Vom Aussterben der katholischen Priester


Erzbischof Becker weiht fünf Priester für das Erzbistum Paderborn. Foto: pdp

Seit 1990 schon verlassen Tausende die katholische Kirche. Im vergangenen Jahr jedoch explodierte diese Zahl jedoch. Schuld sind die vielen Fälle von sexuellem Missbrauch.

Von Angelika Wölk – DERWESTEN

Die katholische Kirche in Deutschland hat ihr Gesicht in den vergangenen Jahren stark verändert. Sie schrumpft auf breiter Fläche – weniger Mitglieder, weniger Priester, Priesteramtskandidaten, Ordensleute oder Pfarreien – ihre Anzahl sinkt. Wer das bisher nur geahnt hatte, kann es nun schwarz auf weiß nachlesen: In einer neuen Broschüre, die die Deutsche Bischofskonferenz jetzt zusammengestellt hat.

Seit 1990 verlassen laut Statistik jährlich über 100 000 Katholiken ihre Kirche. 2010 war das Ausnahmejahr. Der sexuelle Missbrauch durch Geistliche wurde bekannt und stürzte die Kirche in eine ihrer tiefsten Krisen. Fast doppelt so viel Katholiken wie sonst, nämlich 181 193, quittierten das mit ihrem Austritt.

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1 Comment

  1. Die Missbrauchsfälle sind nur ein Grund von vielen, um aus der Kirche auszutreten. Es gäbe aber nur noch weitaus mehr gute Gründe, diese volksverdummende Organisation zu verlassen. Die Blutspur, die von der christlichen Kirche seit nunmehr 2000 Jahren hinterlassen wurde, ist offenbar von den meisten Gläubigen nicht wahrgenommen oder stillschweigend hingenommen worden. Somit trifft alle diese angeblich gottgläubigen Menschen letztlich eine Mitschuld an den im Namen Gottes begangenen Verbrechen.

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