Feindbild Islam – Thesen gegen den Hass


In „Feindbild Islam – Thesen gegen den Hass“, das am 1. September als E-Book erscheint, bezieht Jürgen Todenhöfer Stellung zum „muslimischen Terrorismus“ und zum “Anti-Islamismus“ unserer Tage

Von Jürgen Todenhöfer

Sein Fazit: Auch diesen Terrorismus werden wir nur überwinden, wenn wir seine tieferen Ursachen  beseitigen. Und die liegen vor allem in der menschenverachtenden Art, mit der der Westen seit langem mit dem Islam umgeht. Erst wenn wir die muslimische Welt  genauso fair behandeln, wie wir selbst behandelt werden wollen, werden wir die Gewalt terroristischer Minderheiten überwinden.

Todenhöfers Thesen werden und sollen  kontroverse Diskussionen hervorrufen – etwa wenn er als früherer Richter feststellt, „muslimisch  getarnte Terroristen sind Mörder, christlich getarnte Anführer völkerrechtswidriger Angriffskrieger auch.“ Todenhöfer wirbt  um Fairness gegenüber anderen Kulturen und Glaubenswelten als Voraussetzung für einen dauerhaften Frieden in Afghanistan, im Irak und in Palästina. Und er kämpft gegen die „oft peinliche Unkenntnis“ der  Grundzüge des Islam, den manche westliche Politiker noch immer mit der Terror-Privat-Ideologie Bin Ladens verwechseln. Todenhöfer: „Nichts macht uns so verwundbar, wie diese Ignoranz“.

Auf der Basis der Leitsätze seines früheren Bestsellers „Warum tötest du, Zaid?“ hat Todenhöfer seine Thesen zur muslimischen Welt neu gefasst, erweitert und aktualisiert. Seine persönlichen Erlebnisse während des arabischen Frühlings in  Ägypten, Libyen und Syrien sind ebenso eingeflossen wie die vom deutschen Publizisten Thilo Sarrazin neu entfachte Islamdebatte und die angeblich „christlichen“ Terroranschläge von Norwegen.

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3 Comments

  1. Wenn man keine Argumente hat mies bewerten.
    So hat mans gerne.

    Fakt ist nunmal leider, dass Todenhöfer der Meinung ist seinen westlichen Individualismus und den Fokus auf Einzelschicksale von Personen in Dorfgemeinden der Paschtunenclans und Sippen zu transportieren.

    Diese Menschen, (vielleicht noch mit Ausnahme der Kinder denn die kann man noch erziehen was hoffentlich in seinen mitfinanzierten Waisenhäusern auch tatsächlich funktioniert) aber vergegenständlichen sich im Alltag schon ganz von selbst.
    Sein Geschwafel geht deshalb völlig fehl.
    Da sind Frauen Gegenstände wie Stühle und das glauben sie auch.
    Und Kinder, die nicht gerade der Liebling des Paschas sind, auch.
    Ja selbst der Clanführer ist nur ein „Funktionär“, kein eigentliches Individuum mit Rechten, sondern ausschließlich mit Pflichten. Dadurch wird man automatisch bekloppt und benötigt natürlich Halt und Substanz, die man dann in den angeblichen Lehren des Koran findet, den Koran, den die Väter selbst meist gar nicht lesen können!

    Daraus soll dann Mitgefühl für diese armen Irren folgen. –
    Nein, daraus folgt nur „den Vogel zeigen“ und ne große Mauer drum rum bauen.

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  2. Todenhöfers Geschwätz von wegen „Christlicher Welt“ oder „Westliche Welt“, das ist ein Konstrukt, welches in Gänze identisch ist mit dem Zusammenschmeißen der einzelnen Staaten von Ägypten über Lybien bis Syrien. Dabei handelt es sich um völlig verschiedene Ausgangslagen und Mentalitäten und um Feindbilder das Menschen benutzen um polemisch von schweren innenpolitischen Problemen einzelner Staaten abzulenken und die Ursachen außerhalb zu suchen.

    Wer in diesen Ländern gewesen ist und nicht auf den Schwall von Pseudorechtfertigungen der dort ansässigen Personen und ihren primitiv und extremistisch gezimmerten Weltbildern herein fällt wird merken, dass es einzig die Dummheit des Menschen bzw. speziell diverser Personen vorOrt verschuldet ist, dass man dahin siecht.
    Nicht umsonst haben es Länder wie Südkorea vom einstigen japanischen feudalen Kolonialstaat zum Aufstieg geschafft.

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  3. Im weitesten Sinne kann man Todenhöfers Analyse sicher zustimmen. Wenn er die tieferen Ursachen des islamistischen Terrors in der menschenverachtenden Art der westlichen Welt sieht, wie sie mit dem Islam umgeht, wäre es allerdings präziser ausgedrückt, wenn er anstelle der Formulierung „westlichen Welt“ den Begriff „christlichen Welt“ verwendet hätte.

    Die christliche Historie belegt schließlich nachdrücklich, dass Gewalt schon zu allen Zeiten das Wirken und Handeln der christlichen Welt bestimmt hat. Wenn verwundert es, wenn sich der nach dem Christentum begründete Islam nach dem gleichem Muster verhält und ebenfalls auf Gewalt setzt. Beide Religionen predigen zwar die Gewaltlosigkeit, die aber in der Realität auch nur auf dem Papier (in der Bibel und im Koran) steht.

    Somit ist es nur konsequent und logisch, wenn man die eigentliche Ursache der religiös motivierten Gewalt darauf zurückführt, dass es diese beiden Religionen überhaupt gibt. Es sind zudem ja ohnehin nur reine Menschenfantasien, die für die Entstehung von Religionen verantwortlich sind. Letzlich der entscheidende Grund dafür, dass sich bisher keine weltumfassende, an den Realitäten des Lebens orientierte, von religiösen Dogmen und spirituellen Fantasien befreite, rein humanistische Friedens-Philosophie entwickeln konnte.

    Es ist leider nur ein schwacher Trost, dass längst nicht alle Christen und Moslems jedwelche Gewalt ablehnen und verurteilen. Denn auch die friedfertigen und besonnenen Gläubigen haben letztlich (wenn auch ungewollt) den Nährboden für die aus ihren Reihen stammenden, gewaltbereiten Gotteskrieger geschaffen. Beide Religionen fussen letztlich auf willkürlich auslegbaren Thesen, die dazu angetan sind, auch Gewalttaten (im Namen Gottes und im Namen Allahs) zu rechtfertigen. Die These, dass die christliche und die islamische Religion sowohl Ursache als auch Auslöser von Gewalt und fundamentalistischem Terror ist, hat sich in der Realität leider längst als nicht zu widerlegende Tatsache erwiesen.

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