Glaube, Liebe, Geld


Besuchermagnet. Die Sixtinische Kapelle ist eine wichtige Einnahmequelle des Vatikanstaats. Foto: picture-alliance/ dpa - Foto: picture-alliance/ dpa/dpaweb

Berlin kann vom Papst viel lernen. Wie man seinen Haushalt saniert, zum Beispiel. Eine himmlische Bilanz

Von Paul KreinerDer Tagesspiegel

Endlich hat der Vatikan sein Geld zurück. Neun Monate lang hat er die italienische Justiz angefleht, mit der Bankenaufsicht verhandelt, Unschuld beteuert und Besserung gelobt. 23 Millionen Euro hatte die Staatsanwaltschaft im September 2010 gesperrt: Verdacht auf Geldwäsche. Um Aufträge bemühte Bauunternehmer hatten Schwarz- und Bestechungsgeld in der Vatikanbank versteckt – auf dem Nummernkonto eines Priesters zum Beispiel, den sie „Don Bancomat“ nannten, oder über einen Spitzenfunktionär des italienischen Staates, der als führender „Immobilienberater“ und „Ehrenmann des Papstes“ gleichzeitig im Vatikan saß und damit nach beiden Seiten klüngeln konnte.

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