Irland ist pissed off – Beichtgeheimnis soll aufgehoben werden


Quelle: wikipedia

In Irland soll es künftig unter Strafe stehen, Hinweise auf Kindesmissbrauch nicht umgehend zu melden – auch eine solche Beichte muss gemeldet werden. Auslöser ist die Untersuchung eines Vertuschungsskandals in der Diözese Cloyne. Doch die katholischen Priester wollen nicht kooperieren.

Von Sebastian HesseARD

Wer gedacht hatte, die Dimensionen des Kindesmissbrauchs-Skandals in der katholischen Kirche Irlands seien inzwischen bekannt, der sah sich vergangenen Monat getäuscht: Da wurde nämlich der sogenannten Cloyne Report veröffentlicht, die amtliche Untersuchung der Vertuschung von Missbrauchsfällen in der irischen Diözese Cloyne. Das Ergebnis: Der Vatikan hatte aktiv dafür gesorgt, dass Fälle sexueller Gewalt an Kindern nicht angezeigt und vor Gericht gebracht wurden. Die Regierung in Dublin schäumte.

Außenminister Eamon Gilmore bestellte den päpstlichen Nuntius, also den Botschafter des Vatikans in Irland ein: „Ich habe ihm gesagt, dass die irische Regierung es inakzeptabel findet, dass Priester durch die Einmischung des Vatikans glauben durften, dass sie Missbrauchsfälle nicht vor Gericht bringen müssen.“ Also zog Gilmore die Konsequenzen: „Nachdem die katholische Kirche einmal mehr gezeigt hat, dass sie mit den Missbrauchsfällen nicht angemessen umgeht, sieht sich die Regierung gezwungen, Gesetze zu verabschieden, nach denen es strafbar ist, Informationen über Kindesmissbrauch zurückzuhalten.“

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4 Comments

  1. Das war ja höchste Zeit, dass dieses mittelalterlichen Gruselkabinett der Ohrenbeichte jetzt wenigstens aufgrund der UNO Kinderschutzkonvention und der Kinderschutzkonvention des Europarates in Irland nun endlich zum Schutz der Kinder reguliert wird. Hoffentlich kann sich unser säkulaer Staat zu sowas auch durchringen.

    Übrigens die Krokodilstränen der kirchlichen Funktionäre sollen nur über den voyeuristischen Hintergrund der katholischen Ohrenbeichte hinwegtäuschen; die Beichtstühle sind nur deshalb verschliessbar, weil Gläubige wie Kinder während der PeepShow vor geilen Priestern geschützt werden müssen.

    Wie bemerkte damals der alte Reichskanzler Bismarck:

    Gesetze, Vorschriften und Würste mag nur, wer nicht weiss wie sie gemacht werden und was drin steckt.

    Hier nun die „Zutaten“ zur Ohrenbeichte 😉

    Die Ohrenbeichte wurde im Jahr 1215 durch Papst Innozenz III auf dem 4. Laterankonzil als Überwachungsmassnahme der Römischen Kirche gegen aufmüpfige Gläubige eingeführt.
     
    http://de.wikipedia.org/wiki/Viertes_Laterankonzil

    Da die Kirche der schnell wachsenden Zahl Andersdenkender (Katharer (die Reinen=Albigenser) Anfang des 13. Jahrhundert in Südwestfrankreich mit Mitteln des Kirchenrechts und der Mission nicht mehr Herr werden konnte, brach dieser „unschuldige“ Papst (Innozenz) einen brutalen und blutigen Kreuzzug gegen die christlichen Albigenser vom Zaun, bei dem Hunderttausende von christlichen Männern, Frauen, Alten und Kindern abgeschlachtet wurden. „Wie unterscheidet man Katholiken von Albigensern?“ war die Frage des Söldners – “ Bringt sie alle um, der liebe Gott sortiert „Die Guten“ sowieso aus!“ antwortete damals der Kirchenfunktionär. Der Kult der Katharer wurde von der „heiligen“ Kirche mit Schwert und dem Feuer -brutal und zur Abschreckung- ausgelöscht.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Albigenserkreuzzug

    Neben Katharern gab es im frühen 13. Jht. noch andere „Häretiker“ (Joachim von Fiore, Waldenser,….) die mit der römischen Lehre nicht mehr einverstanden waren. Um zukünftig über mögliche Abweichler frühzeitig informiert zu werden, wurde auf dem Konzil von 1215  die Ohrenbeichte als Frühwarnsytem für den vatikanischen Geheimdienst ( die Inquisition) eingeführt und das perverse Verfahren wird noch immer praktiziert.

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  2. Wer sich auch jetzt noch – angesichts der unzähligen Mißbrauchsfälle – immer noch zum Katholizismus bekennt, macht sich an diesen Verbrechen mitschuldig.

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  3. Wenn die Iren angeblich so „stinkesauer“ sind, sollten sie Nägel mit Köpfen machen und die menschenverachtenden Christschamanen in die irische See treiben. Durch weitere faule Kompromisse büßen die doch, wie eh und je, keinen Deut von ihrem Unwesen ein.

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