Michele Bachmann: Madame Fauxpas und der Hurrikan


Bild: (c) EPA (BRIAN BLANCO)

Präsidentschaftskandidatin Michele Bachmann bezeichnete die Wetterkapriolen als „Akt Gottes“. Anderntags wollte Bachmann alles nicht so gemeint haben, dies sei nur ein Scherz gewesen.

Von THOMAS VIEREGGEDie Presse.com

Um eine kräftige Aussage ist Michele Bachmann selten verlegen. Die republikanische Präsidentschaftskandidatin weiß, den Zorn der Wähler zu schüren – und dabei ist ihr jedes Mittel recht. Als evangelikale Christin steht sie mit Gott gleichsam auf Du und Du, und so verwunderte es nicht, dass sie jüngst bei einem Wahlkampfauftritt vor Pensionisten in Florida vom Erdbeben in Virginia und dem Hurrikan „Irene“ unter beifälligem Gejohle als „Akt Gottes“ sprach.

 „Ich weiß nicht, was Gott noch alles tun muss, um die Aufmerksamkeit der Politiker auf sich zu ziehen. Wir hatten ein Erdbeben, wir hatten einen Hurrikan. Er sagte: ,Werdet ihr mir endlich zuhören?’“ Die Attacke war gegen die „Ungläubigen“ in Washington gerichtet, gegen die Prasser und die Staatshörigen. „Hört auf das amerikanische Volk, die Leute brüllen. Die Regierung hat sich eine tödliche Diät verordnet, eine Mastkur.“

3 Comments

  1. Michelle Bachman bedient die grosse Zahl rechtsradikaler christlicher Wähler, die auch heute noch nach den schrecklichen der Bush-Kriege immer noch an eine christliche und kriegerische Mission Amerikas in der Welt glauben: USA = Gods own Country.

    Der US Nobelpreisträger für Ökonomie Paul Krugman hat in der NYT eine schöne Glosse geschrieben: „Republikaner gegen Wissenschaft“ 

    Neben der esotherischen Frau Bachman sind es auch 

    -der christlich fundamentalistische Texaner Rick Perry, der sich mehr aufs Beten als aufs Lösen der Finanzprobleme versteht…Als Fundi ist er natürlich gegen Evolutionsbiologie in den Schulen, (wenigstens solange er selbst  keine ärztliche Hilfe braucht, die ja darauf basiert)…..und den Umweltschutz fürchtet er mehr als die Umweltverschmutzung durch die Ölindustrie im Golf von Mexico…..

    -der ehemalige US Gouverneur von Massachusetts Mitt Romney -ein in der Wolle eingefärbter Mormone- der als Gouverneur dort zwar eine gleiche Krankenversicherung wie Obama einführte, die er für die USA in Washington aberbekämpft…und der in Massachusetts die Risiken der Klimaveränderung an den Küsten sah…die er nun als Präsidentschaftskandidat für die Welt nicht mehr wahrhaben will….

    Wehe der Welt, wenn wieder ein christlicher Fundi vom Weissen Haus die Welt mit Kreuzzügen für die Gute Sache „beglückt“…atomare Waffen und Söldnerameen und die abhängige Nato in Reichweite.

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  2. Argus 7, unterschätze nicht die verbreitete Doofheit im amerikanischen Volk. Ich hoffe zwar auch das sich diese Hirnamputierte bald in Luft auflöst, bezweifle aber nicht, dass sogleich der nächste verdummende Kandidat auf der US-Politrelinarrenbühne auftaucht. Bekanntermaßen ist Mist ja ein guter Nährboden. Und Mist gibt es im Land der unbegrenzten Möglichkeiten, in Hülle und Fülle.

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