Jesus Christus: Die Fortschreibung des antiken Cäsarenkults?


Jesus gab es nicht, nur Caeser. Das behauptet der Historiker Francesco Carotta. (mag3737/ Flickr/ CC BY-NC-SA 2.0)

Jesus hat nie gelebt, das Neue Testament schreibt lediglich den antiken Cäsarenkult fort, so lautet die These des Antikenforschers Francesco Carotta.

DRadio Wissen

Francesco Carotta führt verschiedene Indizien an: Cäsar wie Jesus begannen ihre Taten in nördlichen Ländern wie Gallien. Außerdem ähnele sich die Entourage auffällig: So habe Pompeius Cäsar auf die politische Bühne gehoben und dann mit ihm konkurriert – ebenso wie Johannes der Täufer bei Jesus.

Nahe an der Wissenschaftsparodie

Carottas Thesen klingen wie eine Wissenschaftsparodie. Er wirft die verschiedenen Evangelien mit ihren ganz unterschiedlichen Überlieferungstraditionen durcheinander, sagt der Jenaer Theologe Manuel Vogel im DRadio-Wissen-Interview. Carottas Analogien seien so allgemein, dass sie nichts aussagen würden. „Seriöse Wissenschaft ist das nicht“, so Vogel. Die Ähnlichkeiten zwischen Jesus und Cäsar seien rein äußerlich oder stark konstruiert: „Das alles sagt überhaupt nichts aus. Mit dieser Theorie ist Carotta auf weiter Flur allein.“

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5 Comments

  1. Als das Christentum unter Konstantin in den Kreis der erlaubten Kulte aufstieg, gab es häufig die Gleichstellung von Heroen und Göttern mit christlichen Anliegen und Figuren, gerade Götter, wie etwa Hercules, welche etwas mit Wiederauferstehung und ewigen Leben zu tun hatten, findet man auch oft als Bildschmuck in den Grabkammern von Christen.

    Sol (Apoll) war mehr oder weniger am Ende der Reichsgott und es war Brauch eine Enge Verbindung zwischen Kaiserhaus und Götterwelt zu schaffen.

    Gibt auch einen anderen Laien namens Joseph Atwill, der eine ähnliche These vertritt, leider hat sich noch kein Profi mit den Thesen auseinandergesetzt, sind eh mehrere erforderlich, denn er versucht sich an historischen, theologischen und archäologischen Beweisen.

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  2. Hm… Jesus als historisch existente Person FÜR SICH ist schon sehr warscheinlich… Nur was in der Rezeptin aus ihm gemacht wurde ist dann schon sehr abenteuerlich. „Das Leben des Brian“ ist da in meinen Augen schon mehr Dokumentarfilm als Satire. Ist erstaunlich viel richtig in dem Film, was man eigentlich als Klamauk abtun würde.

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