments

  1. Wenn eine Frau in der Hochzeitsnacht noch Jungfrau sein muss, hätte sie doch eigentlich auch ein Recht darauf von einem unverstümmelten Schniedel penetriert zu werden (und da wird es für Muslime ja schwierig).

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  2. Die junge Frau war wahrscheinlich genau so „unschuldig wie der Bock am Michelstag“. (Oder auch, wie unser keuschlericher Benedikt 16, kurz nach Eintritt in´s Priesterseminar). 🙂

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