Irrlehrern das Handwerk legen


Verabschiedete sich nach über drei Jahrzehnten im Amt in den Ruhestand: Thomas Gandow, Beauftragter für Sekten- und Weltanschauungsfragen Foto: pro

Der scheidende Beauftragte für Sekten- und Weltanschauungsfragen der Evangelischen Kirche in Berlin, Pfarrer Thomas Gandow, hat bei seiner Verabschiedung aus dem Amt mehr kirchliches Engagement gegen „Irrlehrer“ gefordert. So nannte er etwa die esoterischen Lehren des ehemaligen TV-Pfarrers Jürgen Fliege „beschämend für alle, die sich Pfarrer nennen“.

pro Medienmagazin

Nach über 30 Jahren als „Sekten-Jäger“, wie Kritiker ihn schimpften, wurde Gandow am Samstag in Berlin mit einem Gottesdienst in den Ruhestand verabschiedet. Seine Ansprache nutzte er, um ein letztes Mal seines Amtes zu walten: Es sei ein „Skandal“ und ein „Ärgernis“, wie etwa Jürgen Fliege „geistlich Arme“ ausnehme. „Irrlehrern“ wie ihm sei das Handwerk zu legen. Gandow spielte vor allem auf Flieges Verkauf eines Produktes an, dass sich „Fliege-Essenz“ nennt und das heilende Kräfte haben soll. Das Beispiel zeige, dass sich die Kirche stärker mit Sekten oder der Esoterik auseinandersetzen müsse. „Es fehlt die Trennschärfe“, sagte Gandow, und weiter: „Religionskritik ist keine evangelische Disziplin mehr.“

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2 Comments

  1. Gandow:
    leider hat er viel mehr kaputt gemacht als aufgebaut.
    Viele die in der kirche mehr wollten, sind in seinen sektentopf gelandet.

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