Zu christlichem Fundamenmtalismus und den Attentaten in Norwegen


Quelle: Augsburger Allgemeine

Breivik war, ist und wird auch vermutlich immer Christ sein
Christ ist immer das, was der jeweilige Mensch daraus macht. Breivik ist ein Christ, ein extremistischer Christ, wie extremistische Katholiken, die Mexiko schon mit Terror überzogen, wie die LRA in Afrika, wie Opus Dei, wie … .

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Daß er sich nicht sicher ist, daß sein Gott existiert, stört nicht. Immerhin wurden schon viele Katholiken heilig gesprochen, die auf dem Sterbebett vom Glauben abfielen, wie eine in Indien tätige Nonne es tat und jetzt als Heilige verehrt wird.

Freimaurer sind unpolitisch und im Punkt Religion neutral, viele Leute sind schon ein Leben lang Mitglied in der katholischen Kirche und waren seit Jahrzehnten nicht mehr religiös aktiv. Die Dauer einer Mitgliedschaft heißt nicht, daß man überzeugter Anhänger ist, wie die christlichen Kirchen und ihre leeren Kirchen beweisen.

Breivik glautbt an eine christliche Leitkultur, ist Fan von Ratzinger und anderen erzkonservativen Eiferern. Er glaubte an eine vom Christentum bestimmte Ordnung, er glaubte an diesen Überlegenheitsanspruch des Christentums die einzig wahre Religion zu sein.

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3 Comments

  1. Im Grunde genommen spielt es keine Rolle, ob sich der Psychopath Breivik selbst als Christ bezeichnet oder versteht oder ob er als Christ bezeichnet werden kann. Entscheidend ist letztlich nur, dass er seine Handlungsweise und seine Tat als von der christlichen Lehre inspiriert darstellt. Ein Hinweis darauf, wie vielfältig die christliche Lehre interpretiert werden kann.

    Es muß einem doch zu denken geben, wenn sich Breivik als „Fan von Ratzinger und anderen erzkonservativen Eiferern“ darstellt. Wenn das seine Vorbilder sind, dann gute Nacht liebe Welt. Da sollte man sich doch die Frage nach der Mitschuld an Breiviks Taten und der geistigen Urheberschaft dieser christlichen Vorbilder stellen !

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  2. @athir: Es ist ein sehr lesenswerter Kommentar, der einige interessante und diskussionswürdige Punkte enthält.

    Die Aussage, zum Beispiel, dass jeder Mensch, der sich dafür hält, auch ein Christ ist, egal, was für abgefahrene Thesen er vertritt, verdeutlicht das Problem, dass viele mit dem Propagieren des Wischi-Waschi-Christentums als essentielle Wertebasis durch Merkel und co., haben.
    Dein Kommentar fasst im Prinzip die komplette Abneigung, die ich empfinde, wenn Kleriker Breivik das Christ-sein abdiskutieren, bis sich die Balken biegen, in einigen anscheinend gut durchdachten Worten zusammen.
    Es ist nicht notwendig, den katholischen Kathechismus zu kennen oder die Bibel zu lesen. Man braucht noch nicht einmal anzunehmen, dass Jesus von Nazareth tatsächlich der Wundertuer war, als der er heute dargestellt wird. Christsein bedeutet nicht, irgendwelchen bestimmten Doktrien zu folgen. Es reicht schon, anzunehmen, dass die Doktrien denen der Möchtegernchrist folgt, christlich sind. Dann ist er ein Christ.
    Dasselbe gilt für die etlichen islamischen, jüdischen und natürlich alle anderen religiösen Bewegungen.

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