Seltsame Islam-Debatte in Deutschland


Hilal Sezgin, Quelle: wissen.dradio.de

Wieder einmal hat Patrick Bahners Abwechslung in den Verlauf von Deutschlands chronischer Krankheit namens Islamdebatte gebracht. Und dieses Mal begnügte er sich nicht damit, die Islamfeindlichkeit der Mehrheitsgesellschaft zu analysieren, nein, Mitte August intervenierte er in eine Diskussion, von der wohl wenige seiner Kollegen überhaupt Notiz genommen hatten, nämlich in eine bislang rein innerislamische Diskussion über den liberalen Islam.

Von Hilal Sezgintaz

Seit Monaten schon diskutieren zumeist junge, akademisch ausgebildete Muslime in den entsprechenden Nischenmedien, auf Facebook oder in Blogs darüber, ob es eine religiöse Richtung mit der Bezeichnung „liberaler Islam“ sinnvollerweise geben könne. Diese Frage ist akut geworden, seitdem sich im Sommer 2010 ein Liberal-Islamischer Bund (LIB e. V.) gegründet hat, der offensiv für einen theologischen Pluralismus eintritt. In seinen Statuten befürwortet der LIB außerdem weibliche Imame, ermutigt seine Mitglieder zur „freien und selbstbestimmten Lebensgestaltung“ und billigt damit, so lässt sich unschwer zwischen den Zeilen lesen, nichteheliche und homosexuelle Partnerschaften.

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5 Comments

  1. Ich kann diese Wischi-Waschi Christen auch nicht verstehen, die nur die Teile des Glaubens/der Bibel annehmen und des restlichen Teil einfach ausblenden. Allerdings sind mir diese wesentlich lieber, als die Hardcore-Christen, die die Bibel als das wahre ungefilterte Wort Gottes verstehen.
    Die ersteren wollen dich wenigstens nicht foltern bis du ihren Gott anerkennst und dich dann auf dem Scheiterhaufen verbrennen, sie stehen einfach nur daneben und lassen ihre Glaubenbrüder mal machen.

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  2. Wieso klammern sich diese „lieberalen Moslems“ denn so an ihren Wüstengott, wenn sie doch die Hälfte der Mythologie einfach wegschmeissen, weil’s nicht mehr in ein modernes Weltbild passt? Seid mutig, geht einfach den nächsten logischen Schritt weiter…

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  3. Was soll denn ein liberaler Islam sein? Das wäre ja ein selektiver Islam der gewisse Elemente des Islams übernimmt, andere jedoch komplett entfernt. Folglich wäre das kein Islam mehr, sondern eine neue Religion die auf dem Islam basiert. Dazu kommen mir die Aleviten oder die Bahai in den Sinn.

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  4. Einen liberalen Islam kann es genausowenig geben wie ein liberales Christen- oder Judentum, wenn alle, die ihre eigenen Überzeugungen von den Dogmen distanzieren, vom orthodoxen Kern als „keine echten Muslime/Christen/Juden“ bezeichnet werden.

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  5. Iss’lahm – ein weiteres wüstes Wüstenmärchen. Und gammelige Bücher und böse, alte Männer. Nichts neues unter der Sonne und immer noch nicht besser.

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