Neuigkeiten aus dem religiösen Paralleluniversum


 

Quelle: bruedergemeinde.de

Piratenpartei fordert radikale Trennung von Kirche und Staat
[…]Berlin: „Radikal anti-kirchliche Haltung“ der Piratenpartei. Der Wahlerfolg der Piratenpartei in Berlin hat auch bei der katholischen Kirche Irritationen ausgelöst. Die Forderungen der Partei seien „ziemlich abstrus“, sagte der Leiter des Katholischen Büros in Berlin, Karl Jüsten, am Montag dem Kölner „domradio“. Der Kirche mache vor allem die „radikal anti-kirchliche Haltung Sorge“, die etwa auf Wahlplakaten geäußert wurde. Jetzt müsse man genau hinsehen, ob es sich bei den „Piraten“ nur um eine reine Protestpartei handle oder ob deren Wähler tatsächlich hinter den Forderungen stünden, so der Prälat. Er gehe davon aus, dass die Piratenpartei „ein Sammelplatz für das linke politische Spektrum“ sei. Die Piratenpartei hatte bei der Landtagswahl in Berlin am Sonntag 8,9 Prozent der Stimmen gewonnen und zieht mit 15 Sitzen erstmals in das Abgeordnetenhaus ein. Sie setzt sich unter anderem für eine radikale Trennung von Kirche und Staat ein.[…]

Überdurchschnittlich viele Religioten in der Landespolitik
[…]In der mitteldeutschen Politik sind nach Recherchen von MDR THÜRINGEN evangelische und katholische Christen weitaus stärker vertreten als in der Bevölkerung. Demnach sind 37 Prozent der Landtagsabgeordneten in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen evangelisch, 13 Prozent katholisch und ein weiteres Prozent gehört einer anderen Religionsgemeinschaft an. Diese Anteile sind weit entfernt von den konfessionellen Bindungen der Bevölkerung dieser drei Bundesländer. Danach sind knapp 20 Prozent evangelische Christen, rund fünf Prozent katholisch, während die Anteile von Angehörigen anderer Religionen verschwindend gering sind. Während durchschnittlich drei Viertel der Bevölkerung Mitteldeutschlands keiner Kirche angehören, bezeichnet sich in den Landtagen nur knapp die Hälfte der Abgeordneten als konfessionslos oder macht dazu keine Angaben. Von den 28 Ministern und Regierungschefs bekennen sich nur fünf zu keiner Religion. Der Thüringer CDU-Landtagsabgeordnete Klaus Zeh erklärte dies mit der friedlichen Revolution der Jahre 1989 und 1990. Diese habe in den Kirchen begonnen, ihre Protagonisten seien kirchlich gebunden gewesen, und viele von ihnen hätten sich später weiter politisch engagiert. Auch er habe als Katholik wie viele andere Christen den Anspruch, sich auch in der Gesellschaft zum Wohle anderer einzusetzen, sagte Zeh.[…]

Wo Gott ist, da ist Hirnlosigkeit …
[…]Der Ring Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS) Thüringen hat eine „Hetzjagd“ von Kritikern gegen den Papst und die katholische Kirche beklagt. Die von den Gegnern geplanten Kampagnen zeugten von einem totalitären Absolutheitsanspruch, den schon die „Atheismus-Inquisitoren des SED-Regimes“ verfolgt hätten, sagte RCDS-Landesvorsitzender Sebastian Dewaldt am Sonntag. Den Besuch des Papstes bezeichnete er als ein Jahrtausendereignis und Segen für Thüringen. Der Nationalsozialismus und der Kommunismus hätten gezeigt, wohin Gottlosigkeit führen könne. Kirchen-Kritiker planen nach den Angaben unter anderem sogenannte religionsfreie Zonen.[…]

ZDF-Online-Angebot zum Papstbesuch mit Blog und „Papst-Scanner“
[…]Auch im ZDF-Online-Angebot wird der Staatsbesuch Papst Benedikts XVI. in Deutschland umfassend begleitet. Unter http://papst.zdf.de werden die Ereignisse in Videos und Interviews zusammengefasst. Eine interaktive Kartengrafik erklärt die Reiseroute und das Programm des Kirchenoberhaupts. Um Analysen und Randnotizen des Papstbesuches geht es im eigenen Blog „PAPAmobil“: http://blog.zdf.de/papamobil . Ob Papst-Auftritt oder Protestaktion – von Berlin über Erfurt bis nach Freiburg begleitet die ZDF-Onlineredaktion die Papstreise mit Reportagen und Analysen. Die Autoren und Blogger sind unter anderen der ZDF-Vatikanexperte Jürgen Erbacher, der in der Papstmaschine mitfliegt, die Leiterin der katholischen Kirchenredaktion Michaela Pilters sowie die ZDFonline-Reporter Ulrike Brandt, Sophie Burkhardt, Hubert Krech und Sonja Schünemann. Im interaktiven ZDF-Scanner http://scanner.zdf.de/papst.html wird der Papst „durchleuchtet“: Wie denkt das Oberhaupt der katholischen Kirche? Wie schätzen Weggefährten den Pontifex ein? Benedikt XVI. selbst kommt zu Wort, ebenso sein Bruder Georg. Kritiker und Beobachter analysieren den deutschen Papst. Die User können ein Bild des Papstes von Kopf bis Fuß anklicken, um zu erfahren, wo er seine Wurzeln hat, wofür sein Herz schlägt oder wie seine politische Handschrift ist. Mit jedem Klick werden Videos aus Interviews und ZDF-Sendungen aktiviert, die Antworten geben. Auch zu brisanten, gesellschaftlich kontrovers diskutierten Themen wie etwa der Haltung der katholischen Kirche zur Ökumene, zum Islam, zum Zölibat und zum Gebrauch von Verhütungsmitteln können im Scanner Video-Analysen abgerufen werden.[…]

Wenn die Katholiban von Demokratie faselt …
[…]Die rund hundert Abgeordneten, die der Rede des Papstes fern bleiben, nehmen nicht nur „das freie Recht eines jeden Abgeordneten, an einer Plenarsitzung teilzunehmen oder ihr fern zu bleiben“ (Volker Beck) in Anspruch. Sie zeigen auch ein undemokratisches Verhalten, Intoleranz und ihren Mangel an Respekt. Wenn der Papst zu naturrechtlichen Fragen, wie Familie oder Sexualität spricht, mischt er sich nicht in die deutsche Innenpolitik ein. Wenn der Papst die kirchliche Lehre, gemäß seinem Auftrag, darlegt, geschieht dies ebenso wenig. Er gibt vielmehr den Menschen, ob sie gläubig sind oder nicht, jene Orientierung, die wir in der Politik so sehr vermissen. Papst Benedikt XVI ist nicht nur das kirchliche Oberhaupt von einem Drittel der Deutschen, und weltweit von mehr als einer Milliarde Katholiken. Er gilt auch, vor den internationalen Foren, wie der UNO, als der Sprecher der Christenheit. Das Verhalten jener Abgeordneten, die den Papst nicht hören wollen, ist tiefster Provinzialismus. Prof. Dr. Hubert Gindert 1. Vorsitzender des „Forum Deutscher Katholiken“[…]

Ober-Katholiban Müller: „Als Katholik hat Wulff keine Vorrechte“
[…]Das gilt nach seiner Meinung auch für das Problem, geschiedene Katholiken, die wieder geheiratet haben, pauschal zum Empfang der Eucharistie zuzulassen. «Wir Katholiken gehen von dem hohen Gut, ja, dem Geschenk der Unauflöslichkeit der Ehe aus», sagte Müller. «Wir müssen pastoral jeden Einzelfall betrachten, aber wir können nicht generell und augenzwinkernd sagen: Wiederverheiratete Geschiedene können einfach zur heiligen Kommunion gehen, und dann ist alles in Ordnung.» Über den in diesem Zusammenhang oft genannten Bundespräsidenten Christian Wulff, der katholisch, geschieden und wiederverheiratet ist, sagte der Regensburger Bischof: «Als Bundespräsident hat Christian Wulff im staatlichen Sektor Anspruch auf besondere Achtung. Als Katholik hat er keine besonderen Vorrechte.» […]

Wie hält es der Deutsche mit dem Irrglauben?
[…]180.000 Menschen sind im letzten Jahr aus der katholischen, 150.000 aus der evangelischen Kirche ausgetreten. Was treibt Menschen an, weiterhin Kirchenmitglied zu bleiben? Der Gottesdienstbesuch kann es nicht sein, mutmaßt „WamS“-Autor Matthias Kamann, denn nur 12,6 Prozent der rund 25 Millionen Katholiken und weniger als fünf Prozent der 24 Millionen Protestanten gehen überhaupt in die Kirche. Nicht nur dies zeige, dass die kirchliche Bindung nachlasse, dennoch habe sich an der „Grundreligiosität“ der Deutschen wenig geändert, stellt „WamS“-Autor Matthias Kamann fest: Diese begründet er mit den Ergebnissen des Religionsmonitors der Bertelsmannstiftung: Im Jahr 2007 hielten sich 77 Prozent der Befragten für irgendwie religiös“, aktuell hätten dies noch 75 Prozent angegeben. Laut einer aktuellen Umfrage von TNS Emnid bezeichnen sich 36 Prozent der Protestanten als „gar nicht“ oder „wenig religiös“. Bei den Katholiken sagen dies 26 Prozent der Befragten. Dennoch seien den Deutschen die Kirchen wichtig.“Es soll die großen Kirchen geben. Diese sollen ökonomischen Zwängen enthoben sein, um karitativ und seelsorgerlich dem Zusammenhalt der Gesellschaft zu dienen“, schreibt Kamann. Scheinbar wollen Menschen zu bestimmten Anlässen wie Taufe, Konfirmation, Hochzeit und Beerdigung nicht auf die „religiöse Infrastruktur und geistliche Ansprache“ verzichten[…]

Kornelia Möller, Bundestagsabgeordnete der Linkspartei: „Christliche Werte spielen eine große Rolle in der Linken“ ???
[…]Haben Sie Verständnis für die Proteste?
Möller: Ja. Sie wissen, dass ich aus der katholischen Kirche ausgetreten bin, weil ich Kritik am Papst und der Kirche in verschiedenen Punkten habe. Da ist zum einen Opus Dei – Benedikt XVI. hat für meinen Geschmack eine Nähe zu dieser Organisation, die er nicht haben dürfte. Da ist der Umgang mit den Opfern und Tätern sexueller Gewalt, den ich nicht gutheißen kann. Da ist ferner die Ausgrenzung von homosexuellen Christen, und es ist natürlich der Umgang mit Verhütung, gerade im Zusammenhang mit Aids. Das sind schwere Kritikpunkte, die ich teile. Von daher habe ich Verständnis für Protest, natürlich.
Glauben Sie, dass die Fragen, die Sie angesprochen haben, bei der Rede am Donnerstag eine Rolle spielen werden?
Möller: Ich kann das nicht abschätzen, hoffe aber, dass der Papst darauf eingeht. Er müsste klare Worte sprechen – für ein Miteinander und für einen verantwortlichen Umgang gerade mit den Menschen, die Unterstützung brauchen. Wir brauchen klare Worte gegen Ausgrenzung, auch zum Beispiel gegen die Ausgrenzung der Menschen in Griechenland. Wo setzt Ausgrenzung an, wo setzt ein verantwortliches und fürsorgliches Miteinander an? Das sind nur verschiedene Seiten der gleichen Medaille.
Sie sind zwar aus der katholischen Kirche ausgetreten, aber weiterhin Christin.
Möller: Ja, auf jeden Fall.
Welche Rolle spielen Christen in der Linksfraktion?
Möller: Wir haben eine Arbeitsgemeinschaft „Christen in der Linken!, die sehr aktiv ist. Ich selbst gehöre ihr aber nicht an. Christliche Werte spielen eine große Rolle in der Linken, denn christliche, soziale und auch sozialistische Werte gehören für mich persönlich zusammen und überschneiden sich. Fragen von Frieden und sozialer Gerechtigkeit betreffen mich sowohl als Christin wie auch als demokratische Sozialistin.
Ist die Schnittmenge von kirchlichen Positionen und linker Politik nicht größer als früher?
Möller: Ich glaube schon. Während des vergangenen Bundestagswahlkampfes habe ich in Regensburg mit jungen Christinnen und Christen gesprochen und über unser Wahlprogramm diskutiert. Es gab große Übereinstimmungen – ich würde sagen, zu 98 Prozent waren wir einer Meinung[…]

Kurienkardinal: Ausschluss von Frauenpriestertum ist definitiv
[…]Vatikanstadt, 19.09.2011 (KAP) Die Nichtzulassung von Frauen zum Priesteramt in der katholischen Kirche besitzt nach Auffassung des Präfekten der vatikanischen Kleruskongregation, Kardinal Mauro Piacenza, endgültigen Charakter. Die bisweilen als „Ausflucht“ vertretene Auffassung, die kirchliche Festlegung in dieser Frage sei nur von „relativer Endgültigkeit“, sei abwegig und entbehre jeder Grundlage, sagte Piacenza am Wochenende in einem Interview mit der römischen katholischen Nachrichtenagentur „Zenit“. Der Kurienkardinal verwies auf das Apostolische Schreiben „Ordinatio Sacerdotalis“ vom 22. Mai 1994. Dieses Dokument habe die Frage des Frauenpriestertums endgültig geklärt. Papst Johannes Paul II. hatte darin festgestellt, „dass die Kirche keinerlei Vollmacht hat, Frauen die Priesterweihe zu spenden, und dass sich alle Gläubigen der Kirche endgültig an diese Entscheidung zu halten haben“.[…]

Austria und seine Häretiker 😀
[…]Salcher ruft via OÖN jetzt Gläubige zum zivilen Ungehorsam auf. Auf seiner Homepage erklärt er laut OÖN, dass in seiner Pfarre auch wiederverheiratete Geschiedene sowie Menschen, welche aus der Kirche ausgetreten sind, willkommen seien. „Dazu stehe ich. Wir sind eine katholische Pfarre, das heißt, allumfassend. Dazu gehören auch Menschen, die gescheitert sind oder in ihrem Leben einen Bruch hatten. Diese Menschen sind bei uns willkommen und auch zu den Sakramenten eingeladen. Das ist die Linie Jesu. Geschiedene lassen sich ja nicht zur Gaudi scheiden“, äußert Salcher dazu und betont, dass er diesen auch die Hl. Eucharistie geben werde[…]

Katholische Stasi-Spitzel im Vatikan
[…]Zwei Trierer Katholiken hatten in Rom fleißig der Stasi zugearbeitet und unter anderem Joseph Ratzinger, den damaligen Präfekten der Glaubenskongregation bespitzelt … Hinter dem anderen Spion mit dem Decknamen „Lichtblick“ verbarg sich der 1987 in Rom verstorbene Benediktinerpater Eugen Karl Brammertz. Nach Angaben von „volksfreund.de“ habe er der Stasi über Abhörmöglichkeiten in den vatikanischen Gemächern oder von Rombesuchen deutscher Politiker und Bischöfe berichtet. Schon vor zwölf Jahren hatte der damalige Abt der Trierer Benediktinerabtei St. Matthias, Ansgar Schmidt, über Bammertz gesagt: „Einmal mehr wird deutlich, welch abgründige Geheimnisse die Seele eines Menschen zu bergen vermag“.[…]

1 Comment

  1. Erst hab ich Ginderts Geschwafel für Satire gehalten… Aber dann musste ich zu meinem Entsetzen feststellen, dass der das bitterernst meint. Gindert selbst ist Agrar -und Politikwissenschaftler. (Wie auch immer das zusammenpassen mag) Außerdem ist er Chefredakteur des katholische Propagandablättchens „Der Fels“. (Ernsthaft, das Ding heißt wirklich so.)

    „Die rund hundert Abgeordneten, die der Rede des Papstes fern bleiben, nehmen nicht nur „das freie Recht eines jeden Abgeordneten, an einer Plenarsitzung teilzunehmen oder ihr fern zu bleiben“ (Volker Beck) in Anspruch. Sie zeigen auch ein undemokratisches Verhalten, Intoleranz und ihren Mangel an Respekt. “

    Gerade das angeblich undemokratische Verhalten dürfte dem Oberpopen imponieren. Letztlich scheint das ja in seinem Privatstaat eine Tugend zu sein, auch wenn diese Form ihm unangenehm aufstoßen sein wird… wobei natürlich darauf hingewiesen wird, dass eine Mehrheit B16 eingeladen habe. Vermutlich haben besagte Abgeordnete aber dagegen gestimmt. Letztendlich bleibt die Entscheidung dieser Kammer, nämlich den Pabst einzladen, davon unberührt, es werden einfach nur weniger Leute für den Kotau zur Verfügung stehen. Und ja… die böse Intoleranz, die sich durch das verfassungsmäßige Recht manifestiert einer Beweihräucherung des letzten absolutistischen Staatsoberhauptes Europas mit recht spannenden Ansichten zu „Häretikern“, Frauen, Homosexuellen und Päderasten, fernzubleiben. Wie intolerant gegenüber dem intoleranten Vizegottes. Ja, auch noch respektlos sind sie angesichts einer ganzen Generation Afrikaner, die ins Gras gebissen haben, weil dieser perverse Gerontenverein sich für ihr Sexualleben interessiert. Dabei ist doch gerade die Geschichte der RKK ein Beispiel an Rücksichtnahme und Respekt. Schließlich geschah es ja nur zum Besten der rückfälligen Ketzer, wenn man sie anzündete.

    „Wenn der Papst zu naturrechtlichen Fragen, wie Familie oder Sexualität spricht, mischt er sich nicht in die deutsche Innenpolitik ein. Wenn der Papst die kirchliche Lehre, gemäß seinem Auftrag, darlegt, geschieht dies ebenso wenig. Er gibt vielmehr den Menschen, ob sie gläubig sind oder nicht, jene Orientierung, die wir in der Politik so sehr vermissen.“

    Nur um das noch einmal zusamenzufassen… Das Oberhaupt eines fremden Staates, dass zudem noch geistiges Oberhaupt eines guten Teils der Deutschen ist (d. h. Stellvertreter DES Gottes, nicht weniger), spricht vor der versammelten Legislative der Deutschen über ihre Sexualität und ihr soziales Zusammenleben. Das hat dann keinerlei innenpolitische Auswirkungen…
    Eine Frage: Warum spart er sich dann nicht die Mühe?
    Mal ganz davon abgesehen, dass wir eine Verfassung haben, und sicherlich nicht die Belehrungen eines Staates benötigen, der sich durch seinen Beobachterstatus in der UNO konstant um die förmliche Anerkennung der Menschenrechte drückt.

    Und in WESSEN Auftrag legt er diese Lehre aus? Meiner ist es bestimmt nicht. Und selbstverständlich ist das eine innenpolitische Einmischung! Was betrachtet denn Gindert sonst als eine innenpolitische Einmischung? Soll der Pabst die Schweizer Garde einmarschieren lassen, oder was?

    Und der Pabst soll Orientierung bieten? Ich hoffe doch wohl nicht! Was die Auswirkungen auf die Innenpolitik eines Staates durch die RKK angeht, dürfte Irland wohl ein beredtes Bild liefern.

    „Papst Benedikt XVI ist nicht nur das kirchliche Oberhaupt von einem Drittel der Deutschen, und weltweit von mehr als einer Milliarde Katholiken. Er gilt auch, vor den internationalen Foren, wie der UNO, als der Sprecher der Christenheit. Das Verhalten jener Abgeordneten, die den Papst nicht hören wollen, ist tiefster Provinzialismus.“

    Sprecher der Christenheit?! Rofl! Fragen wir doch mal die Queen ob sie in ihrer Eigenschaft als Oberhaupt der anglikanischen Kirche ausgerechnet IHN (!) als ihr Sprachrohr ansieht? Warum laden wir die nicht ein, auf dass sie uns ihre güldenen Weisheiten zum Thema Sex und Familie kundtut? Ich glaube, die hat etwas mehr Erfahrung in diesen Dingen als unser Bene.

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