Der Papst kommt, das Abendland geht


Benedikt XVI. in Deutschland. Schrille Töne aus Politik und Evangelischer Kirche geben einen Vorgeschmack auf die baldige Visite des Heiligen Vaters.

Von Hans WinklerDie Presse

So wie wir den ORF und die meisten Zeitungen beim Weltjugendtag in Madrid erlebt haben, werden wir auch vom Besuch von Papst Benedikt XVI. in seiner Heimat  Deutschland in der nächsten Woche kaum etwas erfahren. Dafür umso mehr von einigen Demonstranten auf der Straße und von ein paar Zwischenrufern  im Parlament.
Dabei ist es das erste Mal, dass Benedikt XVI. „offiziell“ als Staatsoberhaupt in seine Heimat kommt. Die beiden bisherigen Reisen als Papst nach Deutschland zum Weltjugendtag in Köln 2005 und ein Jahr darauf nach Bayern waren pastoraler Natur bzw. „privat“. Dabei war ausgerechnet der Besuch in Bayern theologisch und politisch besonders folgenreich: Die Vorlesung an seiner ehemaligen Universität Regensburg über Glaube, Vernunft und Gewalt hat weltweites Interesse geweckt und gilt seither als maßgeblich für eine christliche Position in der Debatte über den Islam.

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1 Comment

  1. Toleranz hat dort ihre Grenzen, wo sie mit der Ignoranz, der Dummheit und dem Heuchlertum einer Organisation konfrontiert wird, die in ihrer Historie viel Schuld auf sich geladen, kriminelle Taten begangen, geduldet, beschönigt oder verleugnet hat. Man läßt ja auch keine Mafia-Bosse in einem Parlament auftreten, um sie auf diese Weise quasi zu legitimieren.

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