Neues vom Papst und seiner Schaf-Herde


Der Papst kommt. Und damit der katholische Oberhirte auch ungestört zu den Schafen im Bundestag sprechen kann, besinnt sich die Berliner Versammlungsbehörde auf deutsche Schäferhundqualitäten und verbietet es dem Bündnis „Der Papst kommt“ am Brandenburger Tor während der Predigt vor dem Bundestag zu demonstrieren.

Von KalleWirschderFreitag

Argumentiert wird selbstredend mit den „besonderen Sicherheitsmaßnahmen während des Papstbesuchs.“ Alternativ wird dem Demonstrationsbündnis aus fast 60 unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppierungen, Verbänden und Parteien eine Route vom Potsdamer Platz zum Alexanderplatz vorgeschlagen. Jörg Steinert vom federführenden LSVD kündigte umgehend den Gang vor das Verwaltungsgericht an:

„Den Papst vor der Hörbarkeit einer Protestkundgebung zu schützen, gehört nicht zu den Aufgaben der Sicherheitsbehörden. Das Brandenburger Tor befindet sich außerhalb der Bannmeile des Deutschen Bundestages. Wir wenden uns entschieden gegen eine Einschränkung unseres Rechtes auf Versammlungsfreiheit. Unser Protest ist friedlich und wird von zahlreichen anerkannten Organisationen getragen. Wir lassen uns nicht diskreditieren.“

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1 Comment

  1. So blöd kann der Papst doch gar nicht sein, dass er nicht merken würde, er ist hier von sehr vielen Menschen keineswegs erwünscht. Ergo kann man seiner Hartnäckigkeit trotzdem hier anzutanzen, den Tatbestand der Provokation unterstellen. Wieso sollte man dagegen in einem säkularen Staat nicht protestieren dürfen ? (Ich weiß, die Antwort ist einfach.)

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