Die SPD und die römische Spukgestalt


Der Besuch der römischen Spukgestalt, gemeinhin als Joseph Ratzinger bekannt, oder besser mit seinem Künstlernamen Benedikt XVI. wirft seine antidemokratischen Schatten voraus. Proteste stehen an, immer mehr Menschen sind mit den moralischen Ansprüchen und der wirklichen Umsetzung derselben, ganz weltlich betrachtet, auf Kriegsfuß. Der Nachfolger des Apostels Paulus auf dem Heiligen Kackstühlchen von Rom soll ja im deutschen Bundestag seine irrationalen Gedankenkonstrukte verbreiten dürfen. Trotz unaufgeklärten Missbrauchsvorfällen, trotz Homophobie, Kondom-Verbot und jede Menge reaktionärem Gedankengut, wird dem Undemokraten Ratzinger eine demokratische Plattform gegeben, um seine Sudeleien verkünden zu können.

Religionskritische Mitglieder der SPD künden Protest an. Das sorgt für erheblichen Wirbel in der Partei. Die Religioten Thierse, Steinmeier und etliche andere wollen dem Popanz aus Rom ärschlings beglücken. Der kirchenkritische SPD-Abgeordnete Rolf Schwanitz stört da. Zu dem hofft Schwanitz, dass viele SPD-Abgeordnete, aus Protest, der zu erwartenden Geisterbahn aus Rom, fernbleiben.

Die SPD-Fraktionsführung plant nun einen ganz demokratischen Coup. Man will die, eventuell, leerbleibenden Sitzreihen, mit ehemaligen SPD-Bundestagsabgeordneten auffüllen. Der Eindruck des sichtbaren Protestes gegen den Papst soll ganz sozialdemokratisch vermieden werden. Mit Gründlichkeit geht man an die Ermittlung des Bedarfs von Lückenfüllern. Angeblich habe man eine entsprechende Umfrage gestartet.

Kirchenkritiker Schwanitz beschwerte sich unterdessen über die „gezielte Skandalisierung“ der Papst-kritischen Laizisten in der SPD.

Die SPD macht den deutschen Bundestag, mit solchen Aktionen, vollends zum Kasperle-Theater deutschen Parlamentarismus. Wenn dem so ist, bleibt nur noch zu sagen, Igitt SPD.

DRadio-Wissen

4 Comments

  1. @ Argus7:
    Ich finde es eine Spitzenidee, wenn sich die säkularen Roten, aber natürlich auch andere Farben wenn sie sich trauen, während seiner Rede demonstrativ verdünnisieren würden. Wow, welch ein Paukenschalg. Die Fratze dieses Falken aus Rom möchte ich dann sehen. Dann würde sich das eingewachsene verlogene Grinsen in das eines gehetzten geifernden Teufels verwandeln, so wie sie in vielen Götzenhäusern der Katholen zu sehen sind.

    Die Konkordate müssen aufgekündigt werden! Keinen € den den falschen Propheten.

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  2. „Nachfolger des Apostels Paulus“ ? Der „Paulsdom“ in Rom hat halt eine ähnliche Kuppel wie der „Deutsche Bundestag“ 🙂

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    1. Was darf Satire?
      Tucholsky

      „Die Satire muss übertreiben und ist ihrem tiefsten Wesen nach ungerecht. Sie bläst die Wahrheit auf, damit sie deutlicher wird, und sie kann gar nicht anders arbeiten als nach dem Bibelwort: Es leiden die Gerechten mit den Ungerechten.

      Wem das nicht passt, muß das nicht lesen.

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  3. Ich empfehle den laizistischen SPD-MdBs, ihre Plätze im Bundestag nicht den ausrangierten, ehemaligen SPD-Abgeordneten zu überlassen, sondern wie gewohnt die ihnen zustehenden Plätze einzunehmen. Somit würden für die eilendes organisierten Ersatz-Jubler lediglich Stehplätze zur Verfügung stehen. Wenn dann allerdings der vatikanische Schleimer zum Rednerpult schreitet, wäre der Zeitpunkt für senkrechte und anständige SPD-MdBs gekommen, den Bundestag laut protestierend zu verlassen. Eine solche Show dürfte der Spukgestalt aus Rom unter Garantie bis ans Lebensende in wacher Erinnerung bleiben.

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