Neuigkeiten aus dem religiösen Paralleluniversum


 

Quelle: bruedergemeinde.de

Dreister geht es nicht mehr …
[…]KNA: Welche Bedeutung hat es, dass Benedikt XVI. als erster Papst vor dem Deutschen Bundestag sprechen wird? Zollitsch: Es ist eine große Chance, dass Benedikt XVI. hier einmal außerhalb des religiösen Rahmens zu den Deutschen sprechen kann. Damit bietet sich ihm beispielsweise die Chance, Themen anzusprechen, die in die gesamte deutsche Gesellschaft hineinwirken und Deutschland als Staat betreffen. Etwas zu sagen etwa zum Verhältnis von Staat und Kirche oder zu den Werten, von denen unsere Gesellschaft und Demokratie in Deutschland und Europa leben. Ich denke, dass die Bundestagsrede eine Ermutigung wird für diejenigen, die sich für die grundlegenden Werte in unserer Gesellschaft einsetzen und über den Tag hinaus denken, und nicht nur die Werte der Ökonomie hochhalten … KNA: Wie stehen Sie zu den angekündigten Demonstrationen und Protestaktionen von Gegnern des Besuchs, vor allem in Berlin? Zollitsch: Wir leben in einer Demokratie, in der das Recht zur Demonstration aus gutem Grund verankert ist. Zugleich hoffe ich aber, dass der Besuch und die Botschaft des Papstes nicht von einigen Chaoten überschattet oder gar übertönt wird.[…]

Brandmüller lässt es Krachen
[…]Angesprochen auf die Missbrauchsskandale und den durch den „Dialogprozess“ erhofften Neuanfang in der deutschen Kirche erklärte Brandmüller, dass die Missbrauchsskandale nicht Ursache, sondern Folgen und Symptome einer tiefen, seit Jahrzehnten den Glauben erfassenden Desorientierung seien. In ihnen komme ein weitgehender Verlust der Dimension des Übernatürlichen zum Ausdruck: „Die Wirklichkeit Gottes war und ist für viele aus dem Blickfeld geraten“. Daher sei es schwer verständlich, was diesbezüglich ein wie immer gearteter Dialog zwischen wem auch immer über uralte, längst ausdiskutierte Themen bewirken könne. Es müsse vielmehr darum gehen, mit neuer Bereitschaft zum Hören, zum Glauben und zur Umkehr dem Heiligen Vater zuzuhören, wenn er in Deutschland das Wort Gottes verkünde … Trotz aller oft festgestellten „Kleinmütigkeit“ der deutschen Katholiken, wenn es um die Wirkung Benedikts XVI. gehe, sei es vielmehr der Fall, dass das so genannte kirchliche Establishment den Hunger vieler Menschen nach Gott, nach Wahrheit und sicherem Grund für das Leben und Sterben unterschätze: „Da dieser Hunger durch eine weithin kleinmütige, horizontalistische und damit oberflächliche Verkündigung seit langem ungestillt bleibt“, so Kardinal Brandmüller, „wird dem Wort des Papstes erhöhte Aufmerksamkeit nicht zuletzt außerhalb der Kirche entgegengebracht werden“.[…]

Priesteranwärter in Belgien müssen Psychotest auf Pädophilie machen
[…]Brüssel. – «Die Kirche muss die Kinder besser schützen», sagte der Vorsitzende der Bischofskonferenz, André Joseph Léonard, am Montagabend dem flämischen Fernsehsender VTM. Daher sollten unter den Seminaristen mögliche pädophile Neigungen aufgespürt werden. Die Männer sollten «gescreent» werden, führte der Primas aus. Dazu werde zu Beginn der Ausbildung ein psychologisches Profil erstellt. In der Folge würden die Seminaristen spezielle Sitzungen mit Psychologen absolvieren. Das Ziel ist, dass Pädophile nicht Priester werden[…]

Das sind Probleme, au weia 😀
[…]Ökumene: Ärger um katholisches Abendmahl in evangelischer Kirche Das von zwei Kölner Priestern für Mittwochabend geplante Abendmahl für Christen aller Konfessionen stößt auf heftigen Widerstand beim Erzbistum Berlin. Wie der Berliner «Tagesspiegel» (Dienstagsausgabe) berichtet, hat Erzbischof Rainer Maria Woelki den beiden vom Dienst suspendierten Priestern in einem Brief «mit rechtlichen Konsequenzen» gedroht. Die Zeitung zitiert Woelki mit den Worten: «Als Ortsordinarius untersage ich Ihnen ausdrücklich die Feier der Heiligen Eurcharistie im Erzbistum Berlin.» Eine Zuwiderhandlung sei «ein schwerwiegender Angriff gegen die Einheit der Kirche». Das Abendmahl soll am Vorabend des Deutschlandbesuches von Papst Benedikt XVI. in der evangelischen St.Thomas-Kirchengemeinde in Berlin-Kreuzberg gefeiert werden. Dabei sind anders als sonst bei katholischen Messen Christen aller Konfessionen zum Abendmahl eingeladen. «Wir glauben, dass wir in der ökumenischen Diskussion leben müssen», begründete der katholische Priester Christoph Schmidt, der zusammen mit seinem Lebenspartner, Priester Norbert Reicherts, den Gottesdienst leiten wird, sein Vorhaben. Zur Feier seien deshalb alle eingeladen, «auch die Amtsträger der katholischen Kirche». Schmidt hält auch nach dem Brief Woelkis an seinen Plänen fest. «Davon lassen wir uns nicht abhalten», sagte er der Zeitung. Die beiden katholischen Geistlichen haben nach eigenen Angaben ihr Amtspriestertum 1998 aufgegeben, verstehen sich aber weiterhin als Priester. Die Kirchengemeinde St. Thomas tritt als Gastgeber für die katholische Abendmahlsfeier auf.[…]

Unglaublich, vatikanische Orientierungen für den Straßenverkehr
[…]Stuttgart (ACE) 20. September 2011 – Wer die Mahnungen des Papstes zum richtigen Verhalten im Straßenverkehr befolgt, fällt möglicherweise weniger häufig als Verkehrssünder auf. „Das Auto soll für dich nicht Instrument der Macht, der Überlegenheit und ein Anlass zur Sünde sein. Überzeuge mit Nächstenliebe die jungen Leute und auch den, der nicht mehr jung ist, dass sie sich nicht ans Steuer setzen, wenn sie nicht dazu in der Lage sind.“ Das salbungsvolle Zitat stammt aus den „Orientierungen für die Pastoral der Straße“(www.vatican.va/roman_curia/pontifical_councils/migrants/p…), die der Vatikan gerade erst vor gut drei Jahren veröffentlicht hat. Sie umfasst 48 Seiten und enthält 84 einzelne Abschnitte; ein Kapitel widmet sich sogar der „Verkündung der Frohen Botschaft“. Unmittelbar vor dem Besuch des Papstes in Deutschland erinnerte jetzt der ACE Auto Club Europa an die tiefsinnigen Überlegungen, die die katholische Kirche über den Straßenverkehr angestellt hat.[…]

Wie kann man sich nur so einen Scheißdreck aufbürden lassen???
[…]Im Katechismus der Katholischen Kirche ist die Situation klar beschrieben: „In vielen Ländern gibt es heute zahlreiche Katholiken, die sich nach den zivilen Gesetzen scheiden lassen und eine neue, zivile Ehe schließen. Die Kirche fühlt sich dem Wort Jesu Christi verpflichtet: ‚Wer seine Frau aus der Ehe entlässt und eine andere heiratet, begeht ihr gegenüber Ehebruch. Auch eine Frau begeht Ehebruch, wenn sie ihren Mann aus der Ehe entlässt und einen anderen heiratet’ (Mk 10,11-12). Die Kirche hält deshalb daran fest, dass sie, falls die Ehe gültig war, eine neue Verbindung nicht als gültig anerkennen kann. Falls Geschiedene zivil wiederverheiratet sind, befinden sie sich in einer Situation, die dem Gesetze Gottes objektiv widerspricht. Darum dürfen sie, solange diese Situation andauert, nicht die Kommunion empfangen. Aus dem gleichen Grund können sie gewisse kirchliche Aufgaben nicht ausüben. Die Aussöhnung durch das Bußsakrament kann nur solchen gewährt werden, die es bereuen, das Zeichen des Bundes und der Treue zu Christus verletzt zu haben, und sich verpflichten, in vollständiger Enthaltsamkeit zu leben“ (Katechismus Nr. 1650) … Die Unauflöslichkeit des Ehesakraments, das sich die beiden Eheleute vor Gott und der Welt spenden, ist der theologische Grund dafür, dass ein wiederverheirateter Geschiedener im Stand des kontinuierlichen Ehebruchs und somit in schwerer Sünde lebt: „Die Ehescheidung ist ein schwerer Verstoß gegen das natürliche Sittengesetz. Sie gibt vor, den zwischen den Gatten freiwillig eingegangenen Vertrag, bis zum Tod zusammenzuleben, brechen zu können. Die Ehescheidung missachtet den Bund des Heiles, dessen Zeichen die sakramentale Ehe ist. Das Eingehen einer, wenn auch vom Zivilrecht anerkannten, neuen Verbindung verstärkt den Bruch noch zusätzlich. Der Ehepartner, der sich wieder verheiratet hat, befindet sich dann in einem dauernden, öffentlichen Ehebruch“ (Katechismus Nr. 2384). Insofern kann ein wiederverheirateter Geschiedener aufgrund der effektiven und fortbestehenden Leugnung der Wirkungen und Pflichten, die sich aus der Sakramentalität der unauflöslichen Ehe ergeben, nicht Tröstung im Sakrament der Buße erfahren. Da dieses die Bedingung der Möglichkeit für den Zugang zur Eucharistie ist, ist ihm auch der Leib des Herrn verwehrt. Wenn der andauernde Ehebruch nicht saniert wird, steht der, der „hartnäckig in einer offenkundig schweren Sünde verharrt“, auf derselben Ebene wie einer, der durch eine auferlegte oder erklärte Kirchenstrafe ausgeschlossen ist[…]

Präses Schneider klang doch schon mal ganz anders … protestantische Arschkriecherei!
[…]Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Nikolaus Schneider, hat wenig Verständnis für den geplanten Boykott der Papstrede im Bundestag durch zahlreiche Abgeordnete. „Es ist jetzt einfach eine Frage der Höflichkeit, dem Papst auch zuzuhören“, sagte Schneider der Nachrichtenagentur dapd in Düsseldorf. „Zuhören und Zustimmen sind doch zwei verschiedene Dinge. „Der Papst sei auch ein Staatsoberhaupt. Eingeladen zu der Rede habe ihn der Bundestagspräsident. „Ich finde das ein etwas merkwürdiges Verhalten, da nun so heftige Kritik zu üben und meine, man müsste es stärker unter dem Gesichtspunkt des angemessenen und würdigen Benehmens sehen“, betonte der EKD-Ratsvorsitzende.[…]

Legionäre Christi im Bistum Passau herzlich Willkommen
[…]Am 15. September hat der Stadtrat von Neuötting den Verkauf der ehemaligen Hotelberufsfachschule „Bavaria“ an die katholische Ordensgemeinschaft der Legionäre Christi genehmigt. Dem Vorhaben der Kongregation, nach Alzgern umzuziehen, hatte im Vorfeld auch der Passauer Bischof Schraml zugestimmt. Die Ordensgemeinschaft wird das Gebäude in Zukunft als Noviziat und als Einkehrtagshaus für die Ordensmitglieder der gesamten Provinz West- und Mitteleuropa nutzen. Sowohl die Vertreter der Stadt Neuötting, als auch des Bistums Passau und der Ordensgemeinschaft äußerten sich zufrieden mit dem Abschluss der Verhandlungen … Das Noviziat stellt einen der ersten Schritte auf dem Ausbildungsweg eines Ordensmannes in der Kongregation dar. Diese zweijährige Probezeit gibt den jungen Männern die Möglichkeit, in der Stille und Zurückgezogenheit des Noviziates ihrer Berufung zum Ordensleben und Priester weiter gezielt nachzugehen. Geprägt ist diese Phase insbesondere durch Gebet, die Vertiefung der eigenen Beziehung zu Gott, der Kenntnis der Kongregation, ihrer Spiritualität und pastoralen Arbeitsbereiche. Auch Sport und körperliche Arbeit bilden einen festen Bestandteil des Ausbildungsprogrammes. Am Ende der Probezeit legen die jungen Männer, die sich ihrer Berufung sicherer geworden sind, ihre ersten zeitlichen Gelübden der Armut, Keuschheit und des Gehorsams für drei Jahre ab. Das Haus in Alzgern soll auch zum Treffpunkt für die Mitglieder der gesamten Ordensprovinz werden. Die Priester, die in Deutschland und Österreich arbeiten, werden ihre monatlichen Einkehr- und Gemeinschaftstage dort verbringen. Auch die Mitbrüder der übrigen zur Provinz gehörenden Länder (Irland, Frankreich, Holland, Schweiz, Polen und Ungarn) werden sich dort zu Exerzitien, Erholungstagen und Besprechungen treffen[…]

Na sowas …
[…]Die Kirche der Unitarier in Großbritannien kritisiert die britische Regierung für ihre Pläne zur Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben. „Es ist diskriminierend, dass Schwulen und Lesben nicht heiraten dürfen“ sagte der Vorsitzende der Unitarier, Derek McAuley. Es sei nicht einzusehen, warum die britische Regierung mit der Umsetzung ihrer Pläne warte. Die Briten hatten zuvor angekündigt, im März des kommenden Jahres eine Gesetzesgrundlage für die Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben zu schaffen. Die Unitarier gelten neben anderen Kirchen in Großbritannien zu den Unterstützern einer kirchlichen Ehe für Homosexuelle.
McAuley mahnte die britische Regierung, dass die eingetragene Lebenspartnerschaft keine Alternative zur Ehe darstelle. Ähnlich äußerte sich der Aktivist für die Rechte Homosexueller, Peter Tatchell. Er nannte es „bizarr“, dass es die Regierung nicht schaffe, die Öffnung der Ehe einzuführen, während Kirchen dazu bereit seien, homosexuelle Paare zu trauen.[…]

1 Comment

  1. Ich habe am Montag auch so eine innerkrischliche Diskussion gehört. Wird echt mal wieder Zeit für eine Krischenspaltung. Es geht doch nichts über ein ordentliches Schissma.

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