Deutschland: Richtungsstreit im Katholizismus


Bild. brightsblog

Der deutsche Katholizismus ist ausgerechnet vor dem Besuch des Papstes in einen Richtungsstreit verstrickt

Von Gernot FaciusWELT ONLINE

In der Auseinandersetzung zwischen Konservativen und Reformern zeigt sich die Entfremdung von der Kirche.

Er ist zwar „nur“ noch Bischof von Mainz, aber seine sporadischen Wortmeldungen aus der zweiten Reihe haben Signalcharakter. Kardinal Karl Lehmann (75), von 1987 bis 2008 an der Spitze des deutschen Episkopats, sorgt sich um den Zustand seiner Kirche. „Alte Rezepte von rechts und links“ bekriegten sich wieder stärker, so der Kardinal, der eine „neue, ausgeglichene Mitte“ vermisst. Im Klartext: Extreme geben den Ton an.

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2 Comments

  1. Wem Zölibat, Unfehlbarkeitsanspruch des Papstes, Diskrimierung von Homosexuellen oder andere fortschrittliche „Errungenschaften“ seiner Kirche nicht passen, der soll nicht rumjammern sondern einfach aus diesem unsäglichen Verein austreten, denn diese ganzen Absurditäten gehören nun mal zum Kernbestand der katholischen Kirche.

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  2. Wer wundert sich denn über den Richtungsstreit bei den Katholen !? Über deren religiotischen Schwachsinn und die diversen Dogmen läßt es sich doch trefflich – und immer wieder – streiten. Die Katholen verkünden doch schon seit rund 2.000 Jahren immer mal wieder sich widersprechende „Wahrheiten“. Was gestern richtig war, ist heute falsch und umgekehrt. Wer die unbefleckte Empfängnis einer Frau als Fakt erklärt, braucht sich doch nicht über kritische Fragen darüber zu wundern.

    Es gibt eigentlich nichts, worüber man sich bei den Katholen nicht streiten könnte. Zum Beispiel über die Unfehlbarkeit des Papstes oder ähnliche Anmassungen. Selbst die Schöpfung wird von den Katholen kritisiert, indem sie z.B. die Homosexualität als Sünde deklarieren. Als Hetero fällt es zwar auch mir nicht leicht, diese Spielart der Natur zu begreifen. Wenn es jedoch einen Gott geben sollte, was ich sehr stark bezweifle, dann mutet es doch sehr befremdlich an, wenn gottgläubige Katholen-Pfaffen ausgerechnet diese Schöpfungsvariante als Sünde bezeichnen. Das war doch schließlich auch Gottes Werk, oder etwa nicht ? Der liebe Gott (wenn es ihn den gäbe) muß sich dabei bestimmt etwas gedacht haben. Aber so weit reichen die Überlegungen und die Toleranz der Schwarzkittel gegenüber anders gearteten Menschen offenbar nicht. Typisch christlich, kann ich dazu nur sagen. Streitet euch getrost weiter über die Auslegung eurer zusammen fantasierten, spirituell inspirierten Lügengeschichte. Eure Story ist ohnehin so weit von der Wirklichkeit und der Wahrheit entfernt, dass man sich gar trefflich darüber streiten kann.

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