Evangelische Kirche: A. Eichmann mit „grundanständiger Gesinnung“


Eichmann in SS-Uniform, ca. 1942, Quelle: wikipedia

Adolf Eichmann war der Organisator des Holocaust – trotzdem fand die Evangelische Kirche in den sechziger Jahren lobende Worte für ihn. Nach SPIEGEL-Informationen wurde der Massenmörder in einem Brief an die Bundesregierung als „Mann mit gütigem Herz“ beschrieben.

SpON

Das Schreiben ist rund 50 Jahre alt, doch es wirft kein gutes Licht auf die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD). Nach SPIEGEL-Informationen hat sich der Rat der EKD 1960 bei der Bundesregierung unter Konrad Adenauer für den Holocaust-Organisator Adolf Eichmann eingesetzt. Das geht aus Akten im Politischen Archiv des Auswärtigen Amtes hervor. Darin findet sich ein Schreiben des Linzer Superintendenten Wilhelm Mensing-Braun an das kirchliche Außenamt in Frankfurt am Main. Der Superintendent bescheinigte dem im österreichischen Linz aufgewachsenen Massenmörder Eichmann eine „grundanständige Gesinnung“ , ein „gütiges Herz“ und „große Hilfsbereitschaft“.

Mensing-Braun schreibt, er könne sich „nicht vorstellen“, dass der ehemalige SS-Obersturmbannführer Eichmann „je zu Grausamkeit oder verbrecherischen Handlungen fähig gewesen wäre“.

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1 Comment

  1. Lügen war schon immer die Hauptachse dieser Verbrecherorganisation. Ob kath. oder ev., es macht keinen Unterschied. Warum sollte dieser Herr Superintendent besser sein.

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