Beten gegen den Terror


Die Angst ist überall: Markt in Abuja, Hauptstadt Nigerias. Bild: dapd

Zum Ende des Ramadan tobt religiöse Gewalt zwischen Muslimen und Christen in der nigerianischen Stadt Jos. Kurz nach dem Anschlag auf die UN-Zentrale nährt das Angst.

Von Katrin Gänsler taz

Ganz Nigeria wollte in dieser Woche feiern, ist doch der Ramadan zu Ende gegangen und Eid al-Fitr – das riesige Fest zum Ende des Fastenmonats – hat begonnen, ein Grund zum Jubeln. Doch wirklich freuen kann sich niemand. Denn nach dem Bombenanschlag auf das UN-Hauptquartier in der Hauptstadt Abuja am Freitag brennt es jetzt wieder – in der nahen Millionenstadt Jos.

Dort sind seit Montag bei Gewalt zwischen Muslimen und Christen mindestens 13, vielleicht auch über 20 Menschen ums Leben gekommen, Ärzte behandeln Dutzende Verletzte weiterhin in den Krankenhäusern. Mehr als 60 Autos und Mopeds wurden angezündet. Bis zum späten Dienstagabend waren Christen stundenlang in der katholischen Kathedrale im Zentrum der Stadt eingeschlossen.

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2 Comments

  1. Beten ist der untaugliche Versuch, versäumtes Handeln mit einem symbolischen, nutzlosen Kultakt zu kompensieren.

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