„Wir sind BLÖD“


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Herzlich willkommen, Papst Benedikt!
„Wir freuen uns auf Papst Benedikt XVI“ – mit einer halbseitigen Anzeige in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung heißt eine überkonfessionelle Initiative das Oberhaupt der katholischen Kirche willkommen. Die evangelischen und katholischen Christen wollen damit einen Gegenakzent zu den Protesten setzen, die im Vorfeld des Papstbesuches angekündigt wurden.

Pro-Medienmagazin

Mit der halbseitigen Anzeige wollen die Initiatoren „den Eindruck korrigieren“, die deutsche Öffentlichkeit stehe dem Papst ablehnend, kritisch oder desinteressiert gegenüber. Rund 100 der 620 Abgeordneten hatten vergangene Woche angekündigt, sie wollten der Rede fernbleiben, weil sie das Trennungsgebot von Staat und Kirche missachtet sehen. Außerdem plannen Papstgegner am Potsdamer Platz in Berlin eine Anti-Papst-Demo. Die Veranstalter rechnen laut Medienberichten mit 20.000 Teilnehmern.

In dem Anzeigentext würdigen die Unterzeichner die Verdienste des Papstes. Er sei einer der weltweit bedeutendsten Intelektuellen unserer Zeit und suche nicht nur den innerkirchlichen, sondern auch den interreligiösen, interkulturellen und internationalen Dialog.

Bernadette Droste, eine der sieben Initiatoren der Privatintitiative, wünscht sich mehr Offenheit für die Person und die Botschaft des Pontifex: „Benedikt hat etwas zu sagen. Es ist eine mitunter unbequeme Botschaft. Sie mag manchem nicht zeitgemäß erscheinen, weil sie zeitlos ist. Man muss sie nicht teilen. Aber man sollte sie anhören, aufmerksam hinhören, was der Papst aus Deutschland der Bevölkerung in Deutschland zu sagen hat.“

Rund 280 Unterzeichner haben sich an der Aktion beteiligt. Ihre Namen stehen kleingedruckt auf der rechten Seite. Darunter sind Landwirte, Konditormeister oder frühere Fußballnationalspieler, aber auch Künstler, Wissenschaftler, Autoren, Vertreter der Diplomatie, ehemalige Staatssekretäre sowie Minister und frühere Ministerpräsidenten. Auch Wolfgang Baake, Geschäftsführer des Christlichen Medienverbundes KEP, unterstützt die Intitiative.

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Da kriechen sie nun aus allen Löchern, die glühenden Anhänger des Irrglauben-Pontifex und versprühen ihre Verbal-Aggressionen gegen alles und jeden, der es wagt, den „Scheinheiligen Stuhl Okkupanten“ zu kritisieren. Peter Seewald echauffiert sich besonders schön: „Papst-Berichterstattung nähert sich subtiler Meinungsdiktatur. KATH.NET-Interview mit Peter Seewald zum Papstbesuch: Verfälschung und Unterdrückung von Nachrichten werden als Normalität hingenommen – Dass die Gegner ihm nicht das Wasser reichen können, macht sie doppelt aggressiv … “ Oh wie peinlich! Das mediale Schlachtfeld ist jedenfalls eröffnet, Ring frei für den Krieg der Presseorgane: „Presseschau: Popestar oder unbelehrbar?“