Das rätselhafte ICH


© Miss X/photocase.com

Ein Gespräch mit dem Philosophen Thomas Metzinger über die Schwierigkeit, uns selbst zu erkennen, und die Frage, ob es eine Seele gibt.

Von Stefan KleinZEIT ONLINE

Wie komme ich zu meinem Blick auf die Welt? Und was bleibt einmal von mir, wenn ich sterbe? Um solche Fragen ringen Philosophen seit Jahrtausenden, doch neuerdings leisten Hirnforscher ihnen Gesellschaft. Sie wollen sich einen neuen Zugang zu den alten Rätseln verschaffen, indem sie die Welt unter der Schädeldecke vermessen.

Thomas Metzinger ist auf beiden Gebieten zu Hause. Als Philosoph sucht er die Phänomene des Ichs und des Bewusstseins zu ergründen. Doch ebenso handeln seine Arbeiten von zufälligen Signalen im oberen Hirnstamm, denen wir unsere Träume verdanken, von der Entstehung des Körperempfindens, von Spiegelneuronen, die für das Mitgefühl verantwortlich sind. Metzinger gilt als einer der Pioniere der Neurophilosophie, die das traditionelle Nachdenken über den Menschen mit den Erkenntnissen der Hirnforschung verbinden möchten. Als solcher zählt er zu den wenigen deutschen Philosophen, die man auch international wahrnimmt; er hält Vorträge in der Wissenschaftsakademie in New York genauso wie beim Vatikan.

weiterlesen

1 Comment

  1. Die Verirrungen des menschlichen Geistes sind vielfältig und äußern sich hin und wieder auch mal – wie die Ausführungen des Philosophen Metzinger zeigen – in außerkörperlichen Erlebnissen. Der Mann sollte sich mal untersuchen lassen, wobei die Diagnose möglicherweise auf eine mediumistische Psychose hinausläuft. Das kommt insbesondere unter dem Einfluß von psychischem Streßsituationen häufiger vor. Auch Medikamente oder Drogen können solche Zustände bewirken und auslösen. Somit ist das wirklich kein Thema für esoterische Spinner.

    Gefällt mir

Kommentare sind geschlossen.