Gehalt vom Staat, Vertrag bei der Kirche


Der evangelische Theologe Heinrich Bedford-Strohm stellt die Staatsleistungen für die Kirchen in Frage. Foto: Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern

Die Bundesländer zahlen den Kirchen jedes Jahr eine stattliche Summe – unter anderem zur Deckung der Personalkosten. Die Regelung basiert auf 200 Jahre alten Verträgen. Diese Praxis stellt der Theologe und zukünftige Bischof der evangelischen Landeskirche, Heinrich Bedford-Strohm, in Frage.

pro Medienmagazin

Insgesamt 460 Millionen Euro zahlen die Bundesländer jedes Jahr an die Evangelischen und Katholischen Kirchen. Bis auf Bremen und Hamburg hat sich jedes Bundesland zu unterschiedlich hohen Staatsleistungen verpflichtet. Die Verträge dazu gehen zurück auf den Beginn des 20. Jahrhunderts. 1924 wurde zwischen Bayern und dem Vatikan ein Konkordat (Staatskirchenvertrag) geschlossen, dem kurz darauf ein inhaltlich ähnlicher Vertrag mit den bayerischen Protestanten folgte, erklärt „Welt am Sonntag“-Autor Matthias Kammann in dem Artikel „Wer hat, dem wird gegeben“ in der aktuellen Ausgabe der „Welt am Sonntag“. Beide Verträge seien „im Kern bis heute gültig“ und regeln den Ausgleich dafür, dass die Kirchen bei der Säkularisation zu Beginn des 19. Jahrhunderts viele Güter an den Staat verloren haben, wofür dieser ihnen seitdem „eine Art Pachtzins oder Entschädigung“ leistet.

weiterlesen

3 Comments

  1. Die Konkordate sind nach heutigem Recht sittenwidrige Knebelverträge. Die sog., während der Säkularisation eingezogen Güter waren Schutzgelder, die mit übelsten Methoden erpresst wurden.
    Wer mit imaginären Höllenqualen droht um Menschen ihre Hab und Gut zu entwenden ist eine Ratte der übelsten Sorte.
    Wer sich darauf bezieht und diese Verträge weiterhin einfordert, ist in meinen Augen ein Verbrecher, der wider besseren Wissens der Rom-Mafia angehört.
    Unser Rechtssystem ist von diesem korrupten Mafiosiverein komplett infiltriert und gehört selbst gefiltert und gereinigt. Leider gilt auch hier die Regel: „Eine Krähe haut der anderen kein Auge aus“.
    Die scheinheilige Infragestellung dieser Konkordate durch Heinrich Bedford-Strohm ist für mich nur Hohn und Spott.

    DIE KONKORDATE MÜSSEN ABGESCHAFFT WERDEN:

    Liken

  2. Wer spricht denn heute noch von den durch Versklavung, Leibeigenschaft und Ausbeutung erworbenen Gütern der Kirche ? Woher sonst stammt denn der Reichtum der katholischen Kirche ? Kaum bekannt ist, dass z.B. auf dem heimatlichen Gut in Ungarn, des als Heiligen verehrten Sankt Martin (dem späteren Bischof von Tours), 20.000 Sklaven gehalten wurden.

    Aber auch der Reformator Martin Luther rechtfertigte die Haltung von Sklaven. Nicht umsonst sagt man, dass der Reichtum der Kirche Blutgeld ist.

    Übrigens: Der Vatikan hortet den zweitgrößten Goldschatz der Welt. Die italienische Zeitschrift „Oggi“ stufte den Goldschatz des Vatikans (1952)hinter demjenigen der USA ein. Der Vatikan ist außerdem der weltweit größte Grund- und Immobilienbesitzer der westlichen Welt. .

    Liken

  3. Von wegen Ausgleich für die, durch die Säkularisation verloren gegangenen Güter. Das meiste war doch sowieso über Jahrhunderte ergaunert.
    Schafe waren und sind schließlich zum scheren da. Oder?
    O.K., wer sich ausnehmen lassen will, bitte schön . Alle Anderen mit zu scheren ist allerdings wirklich nicht mehr zeitgemäß. Die dreiste, profane Abzocke durch diese (Un)Heilsbringer, muß endlich mal ein Ende haben.

    Liken

Kommentare sind geschlossen.