Woelki: Atheismus – Chance und Herausforderung


Rainer Maria Woelki will den herrschenden Atheismus als Chance begreifen. Dies hat er im Interview mit der Tageszeitung "Die Welt" betont. Foto: Erzbistum Köln

„Wir müssen uns als Christen gegenseitig stärken und unseren Glauben leben, indem wir Verantwortung in Politik und Gesellschaft übernehmen.“ Dies hat der designierte Erzbischof des Bistums Berlin, Rainer Maria Woelki, in einem Interview mit der Tageszeitung „Die Welt“ empfohlen. Christen müssten zeigen, dass die Botschaft „unseres Glaubens dem Wohl und Glück der Menschen“ diene.

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„Das haben wir auch jenen anzubieten, die bis jetzt mit dem Evangelium nicht in Berührung gekommen sind oder diesen Bezug aus irgendeinem Grund verloren haben“, führt der 55-Jährige aus. Den Atheismus in seinem Bistum Berlin empfindet der Theologe als Chance, „unsere Botschaft die Welt zu tragen“. Für Christen gelte es, dem Atheismus den Gottglauben als Alternative und Angebot entgegenzuhalten – „damit dieser Glaube als das Überzeugendere angenommen wird“.

Zu Woelkis Zielen gehört es auch, für den Religionsunterricht zu kämpfen: „Der Religionsunterricht eröffnet gerade mit Blick auf die Werte-Diskussion eine ungeheure Chance, die in der alten Bundesrepublik zum Segen unseres Landes genutzt werden konnte“, so der Neu-Berliner. Mit theologisch Andersdenkenden will Woelki in einen respektvollen Dialog treten: „Jeder soll sagen dürfen, was ihn bewegt und welche Sorgen er sich um den Glauben macht.“ Dabei gebe es aber auch Dinge, die nicht verhandelbar seien: „Der Kirche sind ihre Voraussetzungen vorgegeben, sodass ein Dialog auch Grenzen hat.“

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5 Comments

  1. „Christen müssten zeigen, dass die Botschaft „unseres Glaubens dem Wohl und Glück der Menschen“ diene.“ Dies die Aussage des designierten Erzbischofs Woelki.

    Stimmt ! Kann ich da nur sagen. Er vergaß lediglich, zu sagen, welchem Teil der Menschheit das Wohl und Glück zuteil geworden ist. Ich nehme an, dass er damit den weltweit größten Grundbesitzer, den Vatikan, und damit die katholische Kirche gemeint hat.

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  2. „„Der Kirche sind ihre Voraussetzungen vorgegeben, sodass ein Dialog auch Grenzen hat.““

    Soll heißen: …, sodass ein Dialog einem höflichen Ignorieren der Position des Gegenübers führt.“ Falls diese bescheuerten Christen es immer noch nicht gemerkt haben: Ein “ Dialog“ ist völlig sinnfrei, weil auf deren Seite doch sowieso schon feststeht, dass ihr Standpunkt auf ewig der einzig wahre ist.

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  3. Mag ja sein, dass diese merkwürdige Truppe, die von einem Gott in drei Ausführungen, einem Götterwesen in Menschengestalt, das nach seinem Tod wieder lebendig wird, und Brot und Wein, die sich sein Fleisch und Blut verwandeln, faselt, den Dialog mit Atheisten sucht. Die Frage ist nur, ob Atheisten einen Dialog mit solchen durchgeknallten Typen für sinnvoll halten.

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  4. „Rainer Maria Woelki will den herrschenden Atheismus als Chance begreifen. “

    Verspürt er tief im Herzen doch eine Sehnsucht nach Erkenntnis und hofft, dass Glaube heilbar ist?
    Würde Wünschen helfen, ich würd ’s glatt tun.
    😀

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