UNO: Recht auf Gotteslästerung bekräftigt


…aber die UN wird unsere Gewissensfreiheit schützen. / Foto: religiondispatches.org/hpd.de

Der Beobachter der IHEU bei den Vereinten Nationen, Austin Dacey, hatte in letzter Zeit häufig schlechte Nachrichten für die Religionsfreiheit in der UN zu vermelden. Jetzt kann er etwas Positives berichten. Entsprechend den Bestimmungen des ICCPR gibt es ein Recht auf Blasphemie.

Von Austin Dacey Übersetzung: Fiona Lorenz Humanistischer Pressedienst

Nachdem ich in den vergangenen Jahren bei den Vereinten Nationen die Debatten zur Religion und Meinungsfreiheit verfolgte, habe ich mich daran gewöhnt, schlechte Nachrichten weiterzugeben, wie etwa ein Dezennium an Resolutionen des Menschenrechtsrats und der Generalversammlung, welche „die Diffamierung der Religion bekämpften.“ Nun, da es gute Nachrichten gibt, wurden diese kaum bemerkt.

Ende letzten Monats veröffentlichte die UN eine neue Stellungnahme in Bezug auf die freie Meinungsäußerung im Rahmen internationaler Gesetze. Sie besagt, dass Gesetze, die Blasphemie einschränken, als solche mit den allgemeinen Menschenrechtsstandards inkompatibel sind.

Die Stellungnahme kam vom Menschenrechtskomitee, dem Gremium aus achtzehn unabhängigen Experten, die damit beauftragt wurden Beschwerden hinsichtlich des Internationalen Pakts über Bürgerliche und Politische Rechte (ICCPR, International Covenant on Civil and Political Rights), die Menschenrechtsabkommen von 1966, das für Meinungsfreiheit und Ausdrucksfreiheit sorgt, sowie für andere fundamentale Rechte zu bewerten. Die Allgemeinen Kommentare des Komitees verkörpern verbindliche Interpretationen der Vorschriften des ICCPR. Anders als die weit veröffentlichten Resolutionen, die vom Menschenrechtsrat und der Generalversammlung produziert werden, sind die Vorschriften des ICCPR für seine über 165 Mitglieder juristisch bindend.

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2 Comments

  1. Es ist zwar gut, dass das Recht auf Blasphemie jetzt von der UNO bestätigt ist aber leider ändert das nichts daran, dass weltweit Menschen eingesperrt, gefoltert, hingerichtet und gelyncht werden, weil sie der Macht des Glaubens mit Skepsis begegnen.
    Religiotische Führer haben kein Interesse daran Macht zu verlieren, weil die UNO etwas gesagt oder festgelegt hat.
    Traurig aber realistisch.

    Mein Name ist Sebi und ich bin Pirat

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  2. Es wäre ja schlimm, wenn man die Gotteslüge nicht als Lüge bezeichnen dürfte ! Bestraft werden sollte allerdings die seit vielen Jahrhunderten betriebene Volksverdummung durch das professionelle Pfaffentum. Die Jenseitsverkäufer lassen sich schließlich ihre „Dienste“ vom gutgläubigen Volk sogar honorieren. Das erfüllt meines Erachtens den Tatbestand des Betruges, weil die versprochene Dienstleistung ja aus nichts anderem als religotischem Geschwurbel und somit aus reiner Luft besteht. Oder hat sich inzwischen schon mal ein Einwohner aus dem Jenseits gemeldet ?

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