Deutschland: Nudelsieb auf Führerschein – Pastafarianismus


Niko Alms Pionierleistung findet offenbar Anklang in Deutschland. - ©APA

Der Wiener Niko Alm ließ sich für seinen Scheckkartenführerschein mit einem Nudelsieb auf dem Kopf ablichten – als Anhänger der satirischen Religion des „Pastafarianismus“. Nun zieht Deutschland nach.

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Niko Alm, auch Sprecher des Volksbegehrens gegen „Kirchenprivilegien“, war 2008 ein Folder des Verkehrsministeriums in die Hände gefallen, der Kopfbedeckungen auf Führerscheinfotos untersagte – außer für Angehörige von Religionsgemeinschaften. Also gab er sich als Anhänger der satirischen Religion des „Pastafarianismus“ aus, ließ sich mit einem Nudelsieb auf dem Kopf ablichten und stellte einen Antrag auf einen Scheckkartenführerschein.

Die Behörden untersagten zuerst das Foto und schickten Niko Alm stattdessen zum Amtsarzt, der ihm aber Fahrtüchtigkeit bestätigte. „Ich bin wahrscheinlich einer der wenigen Österreicher, denen ausdrücklich bescheinigt wurde, psychisch gesund zu sein.“ Der Unternehmer fragt sich nun, ob etwa Kardinal Christoph Schönborn, eine Nonne oder eine Muslima ebenso zum Amtsarzt geschickt würden, wenn diese eine geistliche Kopfbedeckung auf dem Führerscheinfoto tragen.

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5 Comments

  1. Mögen wir alle von den nudeligen Anhänseln des Fliegenden Spaghettimonsters berührt werden und wahre Erleuchtung erlangen bis in alle Ewigkeit. Amen.

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  2. Nachtrag: Artikel – mit Bild – zur deutschen Aktion gefunden:

    http://www.focus.de/panorama/welt/fuehrerscheinfoto-mit-piratentuch-satire-religion-schlaegt-behoerden-ein-schnippchen_aid_660026.html

    (das wäre evtl. eine bessere Quelle gewesen 😉 )

    Ein deutscher Anhänger des Fliegenden Spaghettimonsters darf auf seinem Führerscheinfoto religiöse Kopfbedeckung tragen

    Rüdiger Weida, auch bekannt als Bruder Spaghettus, ist zufrieden. Der Vorsitzende des Vereins Fliegendes Spaghettimonster (FSM) Deutschland darf auf seinem Führerscheinfoto eine religiöse Kopfbedeckung seiner Glaubensrichtung tragen: ein Piratentuch mit einem Fischskelett darauf.

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  3. Das berichtet zumindest die Zeitung „Heute“.

    Will niemandem etwas Freude verderben, aber gibt es da keine bessere Quelle? Welche Zeitung soll das überhaupt sein? Auf zdf.de (aka heute.de) gibt es als Suchergebnis nur die Original-Geschichte aus Österreich. Bin da jetzt etwas skeptisch…

    Ausserdem: Gibt es diese Regelung überhaupt in Deutschland?

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  4. Konsequenterweise müßten alle Personen mit religiös motivierter Kopfbedeckung einer amtsärztlichen Untersuchung unterzogen werden. Könnte es sein, dass jeder Hohlkörper automatisch einen Deckel erfordert ? Da spricht so einiges dafür !

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  5. Niko Alm, Glückwunsch zum gelungenen Unternehmen. Es scheint so, dass manch einer, der es nicht in ein Kirchenamt geschafft hat, sein Dasein heutzutage bei der Kfz-Zulassungsbehörde verbringt. Die Methoden Leute unterbuttern zu wollen liegen bei beiden Spezies, wie der Bericht erkennen lässt, ganz ähnlich. Das ist mal wieder ein Musterbeispiel, wie weit man in religiös indoktrinierten Staaten noch vom Säkularismus entfernt ist. Übrigens, die Personen mit religiösem Kopfbedeckungszwang sollten nicht erst zwecks Fotos, in Ausweisen und Führerscheinen, zum Amtsarzt. 🙂

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