Ignoranten und Unbelehrbare


Verschleierung – eine der angeblichen Gefahren für die westliche Zivilisation. Foto: dpa/Okten

Nach der Untat des Norwegers Breivik beteuern Islamkritiker gern ihre Distanz – fast alle

Von Knut Mellenthin ND

Henryk Broder schläft gut und hat weiter gesunden Appetit. Sogar sein Ischiasschmerz habe nachgelassen, teilte er der Öffentlichkeit mit. (Stern, 28. Juli) An den Mordtaten eines norwegischen Muslimhassers fühlt der deutsche Journalist sich nicht im Geringsten schuldig, denn: »Selbst wenn ich Bastelbuchautor wäre, hätte Breivik gemordet.« (Welt, 7. August)

Gerade weil dieser Einwand so offensichtlich oberflächlich und töricht ist, könnte er geeignet sein, das Problem der geistigen Mitverantwortlichkeit ein wenig aufzuhellen. Um die nur scheinbar logische Struktur des Arguments auf die Spitze zu treiben, könnte man auch konstatieren, dass Hitler den Völkermord an den Juden selbst dann betrieben hätte, wenn Gobineau, Chamberlain, Treitschke oder andere Antisemiten und Arier-Ideologen lediglich Kochbücher geschrieben hätten. Dass jemand für das Begehen einer Tat nicht existenziell notwendig gewesen wäre, bedeutet nicht automatisch, dass er an dieser keine Mitschuld tragen könnte.

weiterlesen

5 Comments

  1. @ vindexsinenomine:

    „Daß der Islam während seines goldenen Zeitalters tolerant, weltoffen und freigeistig war, ignorieren Erzmoslems und angebliche Islamkritiker.“

    Das stimmt leider nur sehr beschränkt im Sachurteil, und wird leider immer wieder recht undifferenziert in die Diskussion hinein geworfen. Aber tolerant nach unseren Maßstäben ist was anderes. Informier dich bitte mal zu dem Stichwort „Dhimmi“.
    Zu dem guten alten Kommi-Argument hast du ungefähr das geschrieben, was ich auch geschrieben hätte. Zustimmung

    Gefällt mir

  2. Es gibt Unterschiede zwischen Haß und Kritik, zwischen Fakten und Vorurteil und Polemik. Broder ist wie andere Schreiberlinge ein Selbstdarsteller und Ignorant, der mit Provokation um Aufmerksamkeit bettelt.


    @ichbinbright
    Wie wäre es mit Zahlen und sinnvollen Argumenten, die meisten Islamkritiker sind Haßprediger, die noch weniger vom Argumentieren verstehen als dieses Manuel da unten. Es geht um die Show und außer viel Zubeißen haben sie nichts zu bieten, keine Vorschläge wie man den Islam reformieren kann. Die Sharia läßt sich ohne große Mühe aus dem Islam nehmen, wozu also immer über die Sharia schimpfen und den Moslems nicht sagen, daß ihre Sharia gar nicht Teil ihrer Religion ist, sondern sie sehr ungeschickt eingebaut wurde. Daß der Islam während seines goldenen Zeitalters tolerant, weltoffen und freigeistig war, ignorieren Erzmoslems und angebliche Islamkritiker.


    @Manuel
    Männlein, deine Beispiele sind alles Kommunisten, Kommunisten sind Anhänger eines Erlösungsglaubens.
    Die meisten Leute starben auf Grund von Misswirtschaft und Inkompetenz, wenn man die Landwirtschaft eines riesigen Landes wie China ruiniert, verhungern Menschen.

    Atheismus und Kommunismus sind ebenso kompatibel wie Christentum und Kommunismus, nur daß der Atheist sich ziemlich lächerlich macht, wenn er Kommunist spielt, denn an das Schicksal „Endsieg des Kommunismus“ kann man nicht glauben, wenn man höhere Mächte als nicht existent ansieht.

    Kleines Menschlein, du zählst Kommunisten auf, die aber nie ein Bekenntnis zum Atheismus gemacht haben. Pol Pot war Buddhist. Zwischen Areligiösität und Atheismus besteht ein großer Unterschied.

    Zudem gab es es keine Verfolgung der Kirchen unter etwa Stalin, in der SU wurde die Kirche an den Rand gedrängt, aber weder ausgelöscht, noch verfolgt. Hätte die russisch orthodoxe Kirche ernsthaft einstecken müssen, wären sie heute nicht so sehr in neuen Machtspielchen verstrickt oder gar existent. Zudem machte Stalin mit der Kirche gemeinsame Sache gegen Hitler.

    Die Christen haben nach ihrer Erhebung zur Staatsreligion weniger Zeit gebraucht den Polytheismus vollkommen auszulöschen, als die SU bestand.

    Pinochett, Ngo Dinh Diem, der im Namen Roms in Südvietnam den Katholizismus mit Gewalt verbreiten und den Buddhismus auslöschen wollte, Massaker an Buddhisten waren an der Tagesordnung, Franco, etc. sind die Extremisten, die im Namen des Christentums gemordet haben. Der Völkermord von Ruanda geht auf die Kappe der Gemeinschaft der christlichen Kirchen.

    Heute machen Christen in Afrika Jagd im Namen ihres Gottes auf kleine Kinder, die sie mit Säure verstümmeln, um ihnen eine angeblich schwarzmagische Begabung auszutreiben, verbrennen Hexen, jagen Animisten und schlachten im Namen ihrer Religion Christen mit anderen Ansichten.

    Auf Haiti haben die Christen nichts besseres zu tun als die Leute zum Lynchmord an Voodoopriestern anzustiften.

    Du bist ungebildet, unwissend und bar jeder geistigen Eigenschaft, die ein Mensch haben sollte, feige bist du auch, weil all diese Informationen frei zugänglich sind und du dich nicht traust sie anzuschauen.

    Nur ein Monster zweifelt und hinterfragt sich nicht.

    pugio in averso belli

    Gefällt mir

  3. Nicht alle Moslems sind Terroristen, aber fast alle Terroristen sind Moslems. Die allermeisten mörderischen, größenwahnsinnigen Anschläge werden heutzutage nun mal von islamischen Fanatikern verübt. Es kann nicht angehen, dass jede kritische Auseinandersetzung mit dieser Tatsache mit dem Totschlagargument „rassistisch“ niedergeschrien wird.

    Gefällt mir

    1. Sorry, der Stuss wird nicht besser. Lies mal William Zapf, wenn es denn schon nicht Mellenthin, mit seiner guten Analyse sein kann. Wer soziale Konflikte religionisiert handelt Kultur-rassistisch. Die größenwahnsinnigsten Terroranschläge wurden durch die USA und die NATO begangen. Und dann schau dir die Täterstatistik von EUROPOL an, dann wirst du erkennen, was du für einen Blödsinn hier von dir gibst.

      Gefällt mir

Kommentare sind geschlossen.