Sherlock Holmes und der Moroni-Engel


Quelle: echtzeit-online.de

Sherlock Holmes gehört eigentlich zu den Schätzen der Literaturgeschichte, doch einige Eltern im den USA sehen das anders: Der Roman beleidige ihren mormonischen Glauben. Die Behörde gab ihnen recht und strich das Buch vom Lehrplan. Der Detektiv befindet sich damit in guter Gesellschaft.

SpON

Sherlock Holmes, der Detektiv schlechthin, hat schon etliche Rätsel gelöst und Banditen überführt – doch jetzt musste er sich ein paar Mormonen ergeben. Denn in einem Bezirk im US-Bundesstaat Virginia wurde der Roman „Eine Studie in Scharlachrot“ vom Lehrplan genommen. Einige Eltern hatten sich wegen einer angeblichen Beleidigung des mormonischen Glaubens beschwert, berichtet die „Washington Post“.

In dem besagten Roman lässt Arthur Conan Doyle seinen Meisterdetektiv erstmals auftreten, um einen Fall zu lösen. In der Geschichte geht es in einer Passage auch um eine erzwungene Heirat im Mormonen-Milieu. Das empfanden die mormonischen Eltern eines Kindes im Bezirk Albermale im US-Bundestaat Virginia als herabwürdigend und beschwerten sich zusammen mit anderen Eltern. Ein Ausschuss der Bezirksschulbehörde gab ihnen recht, das Buch wurde vom Lehrplan der Schule gestrichen.

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3 Comments

  1. Naja, das Buch wurde weder verboten noch verbannt. Es wurde lediglich vom Lehrplan für die sechste Klasse genommen, weil es für diese Altersstufe nicht geeignet sein soll. In höheren Klassen wird es weiter abgehandelt.

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  2. Ein solches Verbot ist dazu angetan, den Verkauf dieses Buches zu fördern. Somit haben sich die Kritiker dieses Buches einen Bärendienst erwiesen. Mir würde es z.B. niemals einfallen, die Bibel zu verbieten. Würde nämlich niemand dieses Buch lesen dürfen, würde die Welt ja nicht erfahren, welch geballter und sich widersprechender Schwachsinn in diesem Lügen-Pamphlet zusammen gemixt wurde.

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