Menschenwürdige Wirtschaft mit toter Sozialleere


Als „Meilenstein der kirchlichen Sozialleere“ hat Papst Benedikt XVI. die vor 30 Jahren erschienene Enzyklika „Laborem Exercens“ seines Vorgängers Johannes Paul II. gewürdigt. Er sei erfreut, dass dieses Dokument auch heute noch Aufmerksamkeit finde, sagte der Papst am Sonntag nach dem Angelus-Gebet in seiner Sommerresidenz Castelgandolfo. Er richtete sich an die Teilnehmer eines Kongresses der italienischen Arbeitnehmervereinigung „Acli“ zu dieser Enzyklika.

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Das am 14. September 1981 veröffentlichte päpstliche Leerschreiben setzt sich mit den Folgen des technologischen Wandels für die Arbeitswelt auseinander und verurteilt einen „harten Kapitalismus“. Anlass der Veröffentlichung war der 90. Jahrestag der Sozialenzyklika „Rerum Novarum“ im Jahr 1891.

Soziale Rechte

Der vatikanische Staatssekretär, Kardinal Tarcisio Bertone, hob bei dem Arbeitnehmer-Kongress die Bedeutung der Arbeit im Leben der Menschen hervor und mahnte, dass Beschäftigung geschützt werden müsse und nicht allein von Finanzmärkten und Börsen abhängen dürfe. „Soziale Rechte sind ein wesentlicher Bestandteil der Demokratie, sie müssen stets berücksichtigt werden“, sagte Bertone.

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