Der deutsche Katholizismus – Sorgenkind des Vatikans


Der Kölner Dom ist nicht nur Wahrzeichen der Stadt am Rhein, sondern zählt auch zu den wichtigsten Kirchen des deutschen Katholizismus. Foto: dpa/Oliver Berg

Rebellische Theologen, unbotmäßige Bischöfe, dazu jede Menge Säkularismus: Die Kirche im Lande Luthers gilt aus vatikanischer Sicht als „Sorgenkind“. Der deutsche Katholizismus nimmt in der Weltkirche eine Sonderstellung ein.

Von Bettina Gabbeevangelisch.de

Die Zeiten des erbittert geführten Streits zwischen dem Vatikan und der katholischen Deutschen Bischofskonferenz über die Schwangerenkonfliktberatung gehören längst der Vergangenheit an. Nach wie vor prägen jedoch auch vor dem Besuch von Papst Benedikt XVI. vom 22. bis 25. September in seiner Heimat tiefe Mentalitätsunterschiede das Verhältnis zwischen Rom und der katholischen Kirche in Deutschland.

Im Unterschied zu seinem Vorgänger als Vorsitzendem der Bischöfe, Kardinal Karl Lehmann, bemüht sich der Freiburger Erzbischof Robert Zollitsch um einen guten Kontakt zur römischen Kurie. Die Angst vor der Selbstständigkeit des „Sorgenkinds“ aus dem Land des Reformators Martin Luther (1483-1546) kann jedoch auch er nicht völlig ausräumen.

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