Kirche kritisiert Papst-Boykott im Bundestag


Die Linke will kommende Woche im Bundestag den Papst boykottieren. Auch bei SPD und Grünen planen zahlreiche Abgeordnete, der der Rede des Kirchenoberhaupts fernzubleiben.

Berliner Morgenpost

In der katholischen Kirche wächst offenbar die Sorge vor einem Eklat in Verbindung mit der für Donnerstag kommender Woche geplanten Rede des Papstes vor dem Deutschen Bundestag. „Es gehört sich, einen solchen Gast mit der notwendigen Freundlichkeit, mit Respekt und Noblesse aufzunehmen“, sagte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Freiburgs Erzbischof Robert Zollitsch, der „Passauer Neuen Presse“. Hintergrund der Mahnung sind Boykottankündigungen von Bundestagsabgeordneten der Linken, aber auch einigen Parlamentariern der SPD und der Grünen.

Zollitsch wies darauf hin, dass Bundespräsident Christian Wulff Papst Benedikt XVI. „als Deutschen und als Staatsoberhaupt des Vatikans eingeladen“ habe. „Ich bedaure es, dass Bundestagsabgeordnete wegbleiben und die Rede boykottieren wollen“, sagte der Erzbischof. Zwar habe selbstverständlich jeder das Recht, den Papst zu kritisieren oder zu demonstrieren, er hoffe aber, „dass nicht Krawalle das öffentliche Bild bestimmen“.

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4 Comments

  1. Ich denke, den Plenarsaal im richtigen Moment zu verlassen, kurz nachdem man sich vor Ratzes Füssen übergeben hat, ist genau das angemessene Mass von Zuvorkommenheit, Respekt usw.

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  2. Die kirchliche Kritik am Papst-Boykott liesse sich vermeiden, wenn der Besucher sich der Regel verpflichtet fühlte, dass man eben keinen Besuch plant, wenn man feststellen muß, dass man nicht erwünscht ist.

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