Behörden verbieten Proteste gegen römische Spukgestalt


Die Veranstalter von Demonstrationen gegen den bevorstehenden Papstbesuch stoßen bei den Behörden auf Widerstand. So verbietet die Berliner Versammlungsbehörde wegen angeblicher Sicherheitsbedenken den Start einer „Karawane zum Papst“ am Brandenburger Tor.

wochenblatt

Auch die Freiburger Stadtverwaltung sowie die Behörden in Erfurt haben die beantragten Protest- und Infostände noch nicht genehmigt. Ein Bündnis von 23 Gruppen will der Stadt Freiburg kurz vor dem Papstbesuch Tausende Unterschriften übergeben, um zu verhindern, dass sich Benedikt XVI. in das Goldene Buch der Stadt einträgt. In Berlin erwartet das papstkritische Bündnis von mittlerweile 54 Organisationen am 22. September eine Demonstration von 15.000 bis 20.000 Menschen während der Rede des Heiligen Vaters im Bundestag.
Der notfalls auf einer anderen Strecke stattfindende Protestzug soll von einem Papamobil mit einem Gegenpapst und einer Gegenpäpstin angeführt werden, gefolgt von Musik- und Tanzgruppen auf Tiefladern, Fußgruppen, Demo-Blöcken mit Nonnen und Mönchen im Stil des Christopher Street Days. Ein Sprecher der Deutschen Bischofskonferenz sagt dazu: „Ich erwarte einen fairen Umgang mit der Person des Papstes und keine Störung des Gottesdienstes.“

2 Comments

  1. blöd aber auch, wenn die heile papistenwelt nicht so harmonisch ist wie vatikanhörige es sich wünschen – dann muss man halt für einen undemokratischen absolutisten das demonstrationsrecht ein wenig einschränken.

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